Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 27 (8.7.1863)
- Date
- 1863-07-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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27. Zsraelit. E i n Centralorgan für das orthodoxe Jndenthun». Herausgegeben von V*. Lehmann in Mainz. Mainz, den 8. Juli 5623 (1863.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1j Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Tbaler p. e. oder st. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. c. oder fl. 1. 45 kr. rh« Vierteljährig 15 Sgr. p. c. oder 53 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sbgr. die Petitzeile oder deren Raum. Österreichische Banknoten laut Cours. Sollte direkte Frankozufendung unter Streifband gewünscht werden, so sind an vie Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. e. oder 5 st. 15 kr. rh. oder 6 fl. österretch. franko einzusenden. I « h a l t. Veiterido Artikel: Literarischer Bericht. -- Erwiederung ans das Schreiben des Herrn Rabb. I. Schwarz. — Orthodox-isr. Bibrlanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutsch land: Würzburg. Homburg. — Preußen: Kreuznach. — Belgien: Brr siel. — Holland: Rörmord. — Rußland: Aus Rußland. — Türkei: KonstcntiNl pel. Inhalt der Beilage. Zeitungsnachrichten und Correspvndenzen: Frank reich: Paris. Feuilleton: Die Höhle der Aussätzigen donSironia. — Die Grtteslehre ein Feigenbaum. Leitende Mrtiket. Literarischer Bericht. M^erinz, den 25. Jrmi. enthaltend die Vorschrift - ten über Echechitah nnd Bedikah, a>oN Distr.-Rabb. S. B. Baniber ger in Würzburq. Furth 5623. 8. 192 S. Preis 10 Sbgr. Das vorlicgsnde, vcidifnsivolle Wkik ist ein heißrrftkults; wir w uicsltns habcn wahrend uuscrer I vieljührigeu Praris*) den Mangel eines um fassenden und zuverlässigen Welkes über das wir den vielen Schochtim, die sich bei uns Rath erholten, ohne Bedenken in die Hand geben konnten, sehr tief empfunden. Auch der Herr Berfasser spricht sich in der Borrede über dos Unzureichende der vorhandenen betreffenden Werke aus und eitirt zur Begründung die Worte der größten Autoritäten. — Wiewohl der Herr Berf. vollkommen eompetent ist, hat er es doch, nicht verschmäht, vorher die ZrrDmnnmg andeM71bedeutcnder Rabbiuen cinzuholen und seinem Werke voranzuschiüen. Diese Bescheidenheit und Vorsicht von Seiten eines wahrhaft großen Mannes bietet einen woblthucnden Gegensatz zu andern Erscheinungen auf demselben Gebiete, wo manchmal Männer von mehr als Zweifflhafter Competenz ohne Weitetzks die Fehler (manchmal Druckfehler) ihrer Vorgänger abgeschrieben habcn und dadurch der großen Sünde nicht entgingen rrr und v'ik.-l'?. Das vorliegende Buch ist nicht allein durchaus zuverlässig, es behandelt seinen großen Inhalt auch erschöpfend; die Sprache ist nicht allein ein klassisch reines, sondern *) Wenn der Herausgeber dieser Blätter osfieiell auch nur einen kleinen Wirkungskreis bot, der nicht einmal die gesummte Gemeinde seines Wohnortes umfaßt, so sendet il,m deck' das religiöse Gewissen zahlreicher auch auswärtiger Israeliten die religiösen Anfragen (Schaaloth) zur Bcantworung und die Schochtim zur Prüfung zu. Derselbe glaubt gegen anerkannte Reförmrabbirnn collegialische Rreksichten zu nehmen nicht nöthig zu haben; daß das Alles aus reinster Absicht und völlig unentgeltlich geschieht, bedarf Wohl nicht erst der Erwähnung.