Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 25 (24.6.1863)
- Date
- 1863-06-24
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2447089-2447114--01968-2457270- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
307 führen möchte — da die Schmerzen des Kindes ja auch dem Vaterherzen wehe thun — sondern durch Güte und Sanftmuth — Darauf begann Pinehas wieder: „Eine Quelle im Garten, einen Born lebendigen Wassers, der vom Libanon kommt — so nennt die Schrift*) die Gemeinde Gottes. — Es gibt viele Quellen. Die Quelle in der Steppe, die Quelle in der Wildniß, sie labet die Reisenden, der sie trifft, und er segnet sie; aber sonst quillt und sprudelt sie fast nutzlos. — Wie anders eine Quelle im Garten! Die tränkt und erfrischt jedes Pflänzchen und jedes Blümchen und jedes Bäumchen umher, und wer sich ihr naht, der erquickt sich nicht nur an dem lebendigen Wasser des Borns, sondern freut sich auch des frischen Grüns der Pflanzen und labt sich an dem würzigen Duste der Blumen und sättigt sich an den saftigen Früchten. Wie herrlich ist eine Quelle im Garten! und eine solche Quelle ist die gotterfüllte Gemeinde! —" *) Hoheslied 4, 15. Hierauf begann Simon: „Und der Weise, sagt die Schrift*), gleicht dem Baume, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Früchte gibt zur Zeit, dessen Blätter nicht welken, und was er thut, bringt Glück. — O, jedes Wort der Schrift ist belehrend und voll Heil für uns, eine Perle, die glänzt, ein Stern, der da leuchtet! Dem Baume gleicht der Weise. Der Baum hat Wurzel, Stamm und Krone, Rinde und Mark, Zweige und Blätter und Blüthen md Früchte, und so mannigfaltig ist in seiner Art und Wirksamkeit der Weise." — Und sie saßen noch lange im kühlen Schatten der Bäume und sprachen noch manches hehre Wort. Die drei Bäume aber und die Quelle darunter waren noch lange Zeit in der Steppe gekannt unter dem Namen: Die Pflanzung des Pinehas den Ja ir. — Möchten sie heute noch und immer so frisch und freudebringend daselbst sein! — *) Pf. i, 3. A n z e Seebad Ostende. i8rael. keslaurLlivv. kuv 80, ganz nahe am Meere, empfiehlt sich durch seine ausgezeichnete tadle ä'kvte, Privat-Diner, (Viuer8 xartieuUers) schön eingerichtete Zimmer sowohl für einzelne Personen als für Familien unter Zusicherung bester und billigster Bedienung. „Vom 1. Juli dis zum 1. November!" Auch befindet sich in unserer Behausung eine vollständig eingerichtete Synagoge, in welcher an Sabbat- und Feiertagen Gottesdienst abgehalten wird. Zu gleicher Zeit empfehlen wir unsere das ganze Jahr hindurch in Brüssel, rus äs 1a k'ourede, 26, bestehende Restauration (tsnu xar ä. ksls sLusossseur^) dem geehrten Publikum. Lehrer-Stelle vacant! In der Israel. Gemeinde zu Rüsselsheim im Grh. Hessen ist die Stelle eines Religionslehrers Vorsängers und Schächters sofort zu besetzen. Das lÄnkommen beträgt 350 fl. Bewerber wollen unter Beifügung ihrer Zeugnisse sich melden beim Vorstand I. Adler I. i g e n. om 1. August d. I. ist bei unserer Gemeinde die Stelle als Cantor ^2) verbunden mit der Stelle eines piw? onin vacant; zu- § gleich wirderfordert. Honorar jährlich,! excl. für die .-lU'ino und andere Emolumente, 200 j Thaler. Qualifizirte Bewerber wollen ihre Meldungen und Zeugnisse franko an den Unterzeichneten einsenden. Berun in Schlesien, den 16. Juni 1863. Der Vorstand -er Synagsgen-Gemein-r. A Wachsner. in junger Mann mit guten Zeugnissen, welcher bereits sechs Jahre in Eisen und Eisenwaaren fungirt, sucht ein anderweitiges Engagement und zwar wo er Sonnabend und Feiertage dispensirt fein könnte. Gefl. Adresse unter ä. H. xosts rstants Rakel abzugeben. Lehrer-Gesuch. Für eine Erziehungsanstalt wird ein Lehrer von zuverlässigem, religiösem Charakter gesucht, der den Unterricht im Hebräischen, in der deutschen und französischen Sprache übernehmen könnte. Franko - Offerten besorgt die Expedition unter Nr. 228.