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Der Israelit · 1863-06-03 · Heft 22 (3.6.1863) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 22 (3.6.1863)
Date
1863-06-03
Page
– (sequence 10)
Language
German
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264 F e uLllet o n. Beitrag )»r Onematik der hebräisch. Sprache. 4ve«d llviarivL Itv^ Ln 8. s. ULlfeL^. (Fortsetzung und Schluß.) Das Wort schließt also in sich: Exception, Entfremdung, und Luther hat es treffend mit verbannen wieder gegeben. Darum thut auch Jes. 11, 15, die von Chald. Vulp. u. N. versuchte Lesart 2'ini sxüeoadil für 2'im keineswegs noth, weil auch dieses, versiegen, vertrocknen heißt In seiner Weiterentwickelung bedeutet 211, wie das Arab. abreißen, abschneiden, wovon das Part. 3. M.21, 18 2111 wobei man Nachmanides z. St. Nachlese, die zerdrückte, zerquetschte Nase. Davon W21N (5 Mos. 16. 9) Sichel, mit der man schneidet, abmäht, (nach der Form psvi Job. 33. 25. quaärililt. aus 212-, idiä. 8. 16. saftig, grün und lvvv Ps. 119, 70) entstanden aus 2ir> und pOi — 221 das Hinfallen zur Erde. Mit 211 verwandt ist auch 212 Schwert, schneidendes Instrument und 212 verwüsten, versiegen ist dieser Bedeutung zu nahe als daß man ihm erst eine andere Abstammung suchen müßte. Eine andere Bildung zeigt 21p entblößen, zerstören. Dass. iip Derivate, ipip, 'i'ip, einsam, verlosten sein, wovon sich iix verfluchen, ab leiten läßt, wie 2p2 verwünschen von 2p5 löchern (2. Kön. 18. 21); iix auch von.-nx abpflücken (Hohesl. 5.1) in Aethwp. iix dass, von dem Stempel trennen; 2^p Fluch von (Ezech. 1. 7) abwetzen, feilen. Eine eigenthümliche Wortgestaltung, die in dem Glauben wurzelt, daß man durch Fluchen, Schelten des Einen oder Andern Glück verringern und Unheil auf ihn hinab beschwören kann. Was nebenbei bemerkt auf pantheistischer Anschauung beruht und mit dem echten Judenthume nichts gemein hat. R Aharon Halewi im iwn.i iso sagt zum Verbot (3. Mos. 19. 13) 012 x^ die merkwürdigen und in einer Zeit, wo sich der Chassidismus breit macht, b herzigenswerthen Worte: '12 p2 2'i l^p.i '2 VlP2 NX 1'^,' 2'2^2 '2 2lM 22'1'2 21'2^1 NIX 'v 'NX2 ^PV2 '->21 1X12' '^>1X1. Und nachdem er Maimonides Idee über dastelbe Verbot angeführt, läßt er sich weiter in Folgendem aus: *?x pu ^P22 1L2;'2P.1 21122 P'NINV x^-x .1b^p2 ^1P22 '121 21122 212'22 bxi 2P21 N2P2.1 ^X 1V22 ^>'21' X^ herrliche Worte, die ich in ihrer ganzen Breite im Original angeführt, um nicht durch eine Übersetzung ihre Wirkung zu schwächen. Solchen Stellen wie Makvth 11' NX2 X'.l 'X2N i)p ^'2X 222 n^p muß somit ein anderer höherer Sinn untergelegt werden. Denn, daß Elis*) Söhne den Weg des Unrechtes gingen, *) Änm. d. Red.: Verfasser scheint übersehen zu haben, daß kann ja unmöglich Emanation des unwillkürlichen Baterfluches sein. Hieße danicht den freien Willen, die unbeschränkte Seesenthätigkeit des Sünders auf wunderbare Weise inhibiren? Und wie ließe sich die hierauf erfolgte Strafe für die begangene Sünde als gerecht denken? Anders, wenn hier dasselbe Bewandtniß wie 3. Mos. 26, 39 obwaltet, wo das Unglück der Kinder, nach Mendelssohn, als eine unabänderliche in den Gesetzen der Natur begründete Folge der Eltern-Sünden erscheint. Und wenn nun Eli, nach den eben citirten Worten des 1121 eine Sünde beging, so tritt uns der schlechte Wandel seiner Söhne als traurige aber strenge Consequenz entgegen. Wann ward auch der gereifte Mann über die Gefühle, die er in seinen ersten Lebensjahren im Elternhause in sich aufnahm völlig Meister? Und kann er sie denn in sich verwischen, wenn das Alter seinen Scheitel bleicht? Die Moral unserer Talmudstelle wäre sonach: Je auffälliger die Stellung eines Mannes im Leben ist, um so mehr hüte er sich selbst vor der kleinsten Zweideutigkeit (nach einem andern talmudischen Spruch 21M.1 2122 i'2'22 2p pipiv 2"2p2) weil seine nächsten Angehörigen und Freunde nur zu gerne in dem — Schatten seiner Größe weilen.! Das aber ist der Fluch der bösen That, daß sie, nach den Worten des Dichters, fortwährend Fluch erzeugt. - Hiemit im Einklänge steht die Erzählung Berach. 6 s. daß Rabi Josua Sohn Levi's sich einst angeschickt hatte, einen gotteslästerlichen Epicuräer zu verfluchen, und es dennoch unterließ, weil, nach Ps. 145 9. Gottes Bamherzigkeit auf alle seine Werke sich erstreckt, wie also sollte ein Mensch zu fluchen vermögen, wenn Gott nur Liebe ist? (4. Mos. 23 8) Menschenfluch — N.chts! Der Mensch zieht durch eigene Lasterhaftigkeit sich Schmach und Elend zu — -. So wird 1 Sam. 3 13 i'22 22^ 2'^pO '2 richtig verstanden: L>ie ziehen sich selbst den Fluch zu. bedeutet überhaupt vermindert werden 1. Mos. 8. 11; gering, verachtet sein Job. 39, 37. wovon bvi 1 Kön. 14. 10 Koth, Mist. Von unserer längeren Abschweifung zurück zu kommen, so ist von .11p (11p) .iip2 Höhle, gebildet wie das deutsche Kluft! Ahd. eklukt—Scheere von odliuxaa—spalken. Verwandt hiermit rst ppi zerbrechen, zertrümmern; pi (pii) das Schlechte, Abgebrochene, weil die Natur Harmonie lehrt, darum kann das nur wahrhaft gut sein und heißen, welches sich nach ihren Gesetzen als ein Theil zum Ganzen fügt. Mi ----- M ----- pi, der sich dem Bösen zuwendet 2M wie 1 M. 3. 9. (Nach M. E. Stern in ^1 Scholien zum iM 2"ni ,-U'N2,i). Erwähnen wir noch pip (Job. 30. 3) fliehen, herum rennen, und ipp, etwas Gepflanztes ausreißeu, sich der Lsespruch des Tal«, auf Samuels Söhne bezieht.

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