Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 21 (27.5.1863)
- Date
- 1863-05-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M 21 4. Jahrgang, ßs Der Israelit. Ein Tentralorgan für das orthodoxe Judenthum Herausgegeben von Vi7. Lehmann in Mainz. Mainz, den 2 7. Mai 5623 (1 8 6 3.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thaler p. c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. c. oder fl. 1. 45 kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr. p. c. oder 53 kr. rb. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sbgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreickische Banknoten laut Cours. Sollte direkte Frankozusendung unter Steifband gewünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 fl. Österreich, franko einzusenden. Z n t, a l t. Leitende Artikel: Zur Rabbinerschulfrage in Ungarn, von Ambrosius Köln, Lezirksrabb. in Szill. — Bau jüdischer Armen- und Pilgcrwobnungen in Jerusalem. Zeitungsnaütriciite,, und Vivrrespondeuzen: Deutschland: Mainz. Mam;. — Preußen: Berlin. — Oestr. Kaisernaat: S. a. Ujehly. — Frankreich: Paris. — England: London. Feuilleton: Tilbtungen nach dem Midrasch von vr. Herrin. Hamburger, Oberrabbiner in Emden. Inhalt der Beilage. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutsch j land: Hamburg. — Italien: Neapel. Ferrara. — > Afrika: Smyrna. — Wallachei: Foksban.! Feuilleton: Beitrag zur Onomatik der hebr. Sprache. (Forts.)! Leitende Artikel. Zur Rabbinerschulsrage in Ungarn, von Ambrosius Kohn, Bezirksrabd. in Szill.! Ist das Verhalten der Parteien der Rabbiner-! schulfrage gegenüber zu rechtfertigen? Ist demge-! maß die zweckmäßige Lösung dieser Frage möglich,! und soll und wird sie ermöglicht werden? i Seitdem der vielverdiente Rabb. vr. Hildeshei- I mer die Rabbinerschulfrage öffentlich angeregt hat,! ist dieselbe in jüdischen Kreisen jeder Richtung vielj fach ventilirt, und in diesen Blättern Gegenstand ernster Betrachtungen gewesen. Es scheint, wie wenn man von dieser Frage zur Tagesordnung übergegangen wäre, da bereits seit längerer Zeit darüber geschwiegen wird; da ich jedoch die Ueberzeugung und die Hoffnung hege, daß es in dieser Angelegenheit nicht bei bloßen Verhandlungen bleiben wird, so will ich mir hiermit erlauben, durch folgende Auseinandersetzung das hochwichtige Interesse für dieselbe rege zu erhalten. Zuerst sei es mir gestattet, die Ansichten derjenigen zu beleuchten, welche gegen die Realisirung der beregten Angelegenheit Opposition machten. Diese Opposition ist bekanntlich eine doppelte, sie findet sich in gewissen orthodoxen Kreisen und in denen der Neologen. Indem wir die erstgenannte Opposition in den Kreis unserer Betrachtung ziehen, citiren wir folgenden Ausspruch Lefsings: „Ist es die Eiche oder ist es der Boden, worin diese steht, der das Moos und die spröden Schwämme um und an der Eiche hervorbringt? Ist es der Boden, was kann die Eiche da ür, wenn endlich des Mooses und der Schwämme so viel wird, daß sie alle Nahrung an sich ziehen, und der Gipfel der Eiche darüber verdorrt? Doch er verdorre immerhin; die Eiche so lange sie lebt, lebt nicht durch ihren Gipfel, sondern durch ihre Wurzel." Die in diesen Sätzen ausgesprochene Idee scheint ganz geeignet, das von dem unermüdlichen und uneigennützigen Gärtner im Weinberg des Gottes Zebaoths, Hrn. vr. Hildesheimer, aufgestellte Projekt, die 'S: ij'