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Der Israelit · 1863-05-20 · Heft 20 (20.5.1863) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 20 (20.5.1863)
Date
1863-05-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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2« Der Israelit. Ein W^Wtratorg«»« für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von lld^. Lehmann in Mainz. Mainz, den 20. Mai 5623 (1863.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1j Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thaler p. c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. e. oder fl. 1. 45 kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr. p. c. oder 53 kr. rb. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sbgr. die Petitzetle oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Sollte direkte Frankozusendung unter Steifband gewünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 fl. österreich. franko etnzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Erkenntniß, Erhebung, Beseligung. (Zum Wochenfeste) — Bau jüdischer Armen- und Pitgerwohnungen in Jerusalem. AeLtungsuachricdren und orrespondenren: Deutschland: Ulm. Aus dem Rhönbezure. — Oester r. Kaisern aat: Wien. Feuilleton r Beitrag zur Onomatik der hebr. Sprache rc. Inhalt der Beilage. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Oesterr. Kaiserstaat: Apostag. Feuilleton: Psalm 147. — Blumenlese. — Beitrag zur Onomatik der hebr. Sprache. (Fortsetzung.) Leit««-« Artikel. Grkenntniß, Erhebung, Ärseligung. (Zum Wochenfeste.) Als der allmächtige Gott Seinem Volke die Thora geben wollte, da leitete er die Anrede an sie mit folgenden Worten ein (II. B. M. c. 19 v. 4.) ',-,2^ 'Ow '25>x XVX1 'wir-)- IX 'WX2 O5IX '!?x ^2rix X'2X1, ihr habt gesehen, was ich gelhan habe an Mizrajim, und ich habe euch emporgehoben auf Adlerfitligen und habe euch gebracht zu mir." — Der Allmächtige wollte Seinem Volk zu Theil werden lasten die höchste Stufe der Erkenntniß, er wollte! ihm gewähren das h)he Glück der Erhebung und ihm bereiten unendliche Beseligung. I. 'evnx 2^x 'rvx-e' vrix ihr habt gelben, was ich Mizrajim getban habe. Hiezu bemerken unsere Weisen (Midr. Jalkut z. St.) '5X x^ -I'OPV '5X X^l 22^7 25IVQ '5X ''2512 X^ O2i? 2Q1X ->L/X 'ri'X2 Or>x xdx '2'^ „Nicht durch Ueberlieferung spreche ich zu euch, nicht Schriften! sende ich euch, nicht Zeugen stelle ich euch auf, son-- > dern ihr selbst habt geseben, was ich gelhan habe."! — Es ist mit diesen Worten die Grundlage des! Judenthums dargelegt: das höchste Gut der Erkennt-! niß, welches wir durch die Offenbarung besitzen, un-! abhängig von allem vergeblichen Ringen, von allen > Jrrthümern in den Ergebnisten des menschlichen! Forschens.! Seitdem der Menschengeist denkt, beschäftigen ihn die Fragen nach dem Ursprünge und der Beschaffenheit der Welt, nach dem Ursprünge und der Beschaffenheit der eigenen Seele, nach dem Vorhandensein und nach dem Wesen des Schöpfers. Da die Sinne die W-rkzeuge sind, durch welche j die Vorstellungen in unser Inneres gelangen, so ist! es Wohl natürlich, daß es viele Menschen gegeben j hat und noch heute gibt, welche vermeinen, daß die > Sinne die Werkzeuge aller Erkenntniß sind und daß es keine andere Erkenntniß gibt, als solche, welche denjenigen Vorstellungen entspringt, die die

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