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Der Israelit · 1863-05-06 · Heft 18 (6.5.1863) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 18 (6.5.1863)
Date
1863-05-06
Page
– (sequence 11)
Language
German
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217 für Deine Lebenserhallmlft. — So weit das Vwv. s Mardechai und Haman, welche mit der Veranstaltung! des königlichen Mahles für das Volk in der Hauptstadt und der dabei zu beobachtenden Anstandsgebräuche betraut waren, vereinigten sich ungeachtet ihrer gegenseitigen Abgeneigtheit und Entzweiung in dem Wunsche, daß beim Mahle keine dringende Aufforderung zum Genüsse stattfinde, jedoch in der Absicht dieses Wunsches waren sie getrennt; Haman verlangte es, damit nicht auch die Juden der Ehre dieser Aufforderung theilhaftig, und Mardechai, damit i feine Glaubensbrüder nicht durch Zudringlichkeit ihrer Freiheit verlustig würden. — Die Verordnung des Königs, der dafür war, daß Jeder sein Vergnügen weder auf Kosten seines Gemüthes, noch auf Kosten seiner Religion genieße, daß daher jedwede Nöthigung beim Mahle vermieden werde, stand also glücklicher Weise mit den Gesinnungen dieser beiden schroff und feindlich einander gegenüberstehenden Hofräthe in erfreulichem Einklang, und das Nichtzwingen nöthigte ihnen großen Beifall ab. A n z e Frankfurt a O., 26. April. (Psalm 31.) Herr Meier Hamburger will in meinem Bericht über die Generalvers. des ColonisationsVerein f. P. Unwahrbeiten gefunden haben und erfrechte sich, (in Nr. 14) einen Artikel aus Schmieget zu schreiben voll der gröbsten Unwahrheiten und niedrigsten Verdächtigungen gegen mich und Andere. Wir wollen annehmen, Herr H. sei, nicht achtend der löblichen Mahnung 12151 P'IL 'Nil ^>8, überaus scrupulöS und habe nur den einen Fehler, daß er stch vor p^.1 nicht scheue, selbst wenn er dadurch dem „löbl. C. V. f. P., der ihm so wie Allen O'^11'1 sl'2 '1Z,t? V'2.1l8.1 höchst erwünscht istarg schaden sollte. Schrieb aber Herr H wirklich P1L.11 5128.1 so müssen wir ihn ernst fragen, warum er das Gesetz 5>'2D N2H Dl 8L'N 8^1 IN'OZt 518 freventlich verletzt, und wollen ihm durch ein Beispiel zeigen, wie wahrh. relig. Männer handeln. Vor einem Jabre batte ich eine Saite angeschlagen, welche bei Einzelnen Mißvergnügen erregte. Da schrieb mir der fromme, von seinem Könige bockgeehrtc Distriktsrabb. S. B. Bamberger zu Würzburg: „Hochgeschätzter Herr! Geehrter Herr I)r. Lorjel Beikommend empfangen Sie einen Artikel, welcher in Bezug auf Ihre Corresp.in der Absicht adgefaßt wurde, solchen in eine Zeitschrift einrücken zu lassen. Allein, ick zog es vor, selchen lieber vorerst Ihnen mitzutheilen, der angenehmen Hoffnung mich hingebend, daß Sie dessen Inhalt würdigend, es gewiß selbst zugestehen werden, daß Ihr allegirtes Inserat etwas zu vorschnell abgefaßt war rc." Es gelang mir, durch 2 Briefe jenen Artikel zu entkräften, die Insertion unterblieb, und die Weisheit des Herrn Distriktsrabb. hat so unerquickliches öffentl. Gezänk verhütet. Zur Beruhigung meiner zahlr. Freunde gebe ich hiermit die Versicherung, daß mein Bericht über die G. V. wahrheitsgetreu ist, hingegen der Artikel des H. von Unwahrhcitcn aller Art wimmelt. Weil Herr H. mit seinen Ansichten in der G. V. nicht durchdrang, verließ er dieselbe vor ihrem Schluffe (2. B. Sam. 17, 2 und 23) und hat jetzt die Unverschämtheit, die ganze G. V. besonders die hiesigen Mitglieder zu verdächtigen. Zu diesem Zwecke gibt er fälschlick die Zahl der Auswärtigen kleiner, die der Hiesigen größer an, als der Wahrheit gemäß ist, was ick durch das Originalprotokoll der G. V. beweisen kann. Uebrigens waren die hiesigen Mitglieder unabhängige, achtbare Männer, unter denen für seine 2 Th. zu sitzen Herr H. sich -ur Ehre rechnen darf. Auch lag keinerlei Veranlassung zu einer Begünstigung meiner Person vor; denn meine Vermögensverhältnisse sind G. s. D. in gutem Zustande, wenn ich auch kein Crösus bin. Die schnöden Angriffe des H. gelten im Uebrigen nicht nur mir, soni der» den einsichtsvollen Herren, welche nicht so stimmten, wie ihm ' beliebte. Wenn er aber tadelt, daß nicht persönl. Einladungen i g e n. (L 1» Schulklopfer!) zur G. V. erfolgten; so glaubte das Comite genug gethan zu haben, wenn es in 6 der gelesensten Zeitungen (auch tn dieser) die Einladung groß und breit veröffentlichte und sie außerdem noch durch die hiesige Lokalblätter während der Messe mehrfach publiciren ließ. Herr H. meint, die ganze Verwaltung müßte unentgeltlich sein und citirt den idealen Ausspruch des Antigonos 8vLt O12 ohne zu bedenken, daß Ob1"21 P11L nebst ihren Jüngern durch denselben irre geleitet, dem Judenthum entfremdet wurden, und Herr H. ist auf demselben Wege, 1SO2.1 -2 12l^ ^'82 P11 Die Theorie steht fest -. P21 8'O8 8'1W P2 und die Praxis ist, daß selbst das PI N'2 zu Jerusalem den 20—30" ,,*) von den Geldern gewährt, welche für Palästina bestimmt sind, unbekümmert darum, ob 1P1O oder nicht. Obgleich meine Bekannten wissen, daß ich der Gründung und Vergrößerung des C. V. f. P. dir bedeutensten Opfer an Zeit und Kraft gebracht habe, welche durch Tausend Thaler pro Jahr noch nicht ausgewogen werden und welche nur durch begeisterte Liebe zur heil. Sache erklärbar sind; so habe ich dock der G. V. anheimgestellt zu beschließen, ob mir die liquidirte Summe gebühre oder nickt, und laut erklärt, daß ick für letztern Fall das qu. Geld bereits bei Hrn. Mende depontrt habe. Tie Versammlung sprach mir, laut Protokoll, durch Majorität die Summe zu, obgleich Herr H. sehr dagegen agirte. Nun kann er zwar nichr leugnen, daß sich das Baarvermögen des Vereins unter meiner Direktion jedes Jahr mehr als verdoppelte, aber er findet doch die dafür gezahlten durchschnittl. 100 Rthlr. pro Jahr zu hock. Lisura tenestis «inioi! Der gute Mann > mag wohl keinen Begriff von der zu überwältigenden Arbeit haben und wnd es nicht glauben, wenn ich ihm und Jedem versichere, daß während dieser 3 Jahre nur einige Tausend Briefe in den verschiedensten Sprachen in Angelegenheit des C. V. f. P. durch mcine Hände gingen, ohne daß ich von meinem Comite irgend eine wesentliche Hülfe gehabt hätte. Der Erfolg hat dieser Tätigkeit entsprochen. Der E. V. f. P. steht G. f. D. so fest, daß selbst so raffinirt boshafte Angriffe ihn nicht zu sehr erschüttern. Ich erhalte nicht nur aus ganz Europa und dem h. L. sondern auch aus Afrika, Amerika und Australien die erfreulichsten Zeichen vrn Sympathie, und am 29. März d. I. beehrte mich der Chacham Baschi von Jerusalem, jetzt Oberlandsrabbiner von ganz Palästina (s. Nr. 15 d. Bl.) mir einem prachtvoll geschriebenen, sein großes Amtssitze! tragenden Briefe, in welchem er sich höchst lobend über meinen Colonifations-Plan ausspricht und den Segen Gottes über mich und mein Werk herabfieht, im Uebrigen sich auf seinen ausführlichen im Hamagid d. I. mitgetbeilten Brief bezieht. Vorige Woche thetlte mir einer meiner Vnmerk. der Sied.. Um Mißverständnissen zu begegnen, bemerke» wir hierzu, boß wir, sowie »lle, welche Gelder für da« «auunternehmen »brr für b. ». d. h. 0. ,»targ>nn,hmen, diese» oicht allein »ölt ig unentgeltlich thuen, sondern auch sonst noch nicht uahedeutond« Opfer bringen.

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