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Der Israelit · 1863-03-18 · Heft 11 (18.3.1863) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 11 (18.3.1863)
Date
1863-03-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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129 Rabbiner zu Grätz und ein Dritter, welchen diese Beiden wählen, etwa Herr vr. Sachs zu Berlin, werden Ehrenmitglieder des General- (oder Central-) Comits's. 5) In wichtigen Fragen ist das Comit6 verpflichtet, die Ansicht und den Rath der Ehrenmitglieder einzuholen. 6) Der bisherige Vorstand ist auf 1 Jahr wieder eingesetzt. " 7) Dem Vorstande bleibt es für den Zeitraum überlassen, mit dem literarischen Mitglieds den Gehalt für dessen Leistungen zu vereinbaren. 8) Das Comite stellt sich die Aufgabe, ein Statut auszuarbeiten, welches der nächsten Generalversammlung zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt wird. Die Generalversammlung bewahrte trotz lebhaftester Discussion die größte Würde und führte am Schluffe dem Vereine neue Mitglieder zu. Mögen noch recht viele Edelsinnige, denen Palästina nicht gleichgiltig ist, unserem frommen Vereine beitreten! vr. ll. Iwr.j6. Oesterreichischer Kaiser st aat Wien. Die israel. Armenanstalt hat ihren Jahresbericht für 1862 veröffentlicht. Die Einnahmen, wobei Schenkungen von 700 fl. in Effekten nicht inbegriffen sind, beliefen sich auf 26,672 fl. Die Ausgaben auf 27,826 fl., um 1626 fl. mehr als im Vorjahre. An Pensionäre wurden 3490 fl. bezahlt, an besonderen nicht fixirten Unterstützungen hiesiger Arme» und Kranken 8144 fl. verausgabt. Die unverzinslichen an 29 Gewerbsleute gemachten Darlehen erreichten die Höhe von 5125 fl. Sie sind im Laufe des Jahres bis auf einen kleinen Rest wieder zurückgezahlt worden. Die Betheiligung mit Winterholz und Osterbrod nahm die Summe von 3359 fl. in Anspruch; 1779 fremde Arme erhielten ein Reisegeld im Betrag von 2916 fl. Außerdem wurden arme Familien in ihre Heimath mit einem Kostenaufwand von 106 fl. befördert. Eine der wohlthältigsten Institutionen der Anstalt, die „Speiseanstalt", die durch besondere Gönner eine Einnahme von 7153 fl. erzielt, absorbirte die Summe von 8946 fl. für 33,662 Speiseporttonen. (N. P.) Zornbar. (Galizien.) Der seit dem Jahresanfänge wieder erscheinenden hebräischen Zeitschrift „Hamewasser" wird Folgendes berichtet: In Zombar ward vor einigen Monaten ein Jude von einem Hunde gebissen; der hinzugerufene Arzt verband die Wunde, welche alsdann bald zuheilte. Zwei Monate nachher brach die Wasserscheu in furchtbarer Weise aus; der Hund war toll gewesen. Der Mann erduldete die schrecklichsten Schmerzen und erlag später feinen Leiden. Kurz vor seinem Tode, während die Wuth und die Schweden nachgelassen hatten, versammelte er seine Verwandten und Freunde um sein Lager und bekannte unter Thränen, daß er in der furchtbaren Krankheit ein göttliches Strafgericht erblickte; er habe sich nämlich am Rüsttage des Versöhnungstages berauscht, sei dann in der folgenden ('^ ^-) Nacht vom Durste sehr gequält worden und habe dann Wasser getrunken; so müsse er jetzt — .1^2 -un 1112 — an der Wasserscheu sterben. — Die erwähnte Zeitschrift fügt hinzu: „Wahrlich, dieser Mann hatte eine große Sünde begangen; möge sein Tod dieselbe gesühnt haben, und der Allgütige ihm verzeihen." — Farenza. Bei der Jsraelitenfrage sprach nur der Regierungskommiffär. welcher darauf hindeutete, daß in Istrien seit dem Jahre 1860 alle Vorschriften beseitigt worden sind, welche der Erwerbung des Grundbesitzes von Seiten der Israeliten und ihrer Niederlassung früher entgegengestanden haben, und daß es gegen die Grundsätze der Regierung sei, die Wahlberechtigung von dem Titel des Religionsbekenntnisses abhängig zu machen. Worauf der Landtag mit überwiegender Majorität sich für die Beibehaltung des Textes der Regierungsvorlage, mit einem das Domizil des Rabbiners normirenden Zusatze aussprach. Lroshaza (Ungarn), im März. Zur Zeit als noch der mittelalterliche Fanatismus in Ungarn vorherrschend war, was zwar noch nicht gar lange ist, durften auch in Oroshaza keine Israeliten wohnen. Es war ihnen zwar das Hausiren gestattet, aber nicht der Wohnsitz. Wie ist es doch ganz anders Ln unfern Tagen! — Allmählich schwindet der finstere Geist des Vorurtheiles aus den Kreisen der Völker

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