Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 10 (11.3.1863)
- Date
- 1863-03-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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4. Jahrgang. M» IO. Der Israelit. E i n Centralorgan für das orthodoxe Jndenthnn». Herarrsgegeben von Di». Lehmann in Mainz.! Mainz, den 11. März 5623 (1 863.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1j Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thaler p. c. oder st. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. c. oder fl. 1. 45 kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr. p. c. oder 53 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sbgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreich ische Banknotelaut Cvurs. Sollte direkte Frankozusendung unter Steifband gewünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr p. c. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 fl. östrrreich. franko einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Textes-Kritik. — Einiges über die innere Bedeutung der äußeren Gesetze des Judenthums. Betrachtungen von vr. Herrm. Lipfchitz (Milah.) — Ortbodox-isr. Bibelanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen: Deutschland: Mainz. Mainz. — Preußen: Berlin. — Oest. Kaiserst.: Lovasbereny. Tab. Tyrnau. — Schweiz- Bern. — Irland: Dublin. Feuilleton: Die Falascha-Juden in Abessinien. - Psalm 146. Inhalt der Beilage. Feuilleton: Nomina xoeliea. (Schluß.) — Temen. Leitende Artikel. Textes-Kritik. Mainz, den 9. Februar.*) Unlängst gingen durch die Zeitungen zwei Notizen, welche geeignet waren, das religiöse Gemüth *) Aus Mangel an Raum verspätet; wir haben deßhalb das Datum beigesetzt, um unsern geehrten Mitarbeitern und Korrespondenten zu zeigen, daß wir häufig durch die Oekonomie unsere- Blattes gezwungen sind, auch unsere eigene Arbeiten vor anderen, dräng« nden zurückzulegen. Wir bitten daher auch die erwähnten Herren, Geduld zu haben, wenn bei ihren Arbeiten solches uothweudig wird. zu beunruhigen. Sonderbarerweise betraf die eine die mündliche, die andere die schriftliche Lehre. Die eine lautete wie folgt: „In Wien hat man dieser Tage eine merkwürdige und vielleicht wichtige Entdeckung in den Archiven des Ministeriums des Aeußern gemacht. Man hat eine Sammlung von Akten aus dem fünfzehnten Jahrhundert, welche fast sämmtlich von der Regierung des Kaisers Maximilian datiren, zum Buchbinder geschickt, um den Einband dieser Urkundensammlung erneuern zu lassen. Als man den alten Einband wegnahm, fand man zwischen dem Leder und der! hölzernen Platte sechs Pergamentblätter, zwei in Folio! und vier in Quart, welche Stellen aus dem Talmud tragen, die meistentheils gut erhalten und sehr leser-! lich sind. Man weiß, daß der Talmud das bürgerliche und religiöse Gesetzbuch der Juden ist. Sind § diese Fragmente schon bekannt? Gehören sie zum babylonischen oder jerusalemischen Talmud? werden! sie zur Erklärung dunkler Stellen dienen?" Also berichteten die Zeitungen: Jetzt nun gibt Herr Or. Wolf in Wien, welchem diese Blätter zur Prüfung übergeben worden sind, über dieselben I einen Bericht im Februarheft der Frankel'scheu Monatsschrift. Wir geben hier aus derselben einen Auszug: „Die Schrift ist sehr schön — Merubaath — und größtentheils recht gut leserlich. Drei von den Quartblättern sind in zwei Columnen geschrieben, von denen die eine beschädigt ist, da sie vom Buchbinder beschnitten wurde; auch finden sich am Per-