Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1863-02-04 · Heft 5 (4.2.1863) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 5 (4.2.1863)
Date
1863-02-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2447089-2447095--01695-2456978
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

4. Jahrgang Der Israelit. s. E r n Centralorg«»« für das orthodoxe Judenthnm. DZ'. Lehman« in Mainz. Mainz, den 4. Februar 5623 6 3.) Diese Zeitung ersckcint wöcl'enilich einmal, Mittwochs, ln mindestens 1Z Bogen. Prc.s des Jchrg:ngs: 2 Tbaler p. c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Tblr. p. c. oder fl. 1. 45 kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr, p. c. oder 53 kr. rb. Alle Buchhandlungen und Postämter nebmen Bestellungeu an. Inserate 1 Sbgr. die Petitzeilc oder deren Raum, Dksterrcickiscbe Banknoten Inhalt.! Leitende Artikelr Sabbüt-Fner (Zu Parascbcith VcschallachZ Zeitungsnachriet-tin r n» i>verespvtt0enzen: Deutsch i Berlin. Berlin. Bonn. Tuckel — Oestr. Kaiserst.:! Wien. Sflgetvar. Verona. — Rußland: Petersburg. Inhalt d er B eil a g e. Leitende Metikel. Sabbat-Feier. (Zu Paraschath Beschallach.) (Schluß.) Wir haben nunmehr darzülehen versucht den Sabbat als einen Tag geistiger Erhebung; möge uns der Spender der Einsicht die Gnade verleihen, daß es uns gelinge, mit überzeugender Kraft nachzuweisen, daß Arbeit am Sabbat, Körperarbeit am heiligen Tage der Ruhe ein todeswürdrges Verbrechen ist, daß es uns ferner gelinge das Fürchterliche eines solchen Verbrechens vor Augen und zu Herzen zu führen wz? O'vn-n w auf daß schwinden die Vergehen von der Erde und Verbrecher nicht mehr da seien. Schauen wir uns um in der Natur. Älle^, was auf das Wort des Allmächtigem, erstand, Ammel und Erde, die SoniH und M^Mstirne am Firmament, das kleinste Sundkorn zu unfern Füßen, die riesigen Ungeheuer der Wälder und Meere, wie das Würmchen, das im.Staube sich» krümmt, sie Alle folgen den ewigen Gesetzen/- durch welche Gott die Natur geordnet hat, sie^ treibt .und »bewegt das Gesetz der Schwere oder bliirder^^älurtrseb. (unbekümmert um ihren Willen, denn sie- Mäßest'keinen Willen. Nur der Mensch allem ist frei, kann schalten und walten nach seinem Belieben, kann wohnen und leben in Gottes Welt, wie es der Gottesfunke Vernunft ihn lehrt. Tiefe Freiheit, dieser selbstständige Wille ist das herrlichste Geschenk des gütigen Gebers, unser Stolz, unsere Freude, unsere Wonne. Wer aber hätte nicht schon oft genug sehen und erleben müssen, wie diese goldene Freiheit gemißbraucht wird, wie sie ausartet in schnöde Willkür, wie statt zu folgen den Lehren der Vernunft, thörichte Menschen sich beherrschen lassen von den Eingebungen des Aberwitzes? Am meisten, weil am folgenschwersten bedroht uns diese Gefahr, bei der Auffassung unseres Lebensberufes. Gott hat den Menschen eingesetzt zum Herrn der Schöpfung O-,« Gott hat die Erde dem Menschen., geschenkt; sie gehört ihm, aus daß er in ihr lebe, Alles, was auf ihr und in

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.