Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 4 (28.1.1863)
- Date
- 1863-01-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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4. Jahrgang. Der Israelit. E i n Centralorgan für das orthodoxe Jndenthnm. V*. Lehmann in Mainz. Mainz, den 2 8. Januar 5623 (1 863.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1j Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thaler p. c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Lhlr. p. c. oder fl. 1. -15 kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr, p. c. oder 53 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungeu an. Inserate 1 Sbgr. die Petitzeilc oder deren Raum. Oesterreichlsche Banknoten Inhalt. Leitende Artikel: Sabbat-Feier (Zu Paraschath Besclallack. Die Karlsruher Wirren (Schluß.) — Orthodox-isr. Bibelanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Inhalt der Beilagen. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Aus Kurhessen. Aus dem badischen Oberlanve. Frankfurt a. M. — Oestr. Kaiferst.: Aus Oberungarn. Neutra. Feuilleton: Die Juden in bhina (Schluss.) — Deborah. Leitende Artikel. Sabbat-Leier. (Zu Paraschath Beschallach.) Grundpfeiler und Träger des göttlichen Gesetzes, das Band, das Zeichen zwischen Ihm und uns, das ist der im Thoraabschnitte des kommenden Sabbats uns verliehene Sabbattag. Schon in der Art und Weise, wie er uns verliehen worden, ist entgegengetreten all dem, womit irgendwie das Klügeln kurzsichtiger Menschen zu lästern und zu verletzen vermag. Nachdem die heilige Schrift die Urgeschichte unseres Volkes erzählt hat. dargelegt hat, wie Gott die Stammväter geleitet, bewahrt die Wenigen, welche nach Mizrajim hinabwallten, sie gemacht zu einem großen Volte, sie geschützt in Leid und Elend, sie hindurchgeführt durch das gespaltete Meer; erzählt die Gotteslehre nunmehr, wie Gott sie ziehen läßt in die Wüste, ihnen herniederfallen läßt Himmelsbrod; aber am sechsten Tage fällt doppelt die Himmelsspeise! cwfl-nä '-! -2 denn seht, Gott gibt euch die Sabbatruhe vp! deßhalb gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage j Vrod.! Seit jenenl Tage hat Israel nicht mehr aufgehört, den Sabbat zu feiern und wird niemals aufhören zu ruhen am gottgeweihten Tage. Mag noch so laut sich vernehmen lassen der Sabbatschänder Höhnen, mag noch so prahlend sich Hervorthun Sünde und Abfall — Israel wird sich seinen Sabbat nicht rauben lassen. K'.i rm'r, ein Zeichen ist er für alle Ewigkeiten, um ihn zu bewahren daben der Frommen und Heiligen gar Viele ihr Leben freudig geopfert und Alles, um das Israel das Leben geopfert l bleibt ihm ein ewiges Eigenthum. Was ist auch das Leben, wenn der Sabbat ihm fehlt? Was anders, als ein rastloses Streben und Ringen, ein Kampf ohne Ruhe, —Mühsal und Elend ohne Rast, ein bloßes Haften am Irdischen, ein bloßen Pflegen des Thieres irnlMenschen, ohne geistige Weihe, ohne seelisches Empfinden! und daß die Sabbatruhe uns ewig bleibt, das verbürgt uns ihre Feier selbst w: O"!-> .-vOpi?, die sie je gekostet, haben Leben genossen, und die