Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 48 (3.12.1862)
- Date
- 1862-12-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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WtätsprüsMg mit Erfolg-zmüTgelegt)^ däMt er eine ertheile/! damit-er"ritüelle Fragen' beantworte. GinRapaport, ein Plazek/ ein Soferist älsohiezunicht Hefähigt j Weib diese Herren keine Matiiritatsprüfung gemacht? — Heißt - dies nicht dem Talmud den Garaus -milchen? W'nnter Aresen Worten/was Anderes ver- 'Kanden^Äs l das' Talmud-Studium mit-Stumpf und 'Stiel aiLsrotten? Hat ein- Eisenmenger 'mit' mehr 'Verachtung: Dom Talmud gesprochen? " Mit Recht Märe-zw erwarten gewesen, daß die 4 Herren Rabbinen mit Feuereifer für die' Ehre des Talmud einsiichen Werden;'- aber nein! die 4 Herren, die' selbstverftchMch Philosoph. - Studien gemacht und gerne Pro - äomo suL sprechen, obwohl sie sich dagegen verwahren,^ nehmen diese gegen den Talmud geschleuderten'Zusulten, stillschweigend hin; wird ihnen ja dadurch: eine günstige Aussicht für die Zukunft eröffnet; soll ja der mit dem Orden der Maturität. geschmüÄte^Locak-Rabbiner zum Bezirks-Rabbiner avan- «renl — Daß sie durch dieses Avancement vwüsein werden, daß sie dem piL n">w in der kleinen Gemeinde^ der - ohnehin nicht auf Rosen gebettet ist, Mruch nochdenBißen Broo aus dem Munde nehmen denn nach den' Beschlüßen dieser Versammlung, soll dem pin der bis jetzt gesetzt, berechtigt war, «rrie Trauung Dorzunehmen, die ein bedeutendes' Emolument aüsmachte, dieses Recht mtzogen und an den Bez.-Rab. übertragen werden dies genirt solche »fesche" Geister wenig. - ' Wenn wir Sitz und Stimme in der Versamm- Lrng gehabt hatten, wären wir noch weiter als Herr F. gegangen; wir hätten folgendes Amendement eingebrächt: ' - - - ' ' - Meine' Herren! Mr sind nun darüber einig, 'daß nur derjenige Rabbiner , der im - Besitze eines ^Mrtl-Zeugnisses ist) die Befähigung'und die Berechtigung haben soll, ' eine zu päskenen, eine 'Traüüng voMnehmen. eine zu ertheilen. Ich ^glaube, daßHvir nach diesem Beschlüße das Rabbinerthum fügliH. abschaffen können; - denn Mat.-Prüfung müß äuch' der Jurist-, der Mediziner ^ablegen. Juri- ^Pen^üMMediziner finden sich Heutes besonders-Letztere fasttn Mer jMfchen Gemeinde, ünä welch-jüd. Doctorob 'Jurist oder-Mediciner ^wird--nicht bereitwUig HeÄüwörten> dieLtäüungsfünkttönvor- ^nehmen^' ertheilen - ohne - von der - Gemeinde - ein Honorar zu beänsprechen? Wir -sind zu wißen, begierig -ob die -Herren Rabbinen^ bei^diesem Amendenient,- das -nicht nur die Existenz ' des p-ru ^,12 sondern ihre- - eigene alterirte - das' n'vsn!? a'O' beobachtet hätten. — -' '' ' , 'Ein Witzling wollte sogar Herrn Sebastian Brunner zum Landes-n-dp- Ertheiler' ernennen, die Befähigung hiezu, meinte derselbe/ wird ihm Wohl Niemand absprechen, da er Doctor zweier Fakultäten ist. Doch der Gegenstand ist uns zu ernst, zu wichtig, als; daß er mit Spott behandelt^ werden soll; will nran ja dem Heiligen den bis jetzt gehabten heiligen Charakter rauben, und diese Gefahr kann mit Witzworten, und wären sie auch sehr .schlagend, nicht abgewendet werden. Doch wir. setzen unser Vertrauen in. die Generalversammlung, und hoffendaß.sie die große Zwischenpause dazu benützen wird, die Verhältnisse der Landgemeinden, bester kennen zu lernen; die Vertreter werden die Ueberzeugung in die Versammlung mitbringen: daß das. Einreißen leicht, das Wiederaufbauen. aber sehr.schwierig ist, sie werden den Gemeinden laßen, was den Gemeinden, und Gott geben, was der Gottheit gebührt; wir rufen ihr zu: urmp iLQdri vor Allem aber. Gott .die Ehre.*) . Theresilerrftadt.. Vor einigen Tagen wurde in dieser böhmischen Festung eine israelitische Synagoge vom Kreisrabbiner,Herrn Albert Cohn eingeweiht. Die ansäßigen Einwohner dieses Glaubens sind, nicht zahlreich,, und erst in neuerer Zeit machte sich , das Bedürfnis zur , Gründung einer Cultusgemeinde geltend; allein -in der Garnison selbst befinden sich so viele Soldaten . isr. Confession, daß die Errichtung eines- Bethauses /schon.. zur Nothwendigkeit wurde. Die militärischen Behörden unterstützten daher die Errichtung der Synagoge, und die SLaabsoffiziere. erhöhten durch ihre Anwesenheit die Feier. Bereits, werden Schrrite gethan, eine Schule zu errichten.-(Neueste Post.) A n m. d: R e^>v. : Sollte- Moch nicht unters dem Ausdrucke „Ma- »^->ünÄLt8»Z'e«g«iß"'-'t.etN'.--Ze»g»iß. der -Reife - für Rabbinatsbe- -u.k ^higung 'verstandm worden sein? Die Ausführungen des "rrHerrn'H. wären-sonst-, gar. zu-: albern. - V«antw.-RÄaWön Dr. L'ehm'aÄ»7 —"Verleg der Le Roux'fchen Hofbüchhändlung. — Drück von JLGot ts le b en in Mainz.