Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 47 (26.11.1862)
- Date
- 1862-11-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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der nur eins der: 613 Gebote -als 'nichtmaäßgebend', als.Mchtibindend 'verwW! :: - Schauen wir Mnslstm lnach jenen Verblendeten, wir/brauchen leiderin-unserer:-Zeit' -nicht, mit der Diogenes - Laterne,..nach ihnen .zu suchen,,, wie. sie sich brüsten mit der. Phrase'/ „wir wollen ^Aüden. sein und Juden bleibenJa, Juden sind sie selbst noch dann / wann sie sich sogar förmlich losgesagt haben von der heiligen Gemeinschaft Israels,-denn^ es Heht gar nicht -in ihrer Gewalt: sich, loszusagen/ der Eid am Sinai , gilt für. alle. Zeiten, -— aber was für Juden? ^... Und was bedeuten ihre Phrasen? . Länge genug tragen sie ihr Judenthum sn miniäturs in der Täsch'e herum; -warum Wichts es hindert sie ja nicht; hindert sie nicht zu essen, was Wem Gaumen behagt, hindert sie nicht ijeglich Vergnügen - zu genießen und Wenn es auch das gesetzwidrigste. Ware, hemmt sie nicht ihrem Erwerb nachzügehen; fällts ihnen einmal ein - so ziehen sie es hervor aus ihrem Schooße,' sagen: „Juden wollen wir-sein und Juden wollen wir bleiben," besuchen auch -vielleicht einmal (einmal im Jahr) ein Haus , das allem. Anderm eher ähnlich sieht.) als einer , Synagoge »nd glauben damit ihrem Jüdenthume Genüge gethan zu haben. — O, sie könnten-ebenso gut urd vielleicht noch paffender sagen : ^Chinesenwollen wir sein und Chinesen wollen wir bleiben," denn was machtwenn den Juden zum Juden, was Gesondert ihn und trennt ihn, was zeichnet ihn gus vor allen übrigen Völkern, .wenn nicht die Erfüllung und Heilighaltüng der Gotteslehre und ihrer. Gebote? ' Aber auch diese Phrasen'sind nicht einmal stichhaltig; sobald ihnen selbst dieses Judenthum aus eigener Fabrik nur im Geringsten hinderlich wird, so werfen sie auch das über Bord und ...... hat's doch schon der Prophet vor Jahrtausenden verkündet PZQ 1PO' O'VVQ PPV sVpvi sie werden sein wie leichte Morgenwolke und wie bald verschw indender Frühthau, wie Spreü. die aus der Scheuer verweht und wie Rauch, der da dem . Schornsteine entwallt. m. Das ist der Abgrund, der. finstere Abgrund, an dessen Rand die blinde Fortschnttswüth unserer Zeit angelängt ist; darum wollen wir beherzigen den Ruf der -Propheten: Kehrezurück Israel! Jst's dochder Ewige, der Allbarmherzige, Dein Gott /zu dem DE zurückkchren sollst/ und ^Du-kannst zuruckkehren , -denn. Du bist nochiUicht.gefallen,^bM..Uur gestrauchelt durch, Deine Sünde^ hast Dich Mmen laMn durch^falsche Priester,' die da die Finsterniß Licht uüdNW Finsternißgenannt - haben, die^' das l Bittere alV rsüß -und das Süße-als bitter därstellen; nochistKnZeit/d kehre zürück-! '' i ' ttM Ein Kömgssohn, erzählt uns der MidraW empört sich'gegen seinen Vater und häuft EnchSrÄUg auf Empörung^'- Der gegen ihn entsandtes Feldh«r ruft ihm zu: „Kmnst Du denn «»W div gewäÜM Macht deines Vaters, weißt Du denn nicht, daß D» doch ^einst reuig' ErWüW^ wirst""'erflehen^ "müffeN, wenn Dich die Hand.des Königs bereits,. schwer, ge-! tröffewHat! Oskehre? znWck, noN-eh* sie-DiM-trkfft,!! diese strafende Hand!" Du bist der Königssohn, Jsj j rael! Kennst Du denn nicht die Gewalt Deines all-! i mächtigen Vaters, soll Er Dich denn erst treffen mit Nöth und Plage/ mit Krankheit und Elend -^o-, kehre zurück, noch eh- Dich die l Strafe ereilt. , uip - O'-njE ssvx/inp Ovox höreauf: die?ß Stimme des Mahners, daß ste nicht umsonst Dein : ß Ohr berühre, bsr wiM und kehre zurüE zM Ihm, / der ja der Allbarmherzige ist; oder glaubst Du, Deine ^' Sünde sei zu groß, als daß sie Vergebung erlangen z möchte? M do nvrr, .wende Dich nur zu .; AM der alle Sünden vergibt und sage ihm: Mv npB! § nimm an, o Gott, das Gute, dem wir künstighür uns ganz weihen werden unsn wis wir l wollen treulich erfüllen, was unsetze Lippen geloben,!. wir wollen nimmermehr unser Heil suchen in de»? j herrschenden Zeitansichten/m upM*-rrd wsse"nicht i Afchur soll uns helfen und nicht -- Egyptens Roß, j nicht mehr wollen wir Mott nenne», was selbst wir! uns gemacht, sondern Lei Dir allein, Du Gott unserer l Väter, findet das verwaiste Volk ErbaMen! x Und Gott? „Ach werde sie Heiken, spricht er, i von ihrem Jrrthum, werde fie huldreich liebw, werde > für Israel sein wie befruchtender Thau, und es wird erblühen wie eine Rose, Wurzel schlage» wie! Libanons Wald; seine Sprößlinge breiten sich aus,! prachtvoll wie der Oelbaum, wie Libanon duftend; es werden zurückkehren, die da ruhen in seiner» Schatten/ ausieben wie wogend Getraide, blühen wie s die/RebeschEerÜhmk Oie.,Libanons WeüE ' Wir haben nunmehr erkannt, welches der wahrhafte Fortschritt ist, dem unsere Väter huldigten, z» - welchem Abgrunde aber der fälsche Fortschritt führt, wie er sich heutzutage breit macht, wir haben ferner gesehen, wie -und auf welche Weise wir zu dem allbarmherzigen Vater zurückkehren sollen und könne», wenn. Sünden uns hat straucheln, lassen- Gerade sind! die' Wege Gottes, in denen die§ welche das Mute i wollen, ^ungietzmdert wällen, in denen jedoch die, welche! das Böse anstreben, leicht Anstoß finden. Möchte»! doch alle gesinnungstreuen Bundesgenossen immer! fest und, einig zusammenstehen, um. das Gute z»! fördern" und das Rechte zn übest un^. emän festest- Haft'zw'bieten inmitten des Zeitengewoges: Und sind' der Unsrtgen auch nur- Wenige, und sind auch