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Der Israelit · 1862-11-12 · Heft 45 (12.11.1862) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 45 (12.11.1862)
Date
1862-11-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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des Sittengesetzes, einem Michtisraeliten gegenüber, nicht auch eine Verletzung MesA RÄiaionsäesetzes er-- kennen, eine noch wmtj keit auf sich laden, ö Moscheh's aber, welche im bürgerlichen Leben, im Sittengesetze, zwischen^ Mensch und Mensch keinen Unterschied will, dieselbe Lehre Moscheh's will im außerbtzrgertzchxn-LHen, im " Religionsgesetze , eine Scheidewand^die fört und fortbestehensöll. bis der ewige Gesetzgeber selbst sie einreißt. Diese eigenmächtig einreißen, hieße: den Fahneneid brechen, den wir am Sinai geschworen, am Gerifim und am Ebal (wie unser Wochenabschnitt V. B. M. 27, 12. 13 ff. beschreibt) erneuert, unter Jehoschua wieder bekräftigt und seither mit unserm Herzblut nur zu oft besiegelt haben. Unsere beiden hohen Kammern sprachen die Rechtsgleichheit aus, ohne daran den KÄrfpreis zu -'knüpfen , mit unserm Religiönsgesetze sie zu Bezahlen. ^Esist vielmehr die Religion iriumphirend aus den Verhandlungen hervorgegaugen und nnt deiner unzarten Hand berührt worden, wie in den frühem Jahren der Vorurtheile und der Unduldsamkeit Jrchen wollte man emanzipiren; und Juden ohne Judenthum wären Nichts als ein verneinendes Nichtjudenthum; ein Gefäß ohne Inhalt; ein Wort ohne Bedeutung, ein Nichts. Ehedem konnte , manmnter dem Namens auch. Schicksalsgenossen verstehen; jetzt aber/ da' sich unser Geschick nur noch mit dem.des Vaterlandes.verschmelzen kann, wie Dieses mrt Gottes Hilfe bald auch in allen gebildeten Staaten seinwird.,- jetzt wäre die blose Schicksalsgenoffenschaft nur . noch ein loses Bindemittel, ein Uebelbild. Nein, Israeliten! Wenn unsere Zeit dem ganzen Heere der VorurHeile den Krieg verkündet, so wollen wir,, die wir durch Vorurtheile schon so unsäglich gelitten haben, nicht neuerdings das Vorurthäl nähren und hätscheln. Judenthum und Bürgerthum stünden , sich einander feindselig gegenüber. Mir wollen unsere großes Geschichte allerdings nicht vergeblich durchlebt haben; sie ist aber nicht unsere Geschichtetste ist die Geschichte unserer Religion; sie W das Zeugniß des großen göttlichen Erziehungsplanes mit uns. und. mü dem ganzen .Menschenge-. schlechte; damit die ganze Erde voll werde von , Gottes Herrlichkeit. /. . ' - ' Und wenn im gegenwärtigen Monat die Schöfar-- Wne an-unfern Gotteshäusern vernommen werden zur Erinnerung an jene vierzig Tage, welche Moscheh auf'Sinai Mbrachte und in welchen er seine Abwesenheit vom'Lager -den Jsraeltten durch Schofar kund machen 'ließ > cso ermannen auch wir uns, im Meiste und im-Lebendem Gottesmanne^ auf Sinai zu ^folgen, sein Tinaigeschenk als unser theuerstes -iüw... unveräußerliches Gu^ M bewahren und zu währen/ Hüten, hüten wir^uns davor, daß nicht lls vormals. Dieselbe Lehre cülchKw unserm Lager MoschchAns abhanden komme; K daß. sein Geist, sein GöttesKseMuns nicht entfremdet ' "Dieser Moschehgerst, wir wissen mchkffwas aus rhm geworden ist." : - Nur also handeln' wir im Sinne unserer vaterländischen Wohlthäter; nur also, verdienen wir , Israeliten zuHeißen; -nur. also ^füllen-, wir?,dem Posten aus, auf welchen Gott der'Ällväter Uns gestellt in der Absicht, daß die ganze Erde voll werde seiner Herrlichkeit. Amen! Amen! Erwiederungen auf verschiedene das NeligionsgesehLiche oder die Tradition überhaupt betreffende reformistische Gutachten von vr. ttiläesbeiinei'. Als einst R.Huna, Namens Raw, einen Rechtsgrundsatz aussprach, der nach der Annahme seines Freundes R, Nachman schon auf eine frühere Autorität, R. Meir, zurückzuführen war, replicirte derselbe.: „Warum begehst du einen literarischen Diebstahl; erhebst du die Ansicht des R. Meir zur Halächa, so sage die Halacha ist wie R Meir" (Ketubot 19"). Mit diesen dort nur als eclatante Redefigur ohne strenge objective Nothwendigkeit gebrauchten Worten (vgl. das. Tos.' Schlgw. wenden wir uns an jene, welche wohl im Grunde ihres Herzens die Prinzipien eines Hold heim, Einhorn rc. zu den ihrigen machen und dennoch / die Tradition auf ihre Fahne schreiben. Bekennet ihr euch zur Reform; nun so machet, wenigstens kein Hehl daraus , saget die bleibt wie Kreitzenach, Holdh eim, Philippson, Einhorn. „Selbst wenn es wahr wäre, daß die Rabbinen das und das meinen; so müßten die Rabbinen derheutigen Zeit dies für die gegenwärtige Generation außer Kraft setzen"; der ganze ceremonielle Plunder, mit/.dem unsere lschwächköpfigen Ahnen seit Jahrtausenden ihr Gewissen belastet, hat nur noch historisches Interesse; schenket reinen Wein ein, :bamit die „Vollbluts-Orthodoxen" wenigstens wissen,-woran sie sind, damit die- „Hyper- Orthodoxen" die Häupter ührer Lieben zählen können; gebt wenigstens echte Farbe-, damit wir- —7 schweigen können,, und.- es ist so ungenehm zu-schweigen. .Ao aber, da. ihr/. Diplomatenküyste treibt, da. ihr,.Gutachten schreibet, die der „Laie".für ganz corre.ct rab- .' 1) Vgl. Nr. 18, 19,, 20/ 7 . '

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