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Der Israelit · 1862-11-05 · Heft 44 (5.11.1862) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 44 (5.11.1862)
Date
1862-11-05
Page
– (sequence 11)
Language
German
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milien während so vieler Geschlechter in^EgyMn lebten, daß sie die Sprache ihrer Voreltern nicht lesen konnten. Aber sie hofften jetzt, vermittelst des Königs- Freundschaft und durch den Eindruck, welchen seine Wünsche machen mußten, eine.grieHsche -Uebersetzung der Bibel erhalten/ die den Meinpel^ der Autorität tragen sollte. In Uebereinstimmung mit ihren Wünschen sandte , Philadelphia den Aristäus, einen Mann, dessen Weisheit seine Freundschaft gewonnen, und Andreas, einen Capitän seiner Leibgarde, beide griechische Juden, mit kostbaren Geschenken an Eleasar, den Hohenpriester von Jerusalem, und bat ihn, gelehrte und fähige Männer zu bestellen,- eine griechische Uebersetzung der Bibel für die Bibliothek in Alexandrien zu machen. Eleasar ernannte 70 Aelteste, welche diese Arbeit übernehmen sollten Diese hielten ihre erste geschäftliche Sitzung an des Königs Tafel, als - Menedemus, der Sokrätische Philosoph, der SchülerHlatos, anwesend war. Derselbe war als Gesandter von Euböa an Philadelphus- > geschicht MyrZren..^ '?ÄÄrch-Biese Mebersetzung 'wurde die: Bibeln zunächst den griechischen Philosophen bekannt; indessen hören wir nicht,« .daß. sie-?dieselbe, sogleich lasen und Notiz davon nahmen. Wir finden sie nicht eher angeführt, als bis zur Ausbreitung des Christenthums; aber sie hatte einen stillen Einfluß auf ihre' Meinungen, welche .wir inder neuen Schule der Platonisten, die bald nachher in Alexandrien entstand, finden. ' ' ° Nichtigere Ansichten über den Schöpfer und über des Menschen Pflichten wurden alsdann von vielen Philosophen angenommen. Schon die Zahl der Uebersetzer beweiset die Wichtigkeit der Juden, welche sich in Egypten niedergeläffeMhatkenL/Bisher war Jerusalem die. einzige Stadt,, in welcher die Juden ihren großen Sinhedrin, oder Rath von 70 aLhieltenwährend in den°r andetn Städten, - sei es in Judäa- oder in..der Zerstreuung (?) .ein kleineres: Sinhedrin^ von nur 23 Nettesten, war.? l 5 - - So beanspruchten' die Juden in - Egyptendurch ihren Sinhedrin, durch ihre Schriften und fünUg Jahre nachher -durch ihren Tempel einengleichen Rang mit ihren; Brüdern Ln Judäa.- ' Aberder Gebrauch einer Uebersetzung des Gesetzes undder Propheten, war weitentfernt,'-den Judenvon Judäa-zu gefallen; er erweiterte? vielmehrudie l Kluft zwischen den Hebräern und -Hellenisten.? Die^/ersteren behaupteten , daß „ die „Veröffentlichung^ derselben durch' eine übernatürliche.' Finsterniß / gezeichnet ward,-welche w'ähtenb^ Erde verbreitete, und unter deÜ25^FasttägeN(Wm jüdischen Kalender wurde der 11.. Tag von Tebeth M der-Hälfte dev Nation als'ein^Trauertagu gehalten/ 183 weil ihre Brüder sich/durch de» Gebrauch der griechischer^ Bibel vergangen hatten. . Ueber die Einwanderung der Juden, welche de» Ptolemäern voranging, gibt unser Geschichtschreiber den-folgenden, höchst anziehenden, unb belehrende» Bericht:' ^ks.Mährend' der Kriege-zwischen BchbyhrnjundrAM däa^ hatte der„ProphK Hesekiel, der von seinerfangenschäft -aus än wew Mer» des-Etch'hrad'schriE seine Landsleute gewarnt, daß sie weder aus dje HilP der Egypter vertrauen, nöch nach Freiheit streben, noch Ach gegen- .die Macht NebukadnezarZ auflehne» sollten. -. "' ''^ ' '' '' prophezeit, daß T.yrusu»d di^ andern StHM von Palästina, die sich, so bereitwillig mit den Egyplern vereinigt hatte», bald von den Chaldäern erobert werden würden, und er spricht dieses in einem. Bilde geKnWharchBaus'y' 4 H ^. „Wei.l ,ich gegen Mch bin, Pharao, - König von Egypten, Äu großes Krokodil, das mitten Ln seinem Wasser liegt, der Dn gesagt hast: Mein ist der Fluß und ich habe ihn gemacht für Dich; aber ich will Haken in Deine Kinnlade setzen und will bewirke», daß die Fische Deiner Gewässer an Deinen Schuppen hangen/ und ich will Dich herausbringen aus Deinem Getvässer, und alle die'Fische Deiner Gewässer sollen an Deinen Schuppe» hängen, und LG will Dich verlassen in der. Wüste. Weil ich 'gegen Dich und Deine Gewässer bm-, so will ich das Land Egypten ganz wüste und öde^machen von Migdol biK Synne an den Grenzen von Aethiopien." Da jedoch die Juden nach dem Tode des Zsdekiah unter der Tyrannei der. Chaldäer,schmachteten, so konnten sie nicht, ferner„ um Hilfe nach Egypten blicken; sieVandtenlffch daher nach diesem Platze, als nach einem Zufluchtsortes und eine großeAnzähl floh zu ihrer Sicherheit dahin. Bei dem Aufstand. des Jochgnan, welcher versuchte; Judäa nöch l emmabW MüLm Freistaale z» machen, versprach der Prophet Jeremias den Juden, daß Gott Sorge um sie tragen würde, wenn sie i« ihrem eigenen Lande blieben, und er warnte diejenigen; welche sich nach Egypten entfernt hatten,, daß sie dadurch tiefer in den Götzendienst versinken würden, in den sie bereits versunkenwären. Aber Hunger und Furcht machten sie taub gegen die beredten Zunge des Propheten, und Tausende entfernten sich, ganz nach Egypten/ Und als Jöchana» sich , selbst außer Stand sah; 'Len große» Streitkräften der ChaMer die Spitze zu bietenführte erin der Verzweiflung seine -kleine Schaar längs:/ der -Küste des mittekändßschen Meeres durch die Wüste nach deregtzptische» Küste, sowohl deNjPropheten, als auch seine chaldäischen Gefangenen'mit sich führend. , - (Schluß folgte -

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