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Der Israelit · 1862-11-05 · Heft 44 (5.11.1862) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 44 (5.11.1862)
Date
1862-11-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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348 18 kr.; Samuel Einhorn18 kr.: Michael Einhorn 18 kr.; Alex. Leiter 56 kr.; Hirsch Lamfrom 18 kr.; Fanny Reiter 30 kr.; Gebrüder Reiter 12 kr.; Joseph Müller 30 kr.; Heilbronner Lehrer 30 kr; Lebold Sänger 18 kr.; I. Sänger Rabb. 30 kr.;-Moses Fuchs 18 kr.; Veith Einstein 1 fl.; Lazarus Hummel 24 kr; Bärüch Abraham Fuchs 2 fl. 42 kr.; Moses Ei n st e i n 18 kr.; Bernhart L. Leiter 1 fl. 45 kr; Eduart Bauer 1 fl.; Veith Daub 36^kr.; Isaak Hummel 24 kr.; Seligm. Railing 17^ kr.; Joseph Sänger, 12 kr.; ferner zu dem obigen Zwecke, durch Rabb. I. Sänger v. Buttenwiesen durch dessen Eidam Joseph Lamfrom bei der Verlobung des Israel Springer von da, mit Babette Schwab aus München gesammelt: 2 fl 27 kr. zusammen 35 fl. 40z kr. Durch L. Massenbach.er Ln Fürth: durch Frau Wetzlar daselbst von wohltätigen FrMen gesammelt 10 fl. 48 kr; abz. Porto 10 fl. 33 kr;; (das Resultat einer früheren Sammlung für die Armen des heiligen Landes wurde Herrn Zimmer Ln Fürth übermittelt.) . Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. De u ts ch l a « d. Mainz, den 24. Oktober. Von hier aus macht folgende Geschichte Ln den Zeitungen die Runde: „Drei junge Freunde (Israeliten) machten kürzlich Ln Mainz durch Selbstmord ihrem Leben ein Ende. Nachdem der Erste vor wenigen Tagen die Fürthen des Rheins zu seinem Grabe gewählt hatte, erschoß sich der Zweite und der Dritte folgte dem Beispiele des Elfteren. Die Beweggründe bleiben räthselhast, rätselhafter, wie gesagt, der seelische Zusammenhang dieser drei, sämmtlich noch sehr jungen Freunde." Das Factum an sich ist leider nur allzuwahr, Loch bedarf die Darstellung vielfacher Berichtigung, ünd namentlich ist es der „seelische Zusammenhang," um dessentwillen wir dieses traurigen Ereignisses hier erwähnen. ... Zuerst ist hier Nichtsdavon bekannt-, daß die drei jungen Leute, sämmtlich Auswärtige, die in hiesigen Geschäften conditiönirten, Freunde waren; dann^ geschahen die drei Selbstmorde nicht, gleichzeittg, sondern in längerem Intervallen; auch sind die.Motive nicht bei Allen rätselhaft. Der Erste, ein 47jähriger junger Mensch, verschwand spurlos, ungefähr 14 Tage vor dem Neujahrsfeste; später spülte der Rhein die Leiche ans Lmrd. Der zweite, ein achtzehnjähriger Jüngling, schoß sich am Sabbat Schuba eine Kugel durch den Kopf; er ließ einen Brief zurück, Ln welchem er als Grund die Leiden angab, die ihm ein Herzübel verursachte. Der Dritte, 22 Jahre alt, ertränkte sich in den Halbfeiertagen des Laubhüttenfestes; ein Vorgefundener Brief gab Unterleibsbeschwerden als die Ursache dieses verzweifelten Schrittes an. Was nun den in den Zeitungen erwähnten „seelischen Zusammenhang" betrifft, so ist dieser einfach in der leiderimmer mehr um sich greifenden Religionslosigkeit zu suchen. In Mainz leben jetzt wie in jeder großen Gemeinde, Hunderte von jungen Leuten: Commis, Reisende, Lehrlinge rc. in Geschäften, in denen weder Sabbatte noch Feiertage gehalten werden, aller Religion baar, aufgewachsen ohne religiösen Unterricht, entwöhnt der religiösen Praxis — Weiler keine Zwecke verfolgend als Erwerb- und Genuß. Werden diese beiden letzteren durch physische oder andere meistens selbstverschuldete Leiden gestört, so wird das Leben als ein unnütz gewordenes Gut abgeworfen. An den allmächtigen Gottj, den Richter unserer Handlungen, denken diese Leute nicht; selbst der Gedanke an Eltern und Geschwister geht im Schlamme der Selbstsucht und des Materialismus unter. Als wir am Abend des Sabbat Schuba ausgingen, begegnete uns ein ' Trupp junger Glaubensgenossen, die sich so laut von dem Ereignisse des Tages unterhielten, daß wir in der-'stillen Nacht schon aus der Ferne ihre Worte verstanden^ „Der Kerl hat^s. gescheidt gemacht," hörten wir Einen von ihnen sagen, „er ist auf einmal alle Schmerzen los geworden". Da haben wir den seelischen Znfammenhang! Möchten doch, die Eltern, Welche .in leichtsinnigster Weise ihre Kinder in -die Fremdesschicken,

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