Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 39 (24.9.1862)
- Date
- 1862-09-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-2447036-2447075--01461-2456726- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
gewaltig/ ' so schreiend/' so unabweislichj daß es fast dem/ebenbespröchenengleichkommt. Man sche. sich nur-die-heutigen Zustände ein Wenig : an; wie. viele gute Mische^Lehrer , hah^ -um;:—/in Ungarn. Und kann dies anders sein? Hör allem ist hier das Herhältniß Les „hebräischen"Find,/deutschen" Unterrichts ins Auge zu fassen/ vertreten durch den eigenthumlicherweise sogenannten „hebräischen Lehrer und den Leut-? schen." Der letztere verdankt Feine Erziehung einer durch unddurch christlichen Anstalt- und selbst wenst er nicht durch die Leichtfertigkeit^ der jüdischen Bevölkerung in vielen Oertern solcher Präparandien um seine praktische, religiöse Observanz gekommen; so wird doch Unter Hundert /sicherlich neunzig die Achtung vor dem „Hebräischen," die Begeisterung für das Judenthum, , der MÜth ohne Asne, ohne Rücksicht und ohne Scheu für dasselbe einzustehen unwillkürlich abhanden gekommen sein, und sie treten . mit einer Eittseititzkeit ihre Funktionen in jüdischen Schulen? an, welche oft, wenn nicht gar meistens, das. -Hebräische nur als notwendiges Uebel und^deßhalh natürlich .aufs. Minimum herabgedrückt, ' nur duldet, als etwas sich ganz von selbst Verstehendes, aber' den Schwerpunkt der Anstalt in den deutschen Unterricht verlegt. Wird nun, wie dies meistens geschieht, solches Vorurtheil durch den „gebildeten" Theil der Gemeinde, deren ganze Bildung oft eben nur in der Antiquirung alles jüdischen Wissens und Lebens besteht, geschürt und gefördert, dann kann der „Hebräischlehrer" froh sein, wenn man ihm sein Stündchen Beten und ' Betenübersetzen, Wenns hoch kommt auch etwas Pentateuch unverkürzt läßt, und man kann mit Bestimmtheit behaupten, daß bei weitem die größte Hälfte der Fälle gestörten Gemeindefriehens den GruNd darin hat, daß die deutschen Lehrer und ihre Gönner die Macht des hebräischen Unterrichtes nicht anerkannten Daß auch manche Ungehörigkeiten -von . der andern Seite geschehen; wer möchte -das iu Abrede stellen? aber auch hierin Wäre durch Liese unaussprechliche Wohlthat eines jüdischen Lehrerseminars vieles abgeholfen- Der beiderseitig gebildete -Lehrer' bleibtsich einmal seines j üd is ch en Standpunktes bewußt, der. Wischen Anschauung und dem jüdischen, Leben erhallen; aber gerade i auf. diesem Standpunkte wird er auch stolz darauf sein,' in jener Weise der großen Mahnung ünsers himmlischen Vaters. .'wi .iMi^machzukoNUnen,.und. .in. dem jüd is ch en Lehrer, dem Lehrerstande überhaupt, der Wissenschaft AndEültur EhresWmachen. — Und wie cheredt^Fordertdie große, Noth der.Gemeinden an, 'Lshretstr solche Anstalt l-/s Wie sehr Wimmeln /nicht, die" Mitischen und' die Mischen Miovische» HlättM von Lehrer-Concursen, wie' wenige Gemeinden 'sind so glücklich,, wie z. B. die unsrige, während , eines elfjährigen-Bestandes-einer vierklassigen Schiste niemals? in der Nothwendigkeit gewesen zu fein, einen Concnrs'iäuszuschreiben? / - . . Wie oft werden die auf Zeugnisse rc. kgestützten Erwartungen bitter getäuscht l Wie oft! Warum aber? . Weil der Betreffende Wohl vielleicht ein Lehrer aber dadurch noch kein guter jüdischer Lehrer ist. Genauere Erkundigungen kaffen sich Ln der Regel schwer-ernziehen, da eine solche bei der Schulkommission seiner gegenwärtigen Gemeinde, welche vielleicht von der Meldung gar nichts wissen soll, ohne Indiskretion nicht gut eingezogen werden kann, die von dem AspirMen selbst angegebenen Adressen selbstverständlich dessen Freunde, dessen Lehrer aber eben christliche Professoren sind. Mftirt aber ein in Rede stehendes Institut, nun so kann man wenigstens für erst neu gWrüfte Lehrer bei den Leitern desselben, Juden durch und durch, vertrauliche Mittheilungen erhalten, für die in einem Zeugnisse nicht gerade immer eine Stelle war. Ja, welche Wohlthat wäre es nicht schon, eine Centralstelle zur Erlangung guter Privatlehrer zu haben, zu welcher vorläufigen FunktionirunF'M gewW'auch, viele Lehramts- Candidaten entschließen würden; während die Acquisition derselben bis jetzt rein dem blinden Zufalle anheimgegeben ist. (Schluß folgt). GrLkocknisr. MrlMjftstt. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Durch Rabbiner Simon Bamberg er in Fisch a ch: Im. iü Fischach 54 kr.; bei der Hochzeit des Abr. Maier daselbst gesammelt 2fl. 53 kr.; zusammen 3 fl. 47 kr. Ungenannter 15-fl. Gesammtsumme 7Z96 fl. 38^ kr. < Hsu Mjschrr Armll- Md VllgerwlltzMNM rn. . KerTMrw.' Moritz Wild in Mainz 10 fl. — Durch Salomon Falk, 'Lehrer in Äub, gesammelt be^ der Verlobung des Isar Rosestfeld von Wcrkd-- manshofen mit Maila'Mannheimer von Aubr Aton Rv's e ns eld aus - Wal dnran shofen2 W 42kr./ Henoch 'Mänwh eimer aus Aub.2 fl.Mkr:, Maier Mawbelbannt 2 st/ 42 kr., Sakomön F akk 3' fl. 21 E; Zusammen 11 fl. — 'Durch Mofes^ Merkers H eim sr in-Tau b er r e tte rs heim: Maier