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Der Israelit · 1862-09-17 · Heft 38 (17.9.1862) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 38 (17.9.1862)
Date
1862-09-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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30L dieß nicht so ausdrücklich aufdecken sollen; ja meine Freunde, schweren, blutigen Herzens habe ich diegeschrieben; aber da sowohl wir als unsere Feinde, die über jenen Verfall frohlocken, dies recht gut wissen, so mag, so muß es auch gesagt werden, auf daß doch so Manchem die Augen darüber geöffnet werden, welche Rückschritte dieses Grönland in dieser wichtigsten jüdische,» Angelegenheit, der Quelle einer kraftvollen Zukunft gemacht hat und wie eilends und jäh diese Ebbe vor sich geht. Wie viele neue haben sich statt dessen gebildet? Ich wüßte außer der hiesigen, wo übrigens auch nur eine schon lange bestehende nach einem Interim von 11 Jahren wieder aufgerichtet worden, keine namhafte. Daß die bekannteste, größte, berühmteste Nngarn's allerdings sehr an Anzahl der Stndirenden gewonnen, ist wahr; allein ist dies nur im Entferntesten im Verhältnisse zum obigen großen Verluste geschehen? Ernst und gewissenhaft müssen wir nach dem Grunde dieser traurigen Erfahrung fragen. Wohl mag Manches auf Rechnung der Erscheinung zu setzen sein, daß der Chaßidismus bei seiner eigenthümlichen religiösen Richtung im Allgemeinen weder selbst rw'w' 2s,n ist noch gern seine Jugend den '22'»"^ antichaßidäischer Richtung anvertraut; Manches wohl, aber verhältnißmäßig Weniges. Denn auch in der früheren Generation war der Chaßidismus mindestens ebenso verbreitet, ebenso zäh. Es ist nun allerdings, und das ist vielleicht das Traurigste, der große Bruchtheil der 2^N2 abzurechnen, welche früher ohne mit der Frequenz der einen andern Zweck zu verbinden, als sich pflichtgemäß in auszubilden, um dann dereinst als Kaufmann zu wissen 2'2p pmp zu sein, eine höchst ehrenvolle Schaar von Jüngern, die sich der heiligen Lehre um ihrer selbst willen hingegeben. Diese Ehrenmitglieder der rv2'V' reduziren sich leider immer mehr und mehr, und dürfte dies um so mehr zu denken geben als ja gerade in andern Kreisen und bei anderen Confessio neu der fortgeschrittene Bildungsgrad der Zeit vorzüglich daran zu erkennen, daß der gebildete Kaufmann seinen Sohn eine Zeit lang studiren, etwa bis zur 5. oder 6. Klasse das Gymnasium besuchen läßt, wohlwiffend, daß er dann dem Kanfmannsstande angehören werde, ja eben deßhalb, damit er als gründlich gebildeter, mit der Gelehrsamkeit vertrauter Kaufmann seinem Stande Ehre mache. Und wir, die wir bis zum Höhepunkte des 19. Jahrhunderts diese allgemeine Hochachtung vor unserem nationalen Wissen in uns bargen, wir machen in der „erleuchteten" Zeit solche Rückschritte. Wollen wir für diese Krankheit die Diagonose stellen, so müssen wir erstl bei dcm letzten Bruchtheile der rn2'V> xon (Nabbiuatskandidaten kannte man damals noch nicht) einige Augenblicke verweilen. Diese fast durchgängig armen Jünger ergaben sich dem mühevollen, nm durch größte Anstrengung, ja nicht fette» mit Aufopferung der Gesundheit, nnt Noch und Entsagung dem heiligen Studium mit größter Freudigkeit in der Hoffnung einmal so glücklich zu sei» als Rabbiner etwa »5 fl. Schein* pr. Woche zu haben. Nun heute können sie ihre Hoffnung steigen^ sie dürfen wohl Anspruch auf 5 fl. OW. ja sogar 5 fl. CM. dh. mit 5 »/o Zuschlag machen. Und wo ist im Allgemeinen die alte Freudigkeit, das frohe Selbstbewußtsein? Diese adelnde Selbstachtung? Seht nur zu, ob ihr sie durchschnittlich wenigsten» findet. Wo aber ist sie hingekommen? Sie ist ganz eonsequent mit der Zuversicht geflohen und geschwunden, einmal als Träger der schönsten Wissenschaft selbst bei Wasser und Brod geachtet und geehrt (im edlen Sinne des Wortes) dazustehn, sie hatte» die strebsame Jugend in dem Augenblicke verlassen, * wo das jüdische Wissen anfgehört hat eine Macht z« sein, vor der sich Alt und Jung, Groß und Klein, ja selbst der Herr Gemeindevorsteher und dessen Fra» Gemahlin demuthsvoll zu beugen hatten. (Fortsetzung folgt). Hz« Mkhkr Armen- Hilgerdiohmmgk» in JervlnUm. Salomon Sandel aus Jugenheim 18 kr. — Durch Rabbiner L Wißmann in Schwabach bei Nürnberg, gesammelt bei der Hochzeit des L. Apfel von Georgsgmünd mit MathildeOettinger au» Schon Hausen: L. Apfel nebst Schwiegermutter 1 fl., Frau G. Neumark 18 k., Frau Esther Gerstl 18 kr., Frau C. Weimers he im 12 kr? Frau I. Kanmheimer 18 kr, Frau I. Zi-nmer 18 kr., I. Aufhäuser 24 kr, ein UngenSmtter in Schwabach 3 fl 30 kr., von mehreren Ungenannten daselbst 3 fl. 42 kr.; zusammen 10 fl. — G. F. . . . . 3fl. 30 kr. — Durch Nab. Dav. S. Weiskopf in Wallerstein: CultusgemeindeEderheim: Vonmehrere» Gememdegliedern 6 fl. 48 kr., Hr. S- L. Rosenberger 1 fl. 12 kr-, Herr Ephrajim Oettinger 3V kr., Ssligmann Sternglanz 30 kr.. Summa 9 fl. 6 fl. Zu Nördlingen von Herrn Salomo» ENenheimer gesammelt: Herr Kutz Tracteur 30 kr., ein Ungenannter 2 fl. 42 kr.; Summa S fl. 12 kr. Zu Wallerstein von demselben gesammelt:

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