Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 36 (3.9.1862)
- Date
- 1862-09-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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s. Jahrgang. 3« er Israelit. E i » Ceutralorga« für das orthodoxe Jiidenthirm. - HerauSgegeiea von -?- T - s i ' , Lehmann in Mainz. Mainz, den 3. September 5622. (1S62.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindeprnL 1 Bogen. Preis de- Jahrgangs: fl. 2. 30 kr. rh. Halbjährig fl. 1. IS kr. rh. Vierteljährig 38 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehme« Bestellungen an. Oesterreichtsche Banknoten laut Sours. Diese Zeitung wird nur in Verbindung mit dem „JSr. Anzeigeblatte« abgegeben. Sollte direkte Franko« zusendung unter Streifband gewünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. E. oder ö fl. 15 kr. rh. -der 6 fl. isterr. franko einzusende». In ha l t. Leitende Artikel» Liter. Bericht: Rom und Jerusalem, die letzte NationalitätSfrage. Briefe und Noten. Bon M. Heg. — Dringende Bitte an meine Glaubensgenossen in Oesterreich und in Ungarn insbesondere, von vr. I. Hildesheimer. — Bau jüdischer Armen» und Pilgerwohnunge» in Jerusalem. Leitungsnachrichten und Correspondenzen r Deutschland: Heidingsfeld.— Preußen: Berlin. Berlin. Gnesen. Slegburg. — Schweiz: Bern. Aarau. — Italien: Ferrara. Inhalt des iSr. AuzeigeblatteS. Leltnng-nachrichten und Correfpondenzen: Frankreich: Don der Saar. Feuilleton» 102.11'V7, aus den Werke V'VLN '->N. — Dir Ruinen von Babylon und Ninive. Leitende Artikel. Literarischer Bericht. Nom nnd Jerusalem, die letzte Nationalitätsfrage. Anefe und Noten. Von HL. H«««, Correspondirmdes (sie!) Mitglied der Berl. pH. Ges., Red. der ehem. Rheinischen Zeitung ,e. Leipzig, Eduard^ Mengler 1662. j Es geht ein anderer Geist durch die Welt; die Reform auf dem Gebiete des Judenthums hat sich überlebt; für das Heranwachsende Geschlecht bahnt sich eine Umkehr an. Viel 1000 Zeichen sprechen dafür, und das vorliegende Buch ist eines dieser Zeichen. Der Verfasser, früher vom positiven Judenthume und seinen Satzungen gänzlich abgefallen, ist wenigstens zu den Satzungen zurückgekchrt. „Ich kenne nur Eine jüdische Genossenschaft, sagt er auf S 50, die uralte Synagoge, die glücklicher Weise noch besteht, und hoffentlich auch noch so lange sortbestehen wird, bis die nationale Wiedergeburt deS Judenthums vollendet ist.—Ich selbst würde, wenn ich Familie hätte, trotz meiner dogmatischen Heterodoxie, mich nicht nur im öffentlichen Leben einer frommen jüdische« Gemeinde anschließen, sondern auch in meinem Hause alle Trauer- und Festtage vorschriftsmäßig feiern, um in mir und meinen Nachkommen die jüdischen VolkStraditionen lebendig zu erhalten. Ohne Zweifel würde ich, wenn ich Einfluß auf die Synagoge hätte, zur Verschönerung des jüdischen Cultus beitragen und vor Allem für jüdische Lehrer und Prediger sorgen, die auf der Höhe der modernen Wissenschaft stehen und für ihr Amt Talent und Beruf haben; ich würde also, wenn Sie das so nennen wollen, zu Reformen die Hand bieten, aber sicher zu ganz andern, als den von unfern Religionsresormatoren beliebten, flach nivellirenden! Kein altehrwürdiger Gebrauch sollte mir abgeschafft, kein hebräisches Gebet verstümmelt, oder nur in deutscher Uebersetzung vorgetragen werden, kein Festtag, kein Sabbath verkürzt oder