Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1862)
- Date
- 1862-08-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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s. Jahrgang. er Israelit. Ei» Centtalorgan für das orthodoxe Jndenthnm. ' Herau-gegrbea von Vw. Lehmann lu Mainz. Mainz, den 13. August 5622. (1862.) Diese Zeitung erscheint wöchenMch einmal, Mittwoch-, in mindesten- 1 Bogen. Preis des Jahrgangs: st. 2. 30 kr. rh. Halbjährig st. 1. IS kr. rh. Vierteljährig 38 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Lesterreichische Banknoten laut LourS. Diese Zeitung wnd nur iu Verbindung mit dem ^Jsr. Anzrizeblattc" abgegeben. Sollte direkte Franko. Zusendung unter Streifband gewünscht werden, so find an die Eipebiticn pro Jahrgang 3 Thlr. p. L. edrr ü st. 12 kr. rh. oder 6 st. esterr. franko einzufendea. I v halt. Leitende Artikel: Wesen und Zweck der jüd. Realschule, j von vr. S. — Die Judenfraae vor dem Koben großen; Ralbe des Kantons Aargau (Schweiz). — Bau jüdischer > Armen- «ad Pilgcrwohnunzen in Jerusalem.! Zeitunasvaedrichten u«d Eorrespoudenzeur Deutschj land: Aus Baden. — Oesterr. Kaiferüaat: Wen.! Pest. — Schweiz: Bern. — Rußland: Warschau. " Inhalt des iSr. Anzeigedlattes. 2eitungSnachrlchten undCorrespondruzen: Preußen: Berlin. — Feuilleton r Edgar Mortar» (Schluß.) — Freie Uebcrtragung de» Psalm Iw. Leitende Artikel. WAn »na IijsWule, von vr. 8. Wenn es eine Wahrheit ist, und es ist wahr, daß die Hoffnung des Judenthums in dem heranreifenden Geschlechts ihre größte und mächtigste Stütze zu suchen hat, daß in dem Lallen der Kinder eine Macht liegt, welche jeden Feind zu Boden tritt und zerschmettert, daß in dem klaren, unschuldsvollen Auge der Kleinen ein Hoffnungsstern für eine bessere Zukunft uns entgegenlcuchtet, die Rosen der kindlichen Wange das Morgenroth für einen schönen Tag uns anzukündigen scheinen: so dürfte eS wohl niemals zu oft sein, wenn die Aufmerksamkeit des lesende» Publikums immer nochmals und abermals in jene Pflanzstätten herübergezogen wird, wo die Blüthe» der Zukunft gepflegt und gewartet und genährt werden; so dürsten wohl niemals zu oft jene heilige» Räume besucht werden, wo in dem Lispeln der Kinder ein jüdisches Herz schon den rauschenden Flügelschkag des herankomm enden großen Tages ahnt. Wir glauben daher nicht dem Publikum lästig zu fallen, wenn wir heute auf ein Thema zurückkommcn, das schon oft demselben vorgeführt wurde, wenn auch wir es einmal versuchen zu dem vielen Guten, das schon über jüdische Schulen geschrieben worden, einen Beitrag zu liefern. Wir machen keinen Anspruch auf Vollkommenheit und Ausführlichkeit, können auch gar nicht bei dem beschränkten. Raum, den die Spalten einer Zeitschrift uns gestatten, ausführlich sein, wir wollen nur iu gedrängter Kürze und skizzenhaften Umrissen unsere Meinung betreffs des Wesens einer jüdischen Realschule und ihrer, Bestimmung darlegen. Fragen wir uns zuerst: Was ist eine jüdische Realschule- Bestehtdas Wesen einerjüdischenNealschule darin, daß an derselben Lehrer, die ihrer Geburt nach Juden sind, unterrichten, und daß sie von Kindern jüdischen Glaubens besucht werde? Nein, nicht dieses aller» macht das Wesen einer jüdischen Realschule aus. Wir kennen Schulen, an welchen nur jüdische Lehrer un«