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Der Israelit · 1862-08-06 · Heft 32 (6.8.1862) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 32 (6.8.1862)
Date
1862-08-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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260 sicht, daß dafür das Geringste geschieht. Gar viele! haben sich deßhalb entwöhnt, nach dem fernen Osten ' ihren Blick zu wenden; sie haben dir Hoffnung aufgegeben. Für uns aber, für alle trsuen Höhne Israels bleiben ewig wahr die Verheißungen unseres Gottes, wir lasten sie nicht verstümmeln, nicht oaran mäkeln. Ein anders Mal zogen die obengenannten Weiser: nach 'Jerusalem hinauf; als sie nach Zophim^ kamen, zerrissen sie ihre Kleider? als sie an den Fuß des Tempelberges gelangten, da sahen sie einen Fuchs aus dem Allerheiligsten Hervorkommen. Da begannen sie Alle zu weinen, nur R. Akiba lächelte froh. Da sprachen die Weisen: „Akiba, du setzest uns immer in Erstaunen, wir weinen und du lächelst?" „„Und ihr, wamm weinet ihr?"" — Da sprachen die Weisen: „und sollen wir nicht weinen? Der Ort von welchem es in der heiligen Schrift heißt: „Und derNichlkohen, der sich nähert, soll getödtet werden," siehe, aus diesem heiligen Orte tritt ein Fuchs hervor, und an ihm ist erfüllet worden der VerS: „Ob des Berges Zion, der da verwüstet, Füchse wandeln darauf!" Da sprach zu ihnen Rabbi Akiba: „Gerade deßhalb freue ich mich; seht, es heißt in der heil. Schrift: (Jesais e. 8. v. 2) und ich will mir nehmen glaubwürdige Zeugen, den Uriah, den Priester, und den Secharjahu, den Sohn des Jeberechjahn"; wie konnten denn Uriah und Secharjahu gleichzeitig Zeugniß oblegen, lebte denn nicht Uriah zur Zeit des ersten HeiligthumS und Secharjahu zur Zeit des zweiten Heiligthums? Aber also hat Urieh gesprochen (Jirmijah c. 26 v. 20). „Also hat gesprochen der Ewige Zebaoths: Zion wird wie ein Feld umgepflügt werden, Jerusalem wird ein Steinhaufe sein". Secharjah hingegen hat geweissagt: (Secharjah c. 8, 4). „Also hat gesprochen der Ewige Zebaoths: Dereinst werden wieder wohnen Greise und Greisinnen in den Straßen Jerusalems, ein Jeder seinen Stab in seiner Hand wegen des hohen Alters; und die Straßen der Stadt werden sich fül-! len mit Knaben und Mädchen, die da spielen in - ihren Straßen ." So hat nämlich Gott gesprochen:! Diese Beiden sind mir Zeugen, und wenn die Worte! des Uriah erfüllt werden, so werden auch die Worte! des Secharjah erfüllt werden; und wenn die Worte - Uriahs nicht in Erfüllung gehen, so werden auch; die Worte SecharjahS nicht in Erfüllung gehen. So! habe ich mich denn gefreut, da ich sah, daß die Worte! UriahS ' «ingetrosten sind, wir dürfen daher der ' festen Zuversicht leben. daß auch dereinst die Worte Secharzahs erfüllt werden." - ' - ' Nunmehr sprachen die Weisen in folgenden 'j Ausdrücken: „Akiba du hast uns getröstet; mögest! du getröstet werden durch das Erscheinen des Berl künderS (1022 Hz-w)." ^Echj» Nabbathi t. 8!^), . j Die Illäenftage vak äem - Grossen Astke Les DMons Illrgllll. In zweiter Berakhuug am 15.Mai 186L. (Nach den stenographischen Berichten.) » ' (Fortsetzung.) ' * - - - Und wieder sagt das Gesuch: „Ihnen, de» Juden, die nie Schweizer und Eidgenosse» zu werden vermögen, sollen wir die Ehre unserer Waffen, die Beschützung unserer Nationalstellung u. s. w. anvertrauen? Und doch braucht es nur einen BerrLther. »« das Blut einer ganzen Armee vo» Eidgenossen zu verkaufen. — Und weiter unken mitte» auf Seite 3 heißt es gar: „Der Ruin der christlichen^ Staates ift das Ziel, welches ihnen, der^ Juden, vorschwebt."—Ich fragen Herr Präsident, meine Herren! auS welcher Moral und auS welcher Geschichte nehmen die Gesuchsteller das Recht zu einer! so maßlosen Verdächtigung Her- Mo ist und wie heißt der jüdische Soldat, welcher seit der Napoleonischen Emaneipatioa im Jahre 1806 eine französische Armee, öder, anch mir emen Wachtzu Waldshut durch emanzipirte Juden, verrathen worden, welche im Jahre 1847 bei fremden Cabkneten eine Intervention gegen die freisinnige Entwicklung unserer vaterländischen Zustände zu erbetteln versuchten - Waren es damals emanciprrte Juden, welche gege» das Banner der Eidgenossenschaft von Frankreich Kanonen und von Oesterreich Bajonette kauften, uns bei der lombardischen Negierung ein schmähliches Anleihen contrahirten, um gegen die Miteidgenossea de» blutigen Bürgerkrieg zu wagen? Ware» jene Berräther emanzipirte Juden, oder waren enicht vielmehr dik politischen Glaubensgenossen, dere» damals bestegte Tendenzen der Verfasser des Gesuchs heute noch vertritt? — Wenn dann aber die Anklage, daß die Juden den „Ruin des christliche» Staates" sich zum Ziele gesetzt haben, dm 1800 Israeliten im Aargau gelten sollte, so wäre dieselbe gegenüber von den 200,000 christlichen Bürger» und Einwohnern des Kantons eine Lächerlichkeit/ die keine Widerlegung verdient. Ebenso gehe ich nicht auf die pathetische Exclanatio» ein: „Rein, wir wollen sie nicht verpfuschen lasse» unsere schönen aargauischen Ganeul sie nicht ver*'. pfuschen lassen dnrch Fremdlinge, dere» Hernicht z« unserm Herzen.-deren Seele nicht zp.nnse.rer Setle.paßtlE Dm«, wen»

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