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Der Israelit · 1862-07-09 · Heft 28 (9.7.1862) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 28 (9.7.1862)
Date
1862-07-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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LS2 ^etzeS, ble ich Jhnen 'bertiiS in VeröiübLmg Ht Hin.! Fürsprech Haberstich vorgelegt habe. Meine Herren! das Dasein einer Bewegung kann nicht geleugnet! werden; suchen wir sie, unbeschadet dessen, was mir Ibun wollen, zu beschwichtigen, Man hat vielfach auf eine mißbcliebige Person hingewüsen; ich glaube nicht, daß diese Person die Bewegung gemächt hat, aber sie hat sich taktlos ihr angeschlossen und ihr zum Organ gedient. Am Entschiedensten aber widersetze ich mich der Ordnungsmotion, diese Angelegenheit mit der Verfassungsrevision in Frage zu bringen. Die Juden wurden noch nie in der Verfassung berührt und gehören nicht in dieselbe; am allerwenigsten findet hier der angerufe'ne §. 12 seine Anwendung. Ich stimme gegen die OrdnungSmotiön. ' . (Fortsetzung folgt.) Literarischer Gericht. vp slL? "QM '2 . Preßburg 1862. Zu beziehen vom Verfasser Hrn. ö. v. Sedlerrsiuxer (Dav. Szered), Rabbiner l zu Bö sing in Un- . garn und von Hrn, ö. Kaullmaim, hebr. .s Buchhandlung in Frankfurt a. M. Preis 80 kr. ö. W., >15 kr. rh. od. 13 Sbgr. - ' > t! « j Der gefetzeStreue Jude, der die Erscheinungen der neuern Zeit. mit prüfend forschendem Blicke verfolgt/dem konnte es unmöglich entgehen, wie oft Irreligiosität, JndifferenliSmuS und die mit ihnen identifizirte, nur auf Untergrabung des Judenthums berechnete Resorm ihre.höchsten Triumphe feiern; wie die religiösen Saaten, welche von unseren frommen Vorfahren so reichlich gesäct und seit Jahrhunderten sorgfältig gepflegt' würden, in unserer Zeit die deftigsten Anfeindungen und ruchlosesten Angriffe erleiden, und endlich, wie jüdische Gelehrsamkeit in steter allgemeiner Abnahme begriffen ist. Wahrlich, solche Zustände müssen Jeden , dessen religiösen Gefühle noch nicht erstorben sind, mit banger Ahnung, mih. tiefem Schmerze und großem Kummer erfüllen. Soll der Judenhelt ihre echte Religiosität, jüdisches Wissen und jüdische Gelehrsamkeit wieder zu- . rückerrobert werden; soll die jüdische Nation, sie Trägerin der göttlichen Wahrheit, von Neuem erstarken, so müssen Laie.wie Gelehrter, Handelswie GeioerbSmann und überhaupt alle Diejenigen, Äderen. Herz und Geist dem währen unverfälschten Judenthume ndch ergeben sind, auf dem heiligen Kampfplätze erscheilten,- um' daselbst Mit vereinten Kräften mit der begeisterungsvollsten Hingebung und mit nllcr' zu Gebote stehender Beharrlichkeit und Ausdauer gegen alle die Secten und deren Anführer, die Lug und Bosheit, Tücke und Leidenschaft, Gewinn und Habsucht zu ihren Waffen erkoren, -so lange zu kämpfen, bis dieselben besiegt - und geschlagen sind. - ' Der geistreiche Verfasser des vorliegenden Werks ist ein altbewährter gcsinnungs'üchtiger GotteSkämpfer auf jüd. theologischem Gebiete, der bereits durch seine früher rühmlichst bekannte Merke röino M iwn -».i ,2'^nni von denen Letztere, gediegene specielle Abhandlungen über die von der destruktive»'Refülm zumeist airgefeindeten Synagogen Gebräuche, sich einer löblichen Anerkennung von Seiten der Redaktiond. Bl. (s. Leitartikel „Vom Minhag* « Nr. 26 JSr. II. Jhrg. u. s. auch Nr. 28 daselbst) Zeugnisse seinkS glühenden ReligionSeiferS, seiner umfassenden Kenntnisse, seines klaren und scharfen Verstandes, und was die Hauptsache, seiner tüchtigen talmudischen Bildung ablegte. : ' Mit wahrem Vergnügen und mit inniger Geuugthuung begrüßen wir diese neue literarisch? Erscheinung des vielgefeierten Berf., diegauz dazu geeignet ist, demselben alle Ehre tzu wachem Gestattete uns der Raum dieser weitverbreiteten Blätter « die vorliegende Schrift in extenso zu besprechen,' so könnten wir hier als Auszüge manche schöne Probe» von dem forschenden Gerste, von dem trefflichen Geschmacks und dem seltenen Neichthume an erhabenen Ideen, mit welchen der Leser sich schnell befreundet suhlt, und durch welche die verschiedensten Schmierigkeiten und scheinbaren Widersprüche im Pentatou-, Midrasch und Talmud auf's Vortrefflichste gehoben und gelöst werben, geben, und dadurch dem Leser den Beweis liefern, daß jene Derbiudürg des Angenehmen mit dem Nützliche», die ein Äeiser dercalisirt. , . , , , . ... ' in! Zu unserem Bedauern müssen^ wir daäsrM', uur in tdesi rezensiren. Tie in zwei AbschnÄe, Zerfallende Schrift, ein durch ausgcbrciteteS Wissen, neue und ältere rxcgetische Ideen, durch überraschende Ergebnisse, klare kräftige und lebendige Darstellung sich auszeichnender hermenenlifcher Corumenlar zur GemsiL (n'vrt-Q) ist die erste von dem aus fünf Abtheilungeu berechnetem Werke; also : genug, um über den Seist des Ganzen ein UrtheiL Wen zu können. - t: Mas den Werth dieses Werkenoch bedeutend erhöht, sind die geistreichen tiefsinnigen Auslegungen mancher schwierigen Bibelstellevvon dem HeroS des talmudisch-rabbimschen Judenthums Rabbi. MLsche

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