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Der Israelit · 1862-06-18 · Heft 25 (18.6.1862) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 25 (18.6.1862)
Date
1862-06-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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3. Jahrgang. Ein Centralorgan für das orthodoxe Judenthnm. HerauSgrgrbra vo» . vr. Lehmann in Mainz. Mainz, den 18. Juni 5622. (1862.) Dreje Zeulrnz erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, iu mindestens 1 Bogen. Preis des Jahrgangs: ft. 2. 30 kr. rh. Halbjährig fl. 1. tS kr. :t>. Vierteljährig 3S kr. rh Alle Buchhandlungen und Postämter nebmar Bestellungen an. Lester „Lisch« Banknonn laut Lours. Diese Zeitung wird nur in Verbindung mit dem „)sr. Lv eigeblatteabgegeben, sollte dickte franko« zusendung u..ter Streifband geuünsibt werden, io sind an die Ezpediticn pro Jahr. ang 3 Thlr. v. iL. orcr 5 -1. IS kr. rh. oder 6 fl. östrrr franko einzusenden. ' ^Da mit dem 1. Juli ein neues Quartal degilM, io erlauben wird uns die geehrten 'Ä * Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß nam entlich bei der Post das Abon- -- nemrut frühzeitig emeuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt. Eeitrnde Artikel r Der Gottesdienst in der Synagoge der jör. ReligicnSgkskllskbaft zu Mainz, von Oberlebrer Fuld. Literarischer Bericht. — Orthodox-isr. Bibelänstalr. — r-au jüdircher Armen- und PUgerwohnungen ta Jerusalem. Zettüngsnachrickten «nd Correfpondengenr Deutsch- Land: Karlerube. KarlSiuhe. Mainz. — O cfterr. Haiserstaot: AuS Ostungarn. Au- Ungarn. — Schweiz: Bern. — Palästina: Jerusalem Inhalt des isr. Anzeigeblattes. Zeitungsnachrichten und Correfj»or»den;en: Deutschland: Mainz. — Frankreich; Paris. Paris. Leitende Artikel. Dey GojjeslÜ^nst in Synagoge isr. I^iZionsgWWsfl su Main?, s von! Obrrlehreril'ulä. Das innere Leben de"s Menschen, die Welt seiner Gedanken und Gefühle von dem höhern und für das höhere Liberi, der Glaube an das Göttliche, der in ihm wohnt, die erreichte höhere Vollkommenheit ferner Seele, tritt in keiner Lcbenserscheinung so charakteristisch und eigenthnmlich hervor, wie in der öffentlichen GotteSvcrehrung. Je mehr der Mensch sich sttr das Höhere und Himmlische zu begeistern rnmag, desto tiefer hat sein religiöser Glaube Wurzel geschlagen, desto kräftiger ist seine religiöse Ueberzeugung geworden. Er nimmt vermöge seines inner» Lebens einen höher» Standpunkt auf der Stufenleiter menschlicher Veredlung ein; denn eB wird abgezogen vom nieder» Streben; sein Leben erhält eine höhere Richtung, ist einem höhern Lebenszweck gewidmet. Während der Geist des im sinnlichen Genüsse Schwelgenden stets von seiner himmlischen Urquelle mehr entfernt wird und am Ende alle Empfänglichkeit für die Erfassung der höhern Wahrheit verliert, gewinnt der Geist deerstere» stets eine höhere Klarheit in der Erfassung göttlicher Dinge. Dieses innere religiöse Leben ist einestheils ein Produkt unserer gewonnenen religiösen Erkenntniß; denn durch dieselbe entsteht der religiöse Gedanke, und dieser hat die Erweckung religiöser Gefühle, deren Keime im menschlichen Herzen vorhanden find, zur unmittelbaren Folge. Der Geist deS Israeliten wird durch das religiös Wissen nach Oden gelenkt. Die Menschheit tritt ihm in ihren höchsten Idealen vor Augen, und eine neue Gedanken- und Gefühlswelt muß die nothwendigr Folge davon sein. Je reicher und klarer die gewonnene Erkenntniß, desto reicher auch das innere Leben, wie unsere Weisen sagen .-mlo .-m-rrr L 'p. .^2-2 „eine reichere Therakenntniß schafft ein reicheres Lebens desto kräftiger werden auch diese

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