Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 23 (3.6.1862)
- Date
- 1862-06-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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s. Zahr-aug. M 2S. -'L i'' r - r Certtralorgar» für das orthodoxe Indenthnm. .. Herausgtgebrn von , c..-/ --.k» M». Lehwann in Mainz.' ' 7 Mainz, den 3. Juni 5622. (L862.) . Dtkse Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1 Vogen. Preis deS Jahrgang-: ff. 2. 30 kr^ rh. HaüsLhrig ff. 1. 1ü kr. rh. Vierteljährig 38 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Orsterreichische Banknoten laut AvurL. Diese Zeitung wird nur in Verbindung mit dem „JSr. Aazeigeblatte* abgegeben. Sollte direkte Aaakogüsrndung nnter Streifband gewünscht werken, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. E. oder 5 fl. IS he. rh. oder ' ' . k fl. österr. franko einzusrnde». Juhalt. Lettrnde Artikel: Dir Unterrichtsanstalt deS TalmudverelnS > in Berlin, vorn Dirigrntm derselbrn vr. Frirdländer. — Orthox-tsr. Bibelankalt. — Bau Mischer Armen» nnd Pllgerwohmmgen 1» Jerusalem. ZettungSnachrrchte» und Evrrespondenrenr Dent schlau v: Lanka«. Neustadt a. d. H. Kallstadt. Don der bayerischen Gremr. —Preußen: Berlin. — Oesterr. Kaiserstaat: Wien. Wien. AuS Mährm. AuSOstungarn. Inhalt des isr. Anzeigeblattes. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen r Deutschland: Frridurg. Feuilleton r Eittrnlrhrrn und Lrbrneregrln auS Talmud und Nidraschkm von H. Pollak, Rabbiner in Trebitsch. — Bilder auS der Ungar. Tiefebene. — Zustand der Juden in Marotte. Leite«--Artikel. Die NulMilKiAnslsIt ÄV WvmävWiNL in Mliii. vom Dirigenten derselben vr. L'rleülLLllor.*) Ein freudige Erscheinung ist eS sicherlich einem Jeden unserer Glaubensgenossen, der noch irgendwie Interesse an Juden und Indenthnm hat, daß inmitten deS JndifferentiSwus, der sich mit aller Kra^t dem Wir tntnebmtn obigen Aufsatz mit geringen Abänderungen 2. Berichte über die erwähnte Anstatt. nach allen Seiten hin ansbreitet, inmitten des Materialismus, der seine Herrschaft immer mehr z» Le» festigen, seine Eroberungen immer weiter auSzudehnen scheint, eine Anstalt zu keimen anfängt, die unsere Jugend vor JudifferentiSmuS schützen, dem Materia- E lismuS gegenüber den Lehre» des Indenthnmihr ' Recht verschaffen und «hatten soll. Die Theilnahmr, welche diese »och im Keime begriffene Anstalt gefunden hat, gibt uns den Trost und die Hoffnung, daß das Bewußtsein, einer Nation anzugehören, oeres Prinzipien Erkenntniß nnd Humanität sind, bei unfern Glaubensbrüdern noch nicht ganz erloschen ist, daß vielmehr überall, wo nur ei« anregender Lichtstrahl hinfällt, das schlummernde Feuer geweckt, Licht ruck Wärme erzeugt und verbrettet wird. Der Wissensdrang , der Trieb nach Erkenntniß ist rS, der diese Anstalt ins Leben gerufen; sie soll einem gefühlten i Bedürfnisse Abhilfe bringen. Dieses Bedürfnis ist i jedoch noch nicht allgemein empfunden und zum Be- : wußtsein gebracht worden; eine solche Zeit gehört zu! den Hoffnungen, deren Verwirklichung wir recht bald j zu sehen wünschen. Der Anfang der Anstatt konnte daher auch nur ein sehr geringer und unbedeutender sein. Aber wie das Leben des Menschen i»! allen seinen Fasern nur durch Gegensätze sich kundgibt, wie in der gesammten Natur Wirken und Rückwirken von einander unzertrennlich sind, so befriedigt auch die auf diese Welle gegründete Anstatt nicht bkoS daschon vorhandene und gefühlte Bedürfnis, sondern regt es noch mehr an, macht eS lebendiger nnd wahrnehmbarer, und schafft es da von Neuem, wo e-