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Der Israelit · 1862-05-21 · Heft 21 (21.5.1862) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 21 (21.5.1862)
Date
1862-05-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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s. Jahrg»«g. M 21 E r» Centrolorga» für das orthodoxe Iudenthum. HerauSgegeben voa « .,§ - . - 'I D». Lehmann in Mainz. ,'V. - 5-'-^^ - ' -7: : n <.'. Mainz, den 21. Mai .5622. (1862.) - ' : .' r Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindepens 1 Bogen. Preis des Jahrgangs: ff. 2. Ni rh. Halbjährig ff. 1. 15 kr. rb Dierteljahrig 38 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Oefferreichifche Banknoten laut Tours. Diese Zeitung wird nur in Verbindung mit dem ,LSr. Anzeigeblatte" abgegeben. Tollt, direkte Frank» Zusendung unter Streifband gewünscht werden, so find an die Srpeditiea pro Jahrgang 2 Thlr. p. L. oder 5 ll. 15 kr. rb. oder 6 fi. Lsierr. franko rinzosrnde». Inhalt. Leitende Artikelr Die Tmancipation der Israeliten in Baden. Erwiederungen auf verschiedene, ras ReligionsgrsetzUche oder die Tradition überbaupt betreffende reformistische Hutackkn, von vr. I. Hildesheimer. Liter. Bericht: Eine sogenannte Drasch».— Orthox-ikr. Dibeianstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgrrwohnunzea in Jerusalem Zeitungsnachrichten und Correspondenzenr Deutschlands Mainz. — Preußen: Magdeburg. Inhalt deiSr. Anzeigeblattes. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Kaiserslautern. ^7esterr. Kaiserstaat. Äoschsu. . Pr.:g. — England: London. — Algier. Palaepina: Jerusalem. — Belgien: Brüssel. Lekten-e Artikel. W Gmnn^ßtliion I6rAeNL;n in Driützn Ein Gefühl hoher Freude so wie der dankbarsten Anerkennung muß sich der Herzen aller Israeliten bemächtigen, welche das glänzende Ergebniß der AbstimUnung über die Emamipationssrage in der badischen Kammer vernahmen. Die seit einer Reihe von Jahren so oft beantragte Gleichberechtigung der Israeliten hat eine Lösung gesunden, die, wenn wir die darüber früher gepflogenen Dcrbandlungen entgkgcnhalten, dcm Gerechtigkeitssinne der badischen Volksvertreter das glänzendste Zcugniß auSstkllt Die Hemmnisse sind entfernt, welche der freien Entwicklung des Israeliten im Staate entgegenstanden, und die Bahn ist eröffnet, auf welcher ein Jeder nach seiner individuellen Kraft dem Staate am Meisten nützlich werden kann. ' , . Die Israeliten Badens werden sich wir zweifeln nicht daran, der ertheiklen Gleichberechtigung würdig zeigen. In edlem Wetteifer mit ihren christlicher: Milbrüdern werden sie der Förderung de- Staatswohls ihre Kräfte zuwenden, und es kann eine wetteifernde Anstrengung der Kräfte nur belebend, entwickelnd und kräftigend auf das staatliche Leben wirken. Dir sprechen darum auch die zuversichtliche Hoffnung aus, daß die segensreichen Folgen, welche nach den ewig unwandelbaren Gesetzen.in dem geschichtlichen Gange der Völker der ansgeübten Gerechtigkeit folgen, in der weitere» Entwicklung der staatlichen Dmge auch in Baden nicht auSblciben werden, und daß man einst mit Befriedigung aus den edlen Fürsten, auf seine Näthe, wie ans die n ureigen Volksvertreter blicken wird, die jener glücklichen Entwicklung durch die volle Anerkennung des Grundsatzcs der Gewissensfreiheit die Schranken geöffnet. Was wir aber bei dem Ergebniß dieser wichtigen Verhandlungen als einen besonderen Triumph z» bezeichnen haben, ist die Anerkennung, die man der isr. Religion zollte. In den früheren Verhandlungen wurde nicht selten die iSr. Religion als Motiv/der Rechtsverwirrnng hingt stellt; sie, hieß eS, treH bei dem Israeliten der vollen Ausübung der Bürgerpflichten im christlichen Staate hemmend entgegen.

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