Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 20 (14.5.1862)
- Date
- 1862-05-14
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-2447036-2447056--01285-2456531- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
15b Lnnmmigtü rerjscbieäene üss Reltzionüg^Micke oäer äie Trsäition udecksuyt detrejfenäe reftrmWMe GutscKten ' von Dr. ^l. LLläogLslruor. (Schluß) Uns will nämlich scheinen, daß mit dem vorausgegangenen 1113 123^31 12'33 ^»13V3 alleuiöglichen Situationen „wo man sich auch befindet!" bereits einen Ausdruck gesunden haben, doch dies nur beiläufig. „Bezieht man nun dieses auch speziell aus das Niederlegen und Aufstehen, so bestimmt eS doch nur für jeden Einzelnen den Moment, wenn er sich wirklich niederlegt und aufsteht." Mit Ihrer Erlaubniß ist dies die rezipirte Ansicht des n"3, .1M3 P221L7 Oisrl und wie alles Frühere und Spätere nicht nur, „nicht ganz im Einklänge mit allen casuistischen Vorschriften," sondern das gerade Gegentheil derselben. Sie mögen in Gottes Namen mit Ihren „geehrten und gelehrten College»" über Judenthum ms Blaue raisonniren, so viel Sie wollen; nur lassen wir das nicht in die .irri> hineinstellen. Ich brauche wohl nicht erst zu sagen, daß der 2"3 (daselbst 12) indem er sagt, das Motiv des I2,p3i sei rrrwvosr nur durch ein ipv 211p vom Verfasser als Gewährsmann angeführt wird. Unser scharfsinniger Camist folgert jetzt daraus, daß, da der l'erwüms aä yusm des Rab. Jehoschua nur «23vorr, auch der l'eroüous a guo nur eine solche und als v"p in die Nacht hinein zurüögeschoben werden kann. Ist Einem schon solcher Wahnsinn vorgekommeu? Gefährlicher ist die Täuschung, die uns der Verfasser zum Schlüsse dieser Gedankenverbindung aufdewahrt hat. Derselbe findet für seine Aeußerung eine Analogie in dem welches bekanntlich von Vielen gleich nach .1212.1 ivv also bei Hellem Tage gebetet wird. In der That aber bleibt, wenn man genau nachsieht, auch hier nur Dunst, nichtals Dunst übrig. Für das in Rede stehende Früher- Beten gibt eS ber den 2'N?rri hauptsächlich folgende Rechtfertigungsgründe: 1) sei dies nicht daS eigentliche PLV (*'Vi); 2) sei nach «M2' *i Berachot 26, n (Borgt. 27 s) dies wirklich schon die richtige Zeit weil nämlich schon nach NVN.1 NP'M der Ausdruck anwendbar sei, ('i"2); 3) weil dafür Gewährsmänner in der r^"i3 2 d. (Thoß.); 4) wegen "NZ-ri 'nio (allerdings letzteres wohl nur in Verbindung mit obigen Gründen). Alle diese Gründe fallen aber bei 2'i2v bv v'p weg; denn: ») es gibt hier kein Acquivalent für .122.1 v'p, lr) vor .i'p ist so wenig Tag, wie vor.i'o Nacht; e) es gibt nicht, einen einzigen Gewährsmann dafür; und ck) auch von ^11221 'nio nämlich der zweimaligen Versammlung zu .11:2 und 3'ip2 ist hier nicht die geringste Spur. Also ist das Beteu vou vor Tag. wenn es mit der .1212 geschieht, .ibv3b .1212 und wenn ohne dieselbe, wenigstens ein sträfliche- Unterlassen der 2M2, da man mit solcher nicht ist*). Endlich werden wir noch mit einigen Phantasier» über 2>L2 traktirt. Verfasser gesteht zu, daß MaimonideS .1^22 3. 7. ganz korrekt spricht; eS fällt jedoch auf, daß solches im Sch. A. 89. k. nicht so ganz geschehen. Zur Erläuterung dieser ''wp bemerke ich wieder, daß dort festgesetzt ist, man habe mit der .1^22 nach v".i"p seine Pflicht i3p>i2 erfüllt, eS steht aber nicht, daß wenn früher, nicht. —Za; fährt der Kritiker fort, warum bemerkt denn oer rrv"i die-, rücksichtlich des Ifervainn» nck quam j« eigens? .iL^p.i i'zH erlaube ich mir diese "Np damit zu beantworten, daß im 1312 nur bemerkt ist, man habe nach 2122 kein .1^22 i3V, nicht aber, daß solches iiOX sei, wie daS auch wirklich nicht oer Fäll ist; (Vergl. rr"2 daselbst) detzhald hier die Bemerkung Oben dagegen beim ^erwinn» a yno ist der MMittelbare Schluß auch für den StandpuuK von Schulkindern schon gegeben. Unmittelbar darauf hat der Verfasser wirklich ein Körnlein gefunden; er bemerkt nämlich, daß ''Vi zur Stelle Schlgw.: 2'lM bin i» Rede stehenden Vers auf Vp und nicht auf zu beziehen scheine. Dies hat schon 2"p"v bemerkt und auf einen Widerspruch mit ''Vi 29 d. Schlgw.: 2p mouirt. Allein schon 3?p' pir replicirt sehr richtig, daß "Vi hier auch id'sri meine, wozu ich nur als Unterstützung die Bemerkung hinzufüae, daß hier ja ans die Frage «ip '«2: worauf erklärt 3t>222d 2wr>i geantwortet werden soll. Wie sich Kinder und Advokaten dar Beste «mkzubewahren pflege», so reservlrt sich unser CulluSordner auch die letzte Karte auf da- Ende. 3» Berachot 30 a. 'i, (welche Ansicht gegen die Mr 2'IMMI ist) glaubt derselbe eine» glümichen Fund gemacht zu haben. Natürlich ist chm davi'.i viV die einzige richtige Erklärung, weil sie jbm so fchS» in den Kram paßt. Wer aber keine Verpflicht«»- zu „Aushilssmitteln" hat, wird eingestehe»,, dast selbst diese 2^22, welche 2,'.i 211p gebetet wirb, sicher nicht als .13,n 2^22 anmmmt, vielmehr wie '"s zur Stelle schon äußert i!?r .i,3x nur eiue .1313 verrichtet habe» läßt, was aber bet uns Wegfälle (Vgl. rr'2.) Wir entschließen uns hiezu vW leichter, als daß wir *'Vi eine solche durch Nichtbegründete Ungeheuerlichkeit sagen lassen, daß v"hvor *) Tine schöne Zusammenstellung und Untersuchung deS ganze» dleSbezügllchm Stoffe» findet man noch Ml 1* z. St.