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Der Israelit · 1862-04-30 · Heft 18 (30.4.1862) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 18 (30.4.1862)
Date
1862-04-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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3. Jahrgang. er Israelit. M 18. E r« Centralorgan für das orthodoxe Zn-enthnm. HerauSgrgrbkn vo» ' Lehmann in Mainz. Mainz, den 30. April 5022. (1862.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwoch-, in mindestens 1 Dogen. Preis des Jahrgang-: ff. 2. 3V kk rh. Halbjährig fl. 1. 15 kr. rh. Vierteljährig 38 krl rb. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Oesterreichisch» Banknoten laut CourS. Diese Zeitung wird nur in Verbindung mit dem ,JSr. Anzrigeblatte* abgegeben. Sollte d.rrkre Franko» Zusendung unter Etrrisi and gewünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. E. oder 2 st. 12 kr. rh. oder 6 fl. vsterr. franko rlnzuseude». Inhalt: Leitende Artikel r Zustände der Israeliten in Kalifornien. — Erwiederungen auf verschiedene, vaS ReUglonsgesetzUch; oder die Tradition überhaupt betreffende reformistisct'e Gutachten, von Dr. I. Hildesheimer. — Vau jüdischer Armen» und Pügerwohaungen in Jerusalem.! Zeitungsnachrichten und Correfpondeuzenr Deutschland: Weinhrim. Mainz. Meiningen. Karlsruhe.' — Preußen: Berlin. i Inhalt des iSr. Anzeigeblattes.! Zeitungsnachrichten und Coerefpoudenzenr Oesterr. Kaiserstaat: Wien. Prag. — Moldau-Walachei. I Feuilleton: R. Jehuda Hachoßid in RegenSburg, von Mäander Elsäßer. Leitende Artikel. Zlll-Irinlle äer Illrnelilen in ^nli^ornien. San Francisco im Februar. Ihrer freundlichen Aufforderung, geehrter Herr Redacleur, über die Zustände unserer hiesigen Glaubensgenoffen zu berichten, gern nachkömmend, vcr-! spreche ich Ihnen zugleich meiner heutigen allgememeren Daücgung derselben, künftighin speciellere folgen zu lasten.! Noch vor anderthalb Jahrzehnten war Kalifornien! ein mcnschenawes Land und die jetzige.Hauptstadt! desselben, die seitdem eine riesenhafte Ssusdehnurrg i gewonnen, ein unbedeutender Ort. Bald nach der! Entdeckung der hiesigen Goldlager im Jahre 48 strömten auch unsere Glaubensgenossen «. großen Masten hierher, von denen nur Wenige .sich aus daS Goldgraben verlegten, die Meisten jedoch sich dem Handel widmeten. Der Taumel und die Wirrsale jener Zeit, in welcher von allen Enden der Welt die Menschen herbeiströmten nnd bei dem Ungeheuern Gewinne alle Leidenschaften sich entfesselten, «erden Jedem, der sie erlebt hat, unvergeßlich bleiben. Aber gerade inmitten dieser Verwirrung zeigte sich der religiöse Kern, welcher unfern Glaubensgenosse» innewohnt; sie fanden sich bald zusammen, gründete« schon im Jahre 49 Wohlthätiaskeitsvereine, erwarben einen Begräbnißplatz und hielten an den hohen Festtagen Gottesdienst ab. Im Jahre 50 wurde der Wohlthätigkeitsverein „Aurelen" gegründet, der seine Verhandlungen noch heute in deutscher Sprache führt und nunmehr 3c 0 Mitglieder zählt, ein Vermögen von ungefähr 20,000 Dollar besitzt und gar vbel Gutes thut. Um diese Zeit wuchs das Vermögen Vieler rasch heran, und wiewohl verheerende Feuer Manchen obdachlos machten und Mehrere in den Flammen ihren Tod fanden, so erholten sich die Ucbrigbleib enden bald wieder von ihren pecuniären Verlusten, und ihre Anzahl wurde durch immerwährenden Zuzug reichlich vermehrt. Im Jahre 52 gründeten 40 Familien die deutsche Gemeinde „Amavuel"; bereits im Jahre darauf hatten sich die Mitglieder so ansehnlich vermehrt, daß sie eine Synagoge kauten, die nicht weniger als 36,000 Dollar kostete und die durch architektonische Schön-

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