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Der Israelit · 1862-03-12 · Heft 11 (12.3.1862) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 11 (12.3.1862)
Date
1862-03-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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85 alles Gute und Edle zn ersticken sucht, diese abgöts doch allein dem Rabbi Akiba 24,000 Schüler. Die tische Verehrung des eignen Ich'- zu vernichten de- > Vorsteher kamen an Las Haus eines reichen Manne-» stehlt uns das Purimfcst; statt dessen sollen wir I doch ehe sie eintraten vernahmen sie. wie er feine« Raum geben der Bruderliebe, die sich nicht eher des Diener befahl zum Mtttagsbrode Rüben, trockene Genusses zu freuen vermag, bis sie Dem Bruder da-! Rüben zu besorgen, denn die trocknen seien billiger von gespendet. Ach, warum sollen wir hassen Einer i als die saftvollen. den Andern, warum hindernd in den Weg treten Da sprach Einer zum Andern: Lasset uns erst Eurer dem Andern, warum nachtragen verjährten? zu den Übrigen gehen, denn war dürfe» wir hier Hatz und verjährte Beleidigung? Sind wir doch - erwarten? Als sie ihren Rundgang vollendet hatte». Bruder allzuhauf. Söh"e Eures Vaters, ist doch das , kamen sie wieder zu jenem Reichen, er aber schickte kommende Fest der Tag, au dem uns geschenkt wurde; sie zu seiner Frau, daß diese ihnen reiche eine Meinner ichon verloren gegebenes Leben. V'i'-r 2".-i'2 i Hymne, das ist ein großes Maaß voll Goldstücke. Die ^i-io;v.i ->,->r« p.-n rHi ip x'i'22 '2122!-? Frau aber sprach: Es gibt der Medvmnen zwei, ich Berauchen sollen nur uns rn der Punm-Freude, bis - will Euch die große Men, und sollte mein Man» wir kernen Unterschied mehr wissen, zwischen dem, > darob unzufrieden sein, so will ich'S ihm aumeine» den wrr wre Mardechar segneten, und dem, den wir! Prioatvermögen ersetzen.* Der Gatte kam nun da»» hatten verwünschen mögen wie Haman; verziehen sei - und dankte der Frau, daß sie das größere Maäß Allen, die uns beleidigt haben, begeistert von wahrer j genommen. Doch, fragte er die Weisen, warum seid Festesfreude mögen wir in jedem Mitmenschen den j ihr vorhin nicht gleich hereingekommen? Sie erwie- Bruder erblicken. In diesen Geiste mögen wir Gederten: „ Dir hofften nicht, von Dir so beoeutende schenke schicken Emer dem Andern. Gabe zu empfangen, da wir horten, wir Du zn Doch Me könnten wir es rechtfertigen, wenn Mittag zu speisen pflegst.* „Wieviele, sprach da der wrr m dieser unserer Herzensfreude unseres Bruders edle Reiche, wie viele von meinen Brüdern würden vergäßen, welcher in Dürftigkeit schmachtet. 21222: glücklich sein, wenn sie auch nur diese geringe Kost 2'2i'2«v datz wir Geschenke ertheilen den Armen, hätten. Wie. soll ich etwa mehr genießen als sie, daß wrr auch sie Theil nehmen lassen an unserer weil Gott mir Reichthümer verliehen hat, soll ich Punmfreude, auch ihnen gewähren die Mittel sich zu! etwa in Ueberfluß schwelgen, während die, dir der erfreuen am Tage der Errettung, ist unserer Festes- Gotteslehre leben, von drückender Roth und Hunger ferer schönster Schmuck und herrlichste Zier. Wer - geplagt sind?" Und die Weisen segneten ihn und wohl nennet sich Jude und hätte noch nicht empfuns Gottes Segen ging an ihm in Erfüllung, v, G. s. den, wre W, wie hrmmlich, wie beseligend das Ge- I D-, noch ist dieser hohe Sinn aus Israel nicht gefühl rit, die Thränen der Armen zu trocknen, ihnen 1 schwunden, noch schlägt vielen Söhnen Israels ei» rn der langen Reihe ihrer Schmerzenstage einen i ebenso warmes Herz! Aber wehe, wehe jenen Reiche^ Freudentag zu bereiten, zu verwandeln das bekümz deren Tisch sich' beugt unter der Last des Silbermerte Anlitz in ein freudestrahlendes, sie aufzusuchen ' und des Goldes in deren Prachtzimmer fließe» die in ihren Hätten, ihnen beizustehen mit Nath und kostbarsten Weine, und die sich nicht erbarmen ihre- That, ihnen aufzuhelfen durch Spende und Verwenarmen Bruders, die da abweisen die Bittenden, die düng, froh zu sein, daß es uns gelingt, durch sie ein da zirrückweisen jede Aufforderung zur Bstherligung Gottesgebot zu erfüllen! O, unsere Väter, die wußan allgemeinen Anstalten, die zum Wohle der Gelen zu geben, nicht mit trübem, mürrischem Antlitz, sammcheit gereichen, die sich entschuldigen imm-rmcht mit hartem Schmähewort versalzten sie erst die während, sie würden zu viel in Anspruch genommen; schon so bittere Gabe — nein, sie gaben ja das, j die Unglücklichen, sie wissen nicht, daß sie dereinst z» was ihnen nicht mehr gehörte, was sie als ->rw2! verantworten haben die Verwaltung ihrer, Schätze, schon getrennt hatten von ihrem Eigenthum. Und Ist doch Esther einstens nur deßhaib Königin worwenn ern Armer gezwungen war, seinen reichen Bruder : den, um ihr Volk zu erretten zur Zeit der Gefahr in der Gottesstadt Jerusalem um Unterstützung an- — hätte sie sich geweigert, nun denn, Rettung und zugehen, so nahte er ihm nicht mit gebeugtem Haupte , Schutz wäre gekommen, von einer anderen Sette, sie und niedergeschlagenen Blicken, nein, er sprach heiter aber wäre zu Grunde gegangen sammt ihrem väter* und froh: '2271, freue dich, Du, mein reicher Bruder, uchen Hause. — Hat doch der übelangewandte Neichich biete Dir Gelegenheit, durch mich ein Gottesgerhum einst Korach in den Schlund der Erde versenkt; bot zu erfüllen. war's doch der Reichthum, der dem Haman gestattete; Einstens, erzählen uns unsere Weisen, haben 10,0s>0 Kickar Silber dem Könige zu gelobe», für die Vorsteher der Gemeinde Israel gesammelt für die Ermordung eines ganzen Volke- — dieser sein die Schüler, die da kamen Thora zu lernen; man Neichthum brachte Verderben über ihn und die Menge brauchte viel zu diesem Zwecke, sehr viel; folgten j seiner Söhne. — Dem Wohlthätigen aber, wenn er

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