Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 7 (12.2.1862)
- Date
- 1862-02-12
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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S2 der Civilisation u.ld ihre Verwirklichung dürfe den Grundsätzen der Verfassung gemäß nicht länger verschoben werden. Würzburg. Anknüpfend an eine Correspon? denz datirt Würzburg Nr. 50, H. Jahrgang des Israelit, glauben wir dem zahlreichen Leserkreise desselben, sowie den vielen Freunden und Verehrern deverdienstvollen Herrn Oberrabbiners S. B. Bamberger zu Würzburg gewiß eine Freuoe zu bereiten, wenn wir ihnen mitth.ilen, daß die am angeführten Orte erwähnte und skizzirte Predigt des verehrten Redners von Seiten Sr. Majestät des Königs von Bayern huldreiche Beachtung gesunden hat. Von vielen Freunden aufgesordert, diese Predigt zur höchsten Kenntniß des Monarchen zu bringen, schickte sie R. B. nebst geeignetem Begleitungsschreiben an Se. Majestät, worauf folgende höchste Antwort an den Absender erlassen wurde: Sekretariat Sr. Majestät der Königs. Euer Hoch wohlgeboren haben die aus Anlaß des fünfzigsten Geburtstages Sr. Maj. des Königs gehaltene Festrede eingesendet. Seine Majestät haben dieselbe mit Vergnügen entgegengenommen und mich beauftragt, Euer Hochwohlgeboren Allerhöchst-Ihr Wohlgefallen für die an den Tag gelegte Aufmerksamkeit auszudrücken. Mit vorzüglichster Hochachtung Euer Hochwohlgeboren - ergebenster (gezeichnet) v. Pfistermeister, ' S. d. KgS. München, 20. Januar 1862. Hamburg. (Finanzbericht des Vorsteher-CollegiumS der deutsch-israelitischen Gemeinde zu Hamburg vom Jahre 1848 bis 1860.) DaS Vorsteher- Collegium der deutsch-israelitischen Gemeinde in Hamburg hat im Dezember v. I. einen Finanz-Bericht über die Jahre 1848—^1860 veröffentlicht, dem wir einige Data von allgemeinem Interesse entnehmen. Die Gemeinde zählt gegenwärtig nach möglichst zutreffender Berechnung etwa 12500 Seelen, also etwa 2500 Familien. Davon waren im Jahre 1860 4940 Contribuirende incl. 38 contribuirender Fremden. 261 Familien erhielten wöchentliche Armenunterstützungen. Im Jahre 1848 zählte die Gemeinde nür 1556 Cöntribuenten incl. 110 contribuirender Fremden, und 291 Familien erhielten regelmäßige Wochengelder. 1860 war der Gesammtbeitrag Mark 108,53 t von 1902 Mitgliedern, deren 215 über Mark 100, 905 von Mark 21 bis Mark 99 und 732 Mark 20 und darunter steuerten. 33 Fremde leistete» zusammen einen Betrag von Mark 1406. Die höchste Gesammtausgabe halte das Jahr 1855 mit Mark 137,893.1 Sch.; die niedrigste das Jahr 1850 mit Mark 106,130.4. 1860 war die Gesammteinnahme Mark 155,071.5. Die Gesammtausgaben ohne den bleibenden Caffensaldo Mark 125,807.5. Die Verwaltung schloß 1860 mit einem Status, der ein Activ-VermSgen von Mark 1,401,287.10 nachwies, welches aus Immobilien, Mobilien, Depostten-Kaffe milder Stiftungen, deponirter Valuten für div. Stiftungen, Testamentensonds, Spar- und TilgungSfond, und dem Bestand der Hauptkaffe bestand. Dagegen betrüge» die in Unkündbaren Schulden, Temporären Schaden, Kündbaren Schulden, Uneigentlichen Schulde» bestehenden Passiva ein Capital von Mark 1,265,223.3. Den Glanzpunkt der ganzen Verwaltung bildet unstreitig dar Armen-Wese». ES beträgt ungefähr 56 Prozent des GesammtbudgetS, und zählt mau daz» die Ausgaben für das Schulwesen, das in Hamburg ebenfalls nur der Jugend der Armeu seine Fürsorge zuwendet und liz Procent der Gesammtausgabe» in Anspruch nimmt, so entfallen 76z Procent der Gesammtausgaben auf da- Armenwese«. 1860 betrug die Ausgabe für'- eigentliche Armenwesen Mark 69,344.7, für'S Erziehungswesen Mark 14,967. Zusammen somit Mark 84,311.7 Wir bemerken darunter Wochengelder Mark 22,515.4. Momentane Unterstützungen Mark 4467.7. Verschämte Arme Mark 3029. 6z. Waisenpflege Mark 2l45.4H. Unheilbare Kranke Mark 1691.2. Allgemeine- Krankenhaufür Irre Mark 3936.14 (!). Bcod- und Suppcn-Bertheilung Mark 77323z. Beerdigungskoste» Mark 1040.10. Zuschuß für da- Krankenhaus, i» welchem 254 Kranke verpflegt wurden, Mark 14,458. Für durchreisende Arme an 856 Personen Mark 2992.9. Zuschuß zur Mazzoth-Versorgung Mark 2831.14 (be- Irug 1854: Mark 3412.3). Zuschuß zu den vier öffentlichen Gemeindeschulen, in denen 764 Kinder beiderlei' Geschlechtes größtenteils ganz unentgeltlich unterrichtet wurden: Mark 14,487. Bedenkt man, daß hinsichtlich eines großen TheilS dieseS Armenwefeus die Gemeindekasse nur subfidua-