Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 4 (22.1.1862)
- Date
- 1862-01-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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3. Jatr-«»-. M4. Der Israelit. 'l i' . -?.N ..^7 : j ' l E i a SenLsalosgmr Ms bas orthodoxe Iubeatham. Ha«Sgezeb«» tzm lvw. Lehman» l» Mainz. , Mainz, den 22. Januar S622. (1S62.> -. «r 1.:r7 .r. l rk>!. > '!t'.' k H;.' . . 'rs :r u."iV Liese ZriNiNg nsäemt wöLeDttich eivm^l, MittwvLS, d» winbepens 1 BrAr». Pr«» de» JahrKiwz-r fl. 2. 30 kr. th - Halbjährig fl. 1. 15 kr. ih. Linteljährig 38 kr. rh. LVe Vvchhandtunge» und Postämter nehmen Leprllrmge» an. Oeflnreichische ' Banknoten laut ScurS. Diese Zeitung wird nur ln Verbindung mit dem ,Jsr. Anz«igkblatir^ abgegeben. Lallte blreve Frankoznsenbung »r.trr Ltteistanb gewünscht werden, so find au die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. L. oder ü fl. IS kr. rh. oder' 6 fl. Lsterr. frank» einzusmde». Inhalt. Leitende Artikelr Die Orgel in der Synagoge, non O. Lolmannfohn. — Literae. Derlck't: Einige Werte über dir lilerarischen Werke drS Herrn Tipr.-Rattinertr S. B. Damirrgrr in Dürzburg.^— Orthcx-isr. Videlavpait. — LritunaSnachrickiten und t§orrespondenjen: Deutsch, tanv: Aub Wvrtembrrg, Darmstadt. — Preußen: Berlin, aut Lberschltfien, Vxin. — Oesterreich. Laiserstaat: Ltuhiwelßrnburg, Lyrnau. Inhalt des isr! AnzeigcblatteS. Zeitungsnachrichten und 'Correspondenzenr Frankreich: Parts. — Rußland: Warschau, Warschau, Warschau. Feuilleton: Schema JiSraett — Leitende Artikel. Die Orgel in äer Iynngoge *) Die Frage, ob Musik und specicll ob Orgeltegleilung beim Gottesdienste stattsiudcn dürfe, hat be- ") Anm. der R ed. Wie wohl wir die Orgelsrage in den beiten jüngst«» Nummern btreilo evc'führücb ttspicck>en haben, so holt«» wir ct dennoch für arge» ,ss n, unskrn Lrs rn euL das rcmplttNtr Urth.il unstret geel.rtei, Mit^rtet'rö lO. brlmann» sein ist Psllito, rm rwrs b«währt«n crihotorrn Nabtkru) mit« zutheilrn; die Lrogf i'» wichtig genug, um von vrrschirdenen Seilen wiederholt b,leuchtet ju werden. kanntlich die Reform durch ihren prononcirten Re- - prasentantcu, Jakobsohn, vor nunmehr schon einem halben Jahrhundert t h als Schlich bejahend beantwortet, und wo seitdem die Orgel eine Stätte in der Synagoge gefunden, da wurde, nach jenem Original- : wüster der modernen Synagoge, das Gebrkitual mehr oder weniger aus den normativen Bestimmungen des Gesetzes herausgehoben, da wurde» ganz besonders diejenigen Gebetstücke, welche wie die Opsergcbete mit dem CultuS der Wischen Vergangenheit, und wiederum solche, die wie die wtsfianischen Gebete mit den theuersten und heiligsten Hoffnungen und Erwartungen Israels in der Zp- . kuust im engsten Zusammenhänge stehen, von der Reform perhorrtscirt und aus der recipirten Agende gestrichen. Wrr finden in diesem Verfahre» nur die strengste Logik. Wird dem Gottesdienste die Musiklegleitung freigegeben, dann muß auch jeder Hoffnung auf eine durch den Messias zu bewirkende Nestaurirung dieses CultuS der Ausdruck im Gebete verweigert werden, und wieder umgekehrt, wo man ortL dem Gebetritual die Opfer und messianischen Gebete entfernt hat, da kann die Frage über die Zulässig!« it der Musik beim jüdischen Gottesdienste nicht anders als bejahend aussallen. Sehen wir uuS einmal die Folgerichtigkeit dieser Sätze genauer an. Der Jude, wie er in Wahrheit ist und sein soll, erblickt in den Institutionen des Judeuthums di untrüglichste Manifestation des göttlichen Geistes, sie sind jhnz daher die einzigen, alleinigen und nvthwendigen Miti