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Der Israelit · 1862-01-15 · Heft 3 (15.1.1862) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 3 (15.1.1862)
Date
1862-01-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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als uns Jemand um Rath fragte, ob er dem Vereine bcitreten solle, ihm allerdings dazu gerathen, jedoch nur unter der Bedingung, daß er jenen Paragraphen als für ihn nicht bindend bezeichne. Gründet immerhin derartige Vereine, in welchen die Bedrängten eine sichere Unterstützung finden; aber verzichtet nicht auf die Privatwohlthätigkeit, selbst dem Ortsfremden gegenüber; und wird man einmal von einem Nichtswürdigen betrogen, so gedenke man des Ausspruches der Weisen: (Kctubot 68 a.) v'xn.i u".i;.i pr«2i- .-.2:2 pnnn 1x12 nun -;2 .l'.ll "1 78 j'^> 2" -22. „Kommt, laßt uns auch den Betrügern (welche der Unterstützung nicht würdig oder bedürftig find) dankbar sein; denn hätten wir durch sie nicht einen Vorwand, so wäre es unendlich schwer, der Pflicht der Dohlthätigkeit zu genügen, und wir würden uns alle Tage versündigen, denn also heißt's: und er wird rufen wider Dich zu Gott, und es wird an Dir hasten Sünde. (5. B. M. C. 15.) Oesterreichischer Kaiserstaat. Aus Ungarn, im Januar. Eines der schönsten und günstigsten Zeugnisse für die warme Anhänglichkeit unserer Nation an dem angestammten Glauben der Väter ist unstreitig die tiefe Pietät sür's Keilige Land, die sich zu jeder Zeit in allen Schichten der zerstreuten Judenheit kundgegcben. Denn nicht der Boden allein, nicht die gewöhnliche Erdscholle ist es, die uns mit solch' unwiderstehlicher Zauberkraft anzieht: die Gottesidee in Verbindung mit unserer großen nationalen Vergangenheit, die dort vor Jahrtausenden an den Tag getreten, ist'S vielmehr, die jene Stätte mit dem Lichte der Heiligkeit umstrahlt. Der Erdstrich, auf dem unsere Erzväter gewandelt und gottbegeisterte Seher das ewig belehrende Wort verkündet; auf dem Israels nationale Selbstständigkeit glorreich erstanden und untergangen — dieser Erdstrich, er ist und bleibt für jeden glaubensgetreuen Israeliten heilig und mit der innersten Faser seine- Herzens innigst verwachsen. Die jüdischen Bewohner dieser heiligen Stätte, denen fast jede Nahrungsquelle gänzlich unzugänglich, erfreuten sich daher stets der lebhaftesten Theilnahwe ihrer Brüder in allen Wclttheilen. Bilden diese Glaubensbrüder doch eine Kette, die Israels Vergangenheit verbindet mit seiner großen verheißungsvollen Zukunft. Es find diese die alleinigen VertreterJuda's aufdem Boden, der ihm wohl zeitweilig entrungen, nicht aber streitig gemacht werden kann! Die verschiedenen Vereine und Comitä's zur Unterstützung der jüdischen Bewohner Palästina'- habe» sich somit nicht bloß um diese hilflosen Armen, sondern zugleich um die Erstarkung de- Gotteswortes, namentlich des McsfiasglaubenS unsterbliche Verdienste erwerben. Auch hier in unserm weiten Ungarlande trat ein begeisteter Mann zur Realifirung eines sür's heilige Land bestimmten, gottgefälligen Werkes ans. Herr H. Boos au- Prerau in Mahren, ein durch streng religiöses Leben und bestbewahrten Charakter vortheilhast bekannter Mann, hat es sich zur Ausgabe gemacht, der neuen Synagoge zu Jerusalem zwei .-ui '->22 nebst zwei n-.p '-2 — eineau- Silber, das andere aus Gold mit Edelsteinen besetzt — persönlich zuzuführen. Derselbe, durch Empfehlungen von namhaften Nabbiinn unterstützt, bereist nun da- Land, zu obigem Zwecke milde Gaben sammelnd. Die Theilnahme für dieses Unternehmen verdient eine rege und allgemeine genannt zu werden, wodurch er bereits in den Stand gesetzt ist, zur Verwirklichung seiner Idee thatkrästigst schroten zu können. Mit dem Schreiben der.11m ist Herr Polak in Waitzen, mit der Anfertigung der Vip '-2 H. Kiralyi in Komorn betraut. . Wir schließen mit dem herzlichen Wunsche: eS möge diesem verdienstvollen Manne ivx vipv ^22 ,'-21 rp freundliches Entgegenkommen zu Theil werden und mögen die Bestem in Israel ihm hilfreiche Hand bieten. — 112 vx -2 .11.122 M2' spvb t i'tiwx 'shx- U.L. «rrantw. NtdaMcn Dr. Lehmann. — Dntaz drr Lr Roux'schi» HofiuchhcnUung. — Druck von I. EottSleten br Malup r

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