Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1861-11-20 · Heft 47 (20.11.1861) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 47 (20.11.1861)
Date
1861-11-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2446951-2446984-2447030--01024-2456246
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

7^?>» 562 begierige isr. Jugend in ^eue Bahnenjünd zogen sie., von der jüdischen Wissenschaft ab. DgS sind 'grujm Allgemeinen die Ursachen, die!an sind sürj sich' wohlthatig zu wirken bestimmt, nur durch dasUsbermaaß der Wirkung die traurigen Folgen berbeigeführt haben, Vorstellung, mocht^ er nichr aufgebe«, aber die Gefttze des IudeqthnmS wollte er zum „Andenken* gehalten wissen (f. verschiedene Nummern des Jahrgangs l855 der allgemeinen Zeitung des JudenthumS), bis die neuere freiere Wendung der Dinge in Preußen an denen wir noch heute leiden. Aus ihnen erkläre«^ seif dem Jahre 53 ihn wieder »^gestimmt hat- — sich auch die ^fihemHgen auf dem Gebete des 'Ss-'.>. Merdeß waren nun auch, einzelne, für das JuWufentlichcn Gottesdienstes. -Während der Zeit des . thMhegeisterteMänner aufgeteeken, die sich trotz allge- Druckes und der Verfolgung war unfern Doreltern^ ninner Bildung ihr Jaoenlßum echt und unverfälscht das ästhetische Wfühl.so'ziie^lich abhanden'Man^teri^jHoährt Hake«. Wir braüchm ^nur auf einige heauch hier ging man ras Extrem über, und statt sich: deutende Namen zu verweisen: BernayS in Hamdamit zu begnügen, Ordnung und Ruhe in den. bürg, ELtlänger in Altona^ Adler Ln Oldea- Synagogen herzustellen, opferte man die Dchachtde^' h'urg/Wannover und London, Bamberger Aesthelit und griff zur Mchahmung ftemder EMe. - in Würz bürg, Hirsch in Oldendnr^ Emdens Akhulich verhielt cs sich auch mit denAabbinen. Die r Nicolsburg und Frankfurt a. M.. Lämenalten, frommen und gelehrten Rabblnen, die vor fünf r stein in Gailingen und TauberbifchofSheim Jahrzehnt en noch überall blühten, hielten sich und - Pleßner in Berlin und Posen rc. sind in Deutsch - ihre Kinder und Schüler von der Gewinnung mo- , land die Vorkämpfer, die bei echter strenger Orthodoxie, deiner Bildung zurück; in den Gemeinden war unter-; bei gediegenem talmudifchsm Wissen, theils durch Wort deß das Bedürfniß nach reindeutfchem Bortrage in! und Beispiel, theils durch Wort, Beispiel und Schrift eine der Synagoge mach geworden, und wer nur predigen «r»r-s- K-s tonnte, wurde in den zwanziger, dreißiger und vierziger fahren als Rabbiner insiallirt, ohne daß viel nach seiner rabbinischen Befähigung gefragt wurde. Diese Erscheinungen gipfelten sich in den Nabbinerversammlungen zu Braunschweig, Breslau und Frankfurt a. M. Hier war es, wo die gänzliche Unfähigkeit, die gänzliche Unbedeutendheit dieser sogenannten neue Generation heranbildeten.*) Diese jüngere Generation ist jetzt im vollen Aufblühen begriffen: überall mehren sich von Tags znTage die jungen orthodoxen Nabbinen und die Zeit scheint zur Besinnung kommen zu wollen. Die Ueberstürzungen hören auf, und unsere religiösen Zustände sind bei weitem nicht mehr so trost- und hoffnungslos wie sie vor zwei Jahrzehnten gewesen. Ueberall ermannt sich und modernen Nabbinen offen;n Tage trat. Sie wollten! kräftigt sich die Orthodoxie. Schulen werden gezrünein neues Judenthum schaffen und schafften—Nichts. Die kcei'enden Berge gebahren ein lächerliches Mäuschen. Diese ihre totale Unfähigkeit, ihre Wirkungslosigkeit und der Mangel an Befähigung, irgend Etwas für oder gegen das Judenthum zu leisten, erkannten die Helden jener Versammlungen, bis auf Wenige, selbst an und zogen sich in ihre vier Pfähle zrirück, ruhig und' ungestört daselbst den Ertrag ihrer Pfründen zu geniesten. Dazu kam noch daSJahr48, das Unbesonnene zur Besonnenheit zu führen geeignet wür, und da als Rückschlag jenes Jahres die Reaction namentlich in Preußen zu blühen begann, suchte selbst PiMypsön, dieser wankende, schwankende, vom Zeitgeist hin- und hergelriebcne Berufer der Nabbinerüerlammlungen seine» Flieden mit dem alten Judentums zu schließen; seinen Deismus zwar, das heißt seinen Glauben an einen Gott ohne Wille und det, in denen die Jugend wieder zur schriftlichen und mündlichen Lehre hinangsführt wird, so daß ein Geschlecht heranwächst, welches fähig fein wird selbst zu prüfen und zu entscheiden, das sich von keinem Reformrabbinen ein x für ein u vormachen kaffen wird. — WaS aber wird aus den Anhängern der Reform werden? Treten wir ein in ihre Häuser, auS denen der Sabbat, die Feiertage und die Spsisegesetze verbannt sind; während die Aeltern noch mkndenstenS eine jüdische Erziehung genoffen haben und noch mit den losen Fäden der Gewohnheit nnd der Erinnerung am Judenthume hangen, erhalten die Kinder eine völlig unjüdische Erziehung; sie erfahren vom Judenthume Nichts, als was ihnen durch das Consect eines wenig Wir kannten den obizen Namen noch viele binzusiize«, uad bitten den zeebetea Leser dir Reibe stirer rvle» Männer selbst zu vervoltstLnbtgen. - '

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.