Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 46 (13.11.1861)
- Date
- 1861-11-13
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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heit, die von eine^ve^chüTtm^rab«) herßamms,- entgehen sollte; soi^eS zu meiden Mr «§ doc^ auH) nicht am Ufer dkS^FluffeS gewiß;^uni' einen sicher reinen Ort zu haben, hätte er im Flusse selbst stehen) müssen. Diese Stelle gibt uns also keine Aufklärung, d. h. weLW «ifrtztz «ie. «W'ZP «phl gewöhnlich auffaßt, und mke mir sie gegeben haben; mir werden aber sehen, daß sie anders zu verstehe« sei, und anders aufgefaßt, die besondere Erscheinung, bei den exilischen Propheten hinlänglich erklärt. Auch Iben Esra wird auf diese besondere Erscheinung aufmerksam, indem er in seinem Kommentar, zum Dan. an den beiden betreffenden Stellen (8, 2. lO, iss'Hmzüfugs^'H T Joseph Jachiades in seiner Paraphrase des Daniel nimmt den Worten »Am Flusse Mai" (c. 3, 2.) ihreu nätürlichen Sinn und gibt ihnen ungeschickte und abgeschmackte Deutung. Daniel habe nämlich erwogen, ob Gott das Volk wirklich oder nur vielleicht zurüäsühren werde. Hiernach soll *72,rr in dem Sinne von ttmrr d»rwrr „wahrlich wir sind schuldig" genommen werden. Besser, aber auch unrichtig, versähet er mit v. W, 4); wo er den Daniel den Fluß als Symbol des reichen göttlichen Segens nur in der Vision sehen läßt. Doch das Factum läßt sich nicht hinwegdeuten- Ezechiel und Daniel haben wirklich am Flusse geweissagt, aber warum?)- . .I - . Marbanel' giebt unS ein Mittel an die Hand das Näthsel zu lösen, er sagt in seinem Commentar zum Daniel") nrL' bp -7^2^ „Cs. hat sich gefügt, baß Daniel einsam einhergegaugen ist am Ufer des Flusses.") Abarbanel sagt nur das eine Wort und in diesem einen Worte liegt die Lösung des Näthsels.. Wenn Dämel prophezeien wollte, )o suchte'er das einsame Strömuser aus, rpeil cr 'die E'msamtcit wollte, aus der Stadt sich hinauSsehnte.'. Hierfür laßt sich aber) folgende ErklärUil^geden? '"l"" ' '' ' . Cs gitt als Regel,,.haß. das Gemüth.des Pro- - pheten für.die-Prophetie empfänglich, sein muß, das Gemütb darf nicht traurig'gestimmt, nicht niederge- .'dckt? es muß--freudig gehdbrn fein?) Sö ließ Äischah sein durch de« Äsblick d^S swidlge) LömgS,Iehora«! niedergedrücktes Oeinnth erstchirrch de» Klander Zaute/ysben*), tim dasselbe ^für die Aufnahme der Prophetie empfänglich zu mache». Man kan» sich lebhaft denke«, daß ei» solche^ dry-Aot^ßch» PMtzete«: berufm.chatte, lies dar Leide» feines Bottes empfand, als eS hinweggerisse» wurde von feinem Eigenthume und hinauSwander» mußte in haS Land fremder Herrscher. Sie, die Propheten selbst, waren fern von ihrem Mutterlande, getrennt von ihrem heimathlichen Boden, wie konnte sich da ihr Gemüth heben, wie konnte« sie i« solch gedrückter Stimmung sich zur Prophetie erheben? Da eilken lke hrnäuS kn de» Fluß/der da znsaM'M»- kettet die fernstm Gegenden, der den Fremdling wieder verbindet mit seiner Heimath, ihn sich hinträumen laßt nach der heißgeliebten Scholle des Mutterlandes. Hier war es, wo sich die Propheten für die Prophetie begeisterten, wo sie sich in Verbindung dachte» mit ihrem Vaterlande: da hob sich ihr Geist und ihre Seele entstammte, und der Geist Gottes' kam auf sie hernieder. ... Wenn wir aber nur bei diesem Grunde stehe» bleiben, so hatten die Propheten immer gerade a» den Fluß gehen müssen, um weissagen zu können, das finden wir aber nichk, und wir haben noch eine» zweiten Grund nöthig, welcher einfach der ist, daß, wenn sie sich auch nicht besonders begeistern wollten, es ihnen nicht möglich war, in dem Tumulte der Stadt, inmitten heidnischer Feste und heidnischer Tempel, sich, empfänglich zu machen für die Prophe- « zeiung, weil auch ein solcher Anblick sie betrübte, sie mußten also die Einsamkeit suchen, aber nicht ge- , rade an de!» Usern eines Flusses, i Hiermit erklärt sich mmr auch die oben angeführte Stelle des Midrasch .Jalkut. ^Nnter ist nicht eln von Leichen reiner Platz zu verstehen, sondern ein Platz der Reinheit, rM von Götzen upd ' Götzenbildern, hindeutend nur aus die Einsamkeit, die! außerhalb der Stadt gesucht weiden mußte. '^'2? hingegen deutet' aus die Ström-Üser. hinwessznd aus! die) bclondere Hegcisterung, ) ur die' sie sich "versetzten. '! Nun besagt alfo sene ' Meinung. im Midrasch^' haß ^wenn Ezechiel und Daniel schon vor dem Exil rm h.