Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 44 (30.10.1861)
- Date
- 1861-10-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wir sind überzeugt, daß es nur dieses Aufrufs bedarf, um Ihrer vollsten Theilnahme an diesem wohlthätigen Unternehmen versichert zu sein und geben unS der Hoffnung hin/ dag die Mittel derart reichlich stießen werden,!um eine unserer Gemeinde würdige Anstalt zu gründen, in welcher auch Pfründner anständiges Unterkommen finden können. Sobald die Subskriptions-Listen ci^ulirt haben werden, die das Unterzeichnete ComitÄ! sich beehren wird, Ihnen demnächst vorzulegcn, soll eine Generalversammlung der betreffenden Beitragenden! cinberusen werden, um sowohl die Grundzüge für das zrr errichtende Hospital und Krankenhaus festzustellen, als auch eine definitive Ho Spi tal-V erm alrungsconrmisston zu wählen. ' - i '!! Nachdem dieses geschehen, betrachten wir unsere Mission in dieser Sache als beendigt. M ainz, den Ir». Octbr. 1861. Das Eornitö zur Errichtung eines allgemeinen israelitischen Hospitals und Krankenhauses: Hugo Bondi, Nathan Frank, Lazarus Friedmann, Martin Haas, Jacob Heu ochsberg, Bernhard Hochheimer, Jacob Horch, Leo Leoni, Jacob Maß buch, Philipp Nachmann jr., Moritz Oppenheim, Salomon Strauß, Benedict Vogel, Man Wasserman, Jacob Wiesengrund. Schließlich haben wir noch zu bemerken, daß uns Herr Marx Strauß aus Paris, Sohn des sel. N. David Strauß aus Mainz einen Thaler als kleinen Beitrag zu dem mNede sichenden Zwecke übersandt hat, mit dem Bemerken, daß er dadurch ave diejenigen Mainzer, welche in der weiten Welt zerstreut leben, auf dieses Unternehmen aufmerksam machen und sie anrcgcn wolle, für ein großes Werk in der ursprünglichen Heimath, bedeutende Gaben einzusenden. — Holland. Amsterdam, im Monat Marcheschwan. Herr vr. Hildesheimer in Eisenstadt hat in Nr. 43 Ihres geschätzten Blattes einige Bemerkungen gemacht um . die Bedenken, die ich gegen ihn hinsichtlich der Verwendung der Legate zum Vauunternchmen geäußert, zu beseitigen. Ich habe jedoch Einiges hierüber zu bemerken, aä II. sagt er: „Die rr'ei, welche würdig sind,, solche Legateuhäuser zu bewohnen/ sollen nur auf eine bestimmte Zeit dieselben inmhaben, und nach Verlauf dieser Zeit von den O'N?22 ausgewiesen und andere n"ci an ihre Stelle gesetzt werden. . Nun möchte ich fragen, ob das wohl thnnkich wäre? Die n'r», welche ihre bisherigen Wohnungen verlaßen, um den Vortheil, den das Legatenhaus bietet, zu haben,! würden, da natürlich ihre früheren Hausbesitzer die Wohnungen unterließ an Andere vermischen, und rvedn die Zeit, die ihnen bewilligt wurde, das LegatenhauS zu bewohnen zu Ende fein wird, wohnnngskos mit. ihren Frauen und Kindern auf den Straßen lagenr müssen; so würde dieWohlthat die wir ihnen zu erzeigen glaubten, gerade ins Gcgentheil Umschlägen, indem sie, auf kurze Zeit der Noch und Sorge enthoben, di-darausfolgende härter empfinden und fühlen würden; ferner war ihr kümmerlicher Verdienst hinreichend, die Kosten ihrer elenden Wohnungen zu decken,. da sie wußten, daß es ihnen allein oblag, dieselben zu bezahlen. Nicht so würde eS ihnen möglich sein, wenn, nachdem sie eine Zeitlang verhältnißmäßiggut gewohnt und nicht so sehr wie bisher von Nahrungssorgen niedergedrückt gewesen, nun plötzlich wieder in den alten Zustand zurückkehrten; cS wäre dann besser, daß sie nie aus diesem Zustande herausgekommen waren, und manche Bedürfnisse nicht kennen gelernt hatten, die sie später wieder entbehren müßten — Auf das, was Herr vr. H. ack IV. hinsichtlich meines Bedenkens, daß durch die Länge der Zeit die O'L"-.p und bei den n"rv in Vergessenheit gerathen könnten, bemerkt, habe ich nur zu erwiedern, daß dadurch meine Bedenken noch nicht gehoben sind; denn wenn wir den den Ertrag der schicken und sie mit Namen benennen, so gleicht dieß dem, wie wir den O'irni) in unseren Gegenden Geld geben, damit sie einen lernen, dann weiß auch der Empfänger, daß er unter dieser Bedingung das Gell» empfängt, um zu beobachten, was ihm aufgetragen ist und in jeder Beziehung wird er Alles erfüllen; nicht aber so würde eS sein, wenn das Geld, das die Stifter auf ewige Zeiten gestiftet, zum Baue verwendet würde und jene nichts als eine unentgeltliche Wohnung haben. Denn wen» zwanzig oder auch nur zehn Jahre vorüber sind, werden sie die Sache leichter nehmen und es mit dem Schleür der Bergtssenheit zudecken; das würde sowohl von Seiten der Q'Nvv