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Der Israelit · 1861-10-23 · Heft 43 (23.10.1861) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 43 (23.10.1861)
Date
1861-10-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
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519 ist. Offenbar nun batikt sich der ungeheure Zorn des Herrn B. Z. daher, daß er meint, das Schofarblasen am Neujahrsfeste sei in dem Schriftworte deutlich ausgesprochen. Armer Ben Israel, Sie haben sich umsonst ereifert! Besitzen Sie vielleicht eine Mich Haschanab-Gemara? So schlagen Sie sofort darin Seite 33 d nach und Sie werden, wenn Sie darin zu lesen verstehen, zu Ihrem Erstaunen , finden, daß der Gebrauch desSchofaram N. Hasch.! erst durch eine Deutungsregel, genannt Gesera Schawa herausgcfunden wird. Für uns ist das natürlich > ganz einerlei, aber für Sie, einen Geigerianer .... Werden Sie Sich ein andermal erst selbst klar, ehe - Sie .... schimpfen. Doch sehen wir von all Dem ab; wir hatten, i als wir jenes Factum beiläufig mittheiltcn, die V.! J.'sche Broschüre' noch nicht gesehen; wir hatten eS? aber von vielen Seiten vernommen, da uns die Sy- I nagogeneinrichtnng in Eoblenz als rin Monstrum der! Reform nur zu häufig dargestellt wurde, wir hatten > das, oder etwas Aehnliches auch im nunmehr einge-? ' gangeneu Steinschen Volkslehrer gelesen. (Wir haben die betreffende Nummer verlegt und eriuueru uns des Wortlauts nicht mehr). Wir waren weit entfernt davon, Herrn B.I. dadurch beleidigen zu wollen und betrübten uns aufrichtig, als wir dessen Zuschrift empfingen und wir befürchten mußten, wir hätten ihm 1'uxecht gethan. Wir waren arrchs bereit, eine Berichtigung, wie sie nur cm vernünftiger Mensch verlangen kann, in diese Blätter auszunehmen und haben das auch Herrn B. I. schriftlich, mitgetheilt. Wer aber beschreibt unser Erstaunen,- da wir aus seiner Broschüre ersahen, daß unsre Mittheilung von , der. WqhjchtlA üicht' abgewbchen.l ^örG'.wrr Hrn. B. I. selbst; er spät S. 19 dpr gedachten ^Zwschürc: „Die herkümpttiche Weise des Schösarblasens am Neujahr ist Lu mMcherBeziehuyg nicht'mit deü Forderungen Lu Emstünnlung zu bringen, Lj? ein andaM erregender? Cultus Mn uas stellt! un^ siedars sogar als dHs!i ästhetische Gefühl! v er! etzL«1r beze!chstet werden» Ein bis über den Kopf in den TalliS («io!) gehüllter (hu/ hu, wie grausig!) .... z-M b-3 zumal wen» er mit dem Angesichte dem Publikum zugewendet, ist j eine gewaltig störende Erscheinung bei einem ans Harmonie Anspruch machenden Gottesdienste, und ist mehr geeignet, Hachen und Scherz^ alsl eine ernste Stimmung zu erregen. > . . . . Der pp'.n nimmt seinen Platz! auf der Ehortribüne, also hinter der Gemeinde-1 .ein Echo der Schofartöne, das die Orgel nachzuahmen sucht: . . . Dem Organisten ist! die Weisung ertheilt, falls d.eiw''n"2 ein Ton nicht gelingen sollte, sogleich mit der Orgel einzusallen, um dadurch die neuert Versuche desselben zu decke» und die Zerstörung der gehobenen Stimmung fern;»» halten." Es werden also, wenn dem die Töne nicht! gelingen, dieselben durch Musik ersetz t. Nun. mein Lieber, was wollen Sie denn eigentlich? Schimpfen/ schelten, schmähen, verleumden! Immerhin, thun Sie diesen Ihren lobcnswerthen N.igungen keine Gewalt an; für unS sind Ihre zarten Auslassungen nur ehrenvoll. Wir waren vollkommen durch Ihr! Gebühren zu einer gerichtlichen Klage berechtigt; abe; wir lieben das nicht; auch ist uns das, was Sie von uns sagen, viel zu gleichgiltig (wir ersuchen Sie! GellertS Fabeln darüber nachznlelen) und wir hätten überhaupt keine. Notiz davon genommen, wenn eunS nicht darum zu thun wäre, der Wett an einem Beispiele nachzmveisen, wie Sie und Ihre werthen Gesinnungsgenossen, die Ihre liebenswürdigen Auslassungen der Oeffentlichkeit übergeben haben, verfahren. Wir erwidern Ihre Schmähungen und Ver-! dächtignngen nicht; wir verzeihen Ihnen sogar von! ganzem Herzen das uns gethane Unrecht und wünschen Ihnen, das; auch Gott Ihnen verzeihen möge.*)' > Preuße». ^? 18j Oct. Der Antrag in die neue, äugenbliälich im Bau begriffene Hauptsynagoge, eine Orgel cinzuführen) ist von dem Vorstande genehmigt, und ist ^dse^er Beschluß den Repräsentanten zur Abj stimmung vorgelegt ^worden. Wie ich gerüchtsrvcise i gehört, soll der Antrag bei den Repräsentanten leider schon durchgegangen sein, jedoch kann ich dieses nicht 2p Dezuz auf ein anderes Inserat in derselben Nvmmrr j der Ph.'schcn Zeitung/die die Auslassung deö Herrn B. 3ausgenommen, verweisen wir auf unfern Leitartikel in Nr. N . und Nr. 4 t d. Bl. Gott sorgt dafür, daß sich seine ssrindr selb!! > lächerlich machen und sich selber darstellm '—' wie sie flndl

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