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Der Israelit · 1861-10-16 · Heft 42 (16.10.1861) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 42 (16.10.1861)
Date
1861-10-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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2. Jahrgang. E i a M 42. UeWÄNGiiNSHW» MT d<Ss SIZ't^D^Vffe ZWd§SsWAM. ' HerquSgegeben von Vs. Lehmann in Mainz. Mainz, den 16. October 5622. (1861.) Dies« Zeitung erscheint wSLcntlicb einmal, Mittwochs, in mindestens 1'/,' Bogen. Preis d«L Jahrgangs: 2 Lhir. p 'v. st. Z. Ist kr. rh. Halbjährig 1 Lhlr. p. C. oder fl. 1. LS kr. rh. Vierteljährig IS Sgr. S. oder S3 kr. rh.; etwaige GiemprtgeLübr re. ungerechnet. Inserate werden mit 1 Szr. für die Petirzeile oder deren Kaum berechnet. Me Buchhandiimge» und PspSmrer nehme» Bestellungen an. Oesterr«ickis»de Banknoten laut Sour«. Sollte direkte Frcmkozusendung unter Streifband geaünjcht werden, so find an dir SAredition pro Jahrgang 3 Tblr. p. L. oder 5 fl. .15 kr. rb. oder 6 st. Ssterr. franco einzusenden. In Nvs>iand advnnnt man bei allen Buckhandlungen und Lei unfern, Agenten I. S. Askanazy in Etallupönen um 2 Kübel 3l> j Kopeken in Silber. ' Anhalt. L«»esvde Artikel r i^munab. Literarischer Beriet». -- Ortdodor ior. Bideivnüott. — Bau jüdischer Armen und Pilgerwohnungen in Jerusalem ZertrmfiSnachrLchten und <5orrespotivenzett: DeutsLland: Audem Badischen. Aus dem Badischen. Aus Surbksien. Oesterreichtscker Saiseestaat: Groß- Wardein. Frankreich: Paris. Asien: Jerusalem. FeniUetonr Rabbi Mosche Sofer , eine biographische Skizze, nach authentischen Duellen bearbeitet und mitgekleilr von Moses Schreiber in Preßburg. Leitend- Artikel. j Emunsk. Nach dem Ausspruche unserer Weisen reducirt der Prophet die ganze jüdische Religion auf einen: einzigen Glaubensartikel: ww p'irr, der Fromme wird in seiner Cm uu iah leben. Dgs, Wort wird gewöhnlich, jedoch fälschlich, mit „Glauben* übersetzt. Es ist eine banale!Phrase, daß. der Glaube da anfangt, wo die Überzeugung auHbrt. ^Der Glaube versetzt Berge,* „der Glaube' macht das Unmögliche möglich," sind Redensarten, die ' au» einer andreu Religion, als dem Jndenthnnre j ihren Ursprung ableiten. iEgibt in der That für den Jude« nur einen Glaubensartikel und dieser heißt Emunah. Eracht ich dain Bezug ans Gedanke, Wort und That für verbindend, was mündliche und schriftliche Lehre als verbindend lehren, so bin ich vollkommner Jude; ich bedarf zu meinem Judenthume nicht mehr, darf aber auch davon Nichts abziehen wollen. - Wie unterscheidet sich nun die Emunah vom Glauben im gewöhnlichen Sinne des Wortes? All unser Wissen ist in seinen Anfängen ei» Glaubt Das Kind, welcheerst , sprechen lernt, glaubt dem Erwachsenen, daß die Bedeutung der! Worte, die eS vernimmt, die richtige sei; der Schüler glaubt dem Lehrer — ohne diesen Glauben wäre gar kein Leimen denkbar. Das bloße Glauben hört erst dann auf, wenn sich der denkende Mensch von Dem überzeugt, was er bisher ans gute» Glauben hnigcnömmen hat. Der allgemeine Sprachgebrauch! überzeugt von der richtigen Bedeutung der erlern« ten Worte, die Anschauung von den WabrheikenI der Mathematik, Experimente überzeugen von vielen Lehren der Physik und so fort. Zu glauben kann man nur da von uns verlangen, wo Ueberzeügunz nicht möglich ist. Wie steht es nun mit dem M Lenale der Geschichte? Können wir uns überzeugen, daß ein Alexander, ein Caesar, ein Napoleon gesrtl

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