Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 38 (18.9.1861)
- Date
- 1861-09-18
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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heiligen Schrift, „damit erkenne» eure Geschlechter, daß unter dem Laubdache derHüttenich habe wohne» lassen die Kinder Israel auf dem Wege, als ich aus Mizrajini sie führtebis zu einer Höhe von zwanzig Ellen vermag das Auge das Laubdach zu erreichen, in einer größeren Höhe nicht. Rabbi Sera sagt: Es heißt in der.h. Schrift .und das Zaubdach wird sein zum Schatten bei Tag" bis zu einer Höhe von zwanzig Ellen, weilt der Mensch im Schalten des Laubdaches in einer größer» Höhe aber im Schalken der Seitenwände. R. Abba (82") sagt: Es heißt in natürliche Mittel, indem er uns ferner in übernatürliche Weise besondere Fürsorge (rrnns .imrm) widmet. Welchen Gefahre» ist doch der Mensch auSgesetzt von der Stunde seiner Geburt an bis an's i Ende seiner irdischen Laufbahn! Dem zarten Kinde,! das die drohenden Gefahre» noch nicht von sich ab-! zuwenden vermag, hat der Alkgütige in Mer«, j Lehrern, Verärgern, Wächter beigegeben, die eS! schützend überwachen; doch je größer allmählich die - Selbstständigkeit wird durch die immer mehr sich entwickelnde Kraft, desto größer werden die Gefahre«; der b. Schrift „in Laubhütten sollt ihr wohnen sieben; aber dem Jüngling und dem Manne steht der Geist Tage" d. h.. verlasse die feste Wohnung und begib! der Gotteslehre, die Hut der Mitzwoth schirmend zur dich in eine auf kurze Zeit nur eingerichtete ("-.'i , Seite, bis der Greis eingeht zur ewigen Ruhe.; bis zu einer Höhe von zwanzig Ellen baut Das der Schutz, den der Einzelne findet; aber nicht der Mensch wohl eine Wohnung, die nur fü.c kurze immer für ihn urch immer nicht für die Ge- Zeit eingerichtet ist n-.'i), bei einer größer»? sammtheit Israels, reicht dieser naturgemäße Schutz Höhe aber richtet er seine Wohnung als eine feste > aus, und wie einst der Allgütige fein Volk in der ein (p2p rn'i). I Wüste mit seinen Wolken- und Feuerseuken umgab Wenn es auch den drei Talmudlehrern nur da- > so schützet er uns heute auch noch in wunderbarster rum zu thun war. die Vorschrift der! Mischnah zu begründen, so sehen wir doch, daß jedöm von ihnen das Wesen der wo (Laubhütte) als ein anderes erschien. Der Eine saßt das stete Bemerken des Laub- Weise. Beweis dafür ist die Geschichte Israels. wno ."w eine zerstreute Lammerheerde wohnte Israel Jahrtausende mitten unter reißenden, drohenden, nach Beute gierigen Wölfen und das Wunder daches in's Auge, der Andere legt den Nachdruck! unserer Existenz, es ist das größte Wunder, das die auf den Gegensatz zwischen Seitenwänden und! Laub ' Menschheit kennt. Wer nennt die Namen aller dach, der Dritte stellt die kurze Dauer der Laubhütte? derer, die aufstanden zu jeder Zeit uns zu vernichin den Vordergrund. Der Grundgedanke der Suka s ten! wie oft haben wir die Zähne der Wölfe gefühlt, wie oft find wir ihren grimmen Rachen kaum entgangen, und was wäre aus uns geworden ohne ist der des Schutzes, den Gott unfern Vätern in der Wüste hat angedeihen lasten und dessen auch wir in unserer Lebenswanderung nicht entrathen ' können, der Gegensatz zwischen der Beschaffenheit der Seitenwände und des Lanbdaches lehrt uns, wie und wann wir diekcS Gotkesschutzes würdig! find,! und die kurze Dauer der Suka verweist uns von der kurzen Dauer unserer Lebenszeit auf die ewige Heimath. — , I. - - den Hirten der in so wunderbarer Weise uns! weidet! Sieben Ananne Kabod umgaben unsere Mer»! schützend in der Wüste, vier von den vier HimmekS-! gegrnden, abwehrend jeden Feind, die fünfte über! den Häuptern, zu schirmen vor dem Sonnenbrand, j die sechste hinter dem Lager, aufznnehmen die i schwachen Nachzügler, die siebente voran, zu leuchte» In der Wüste hat Gott unsere Vater in Hütten .! auf dem Wege; so wehrte Gott Jahrhunderte jhinwohnen lasten; N. Akiba deutet diesen Ausspruch der Thora im Wortsinne (''.n 2*20 ^2), R. Elieser erkennt in diesen Hütten die Wotkenseulen ("noo ^V), die Israel schützend umgaben; so läßt uns Gott, stets seines doppelten Schutzes theilhaftig sein, indem er uns vor den Gefahren des Lebens durch die natürliche Verbindung von Ursache und Folge schützt durch durch von allen Seiten die Feinde ab, so schützt er uns jetzt vor dem Sonnenbrand des Glückes, f» wird er uns beglücken, daß wir die schwankende« und wankenden Nachzügler dem Judenthume erhalten, und seine Thora ziehet uns voran als leuchtende Feuerseule, durchleuchtend das Dunkel und ebnend alle Hindernisse deS Lebens. Möchte» wir