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Der Israelit · 1861-09-11 · Heft 37 (11.9.1861) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 37 (11.9.1861)
Date
1861-09-11
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Werke; «Lein es liegt ihnen eine zu große Last ob, da aus jeden wenigstens IM Schüler kommen. WaS wird aber bei der reicheren Klasse in Hinsicht dcS Religionsunterrichtes gethan? Beinahe nichts; warum, werde ich spater erklären. 7m der Aufdeckung der Schattenseiten hiesiger Gemeinde sind zugleich die MUtel zur Beseitigung derselben angedeutet. Es müssen energische Männer an die Spitze treten, deren Tugend und Fähigkeiten allgemeines Zutrauen erwecken; diese» allein würde eS gelingen, Alles gehörig umzugestalten. Der gute Wille fehlt gerade nicht in der Masse; er muß aber durch Intelligenz und Eifer angeregt und fruchtbringend gemacht werden. Auch könnte ein hervorragender Prediger durch direkten Einfluß auf die Familien und Individuen viel Gutes Hervorrufen. Es muß besonders hervorgehoben werden, daß die größte Verantwortlichkeit die beiden Konsistorien trifft; dadurch, daß sie beinahe alle Rechte der Gemeinden in öffentlichen Angelegenheiten an sich gezogen haben, ist Me Thatigkeit und Jnitiatlon derselben gelähmt. S. Fe« i l l e jo«. ,! il! '! - i ' I>! - - Me Hrkebung lles VerMyungL^ges. Zur Sternenäther hoch empor geschwpngen, Der Israelit in z dicht gedrängten Chören. - Wie Wetterströme rauschen Andachtszähren, Gebete steigen aus und Huldigungen, Bis Gnade wird dem Himmel abgerungen Vergebung hat erwirkt ihm sein Entbehren. Und wenn ermattet sinken seine Glieder, Dann hebt die Seele sich vom Neuen wieder Und schwebet hoch Ln hinunlischen Regionen; Sie fühlet dann, daß sie wird ewig dauern, And wenn der Körper liegt in Grabes Mauern Wird sie im Aether untet Engeln wohnen! vr. Aron Hirschstld. : 1. Du unsrer Väter Gott! in Demuth und Ttertrauen Tret' ich heut' hin vor deines Weltgerichtes Thron, « Laß deine Vcrlerkmld in reicher Füll' uns schauen, Uns schenk' Versöhnung uns als bitt'rer Neue Lohn.! 2. An grauer Vorzeit glanzersüllte Stunde» - / Denk' ich zurück mit wehmuthsooller Lust;! Die Glaubenstreu wird wenig mehr gesunden. Und eitlen Wahn hegt jede Mrnschendrust. I. -r'. Wie opferwillig einst auch unter heißen Thräneu Der fromme Almherr bot de» einz'gcn Sohn dir dar, Gedenke dcß huldvoll den ungetreuen Söhnen, Und dessen nicht, wie schuldvoll stets ihr Leben war. Was soll ich ferner klagen noch und weinen, Ach Herr! por dir? Du weißt es ja zuvor. Bei allen Schwächen sind wir doch die Deinen.^ Kehrt um, rufst du. Hebst uns! zu dir empor.! . j M. Salem.! U! ' I l' I .Hl! l! 1R-I d W IuZen in ZsÄ^ erläge z« dkro. (Nprr, drm Magazi» für dit Liler»lur de» Arrtlandrö.) (Fortsetzung.) . In allen-möglichen Fonnen nnd Wendungen stellte sich der Krieg dar. Da sah man eine verheerte Gegend j i ganze Reche» ' gefallener Feinde, Menende, Geftrsgene. unermeßlich, hohe Mauern unter, dem Stoße der Maschche» stützen, sseste Burgen zertrümmert! die Martern volkreicher Städte erstiegen, cm in das Innere! stürmendes Heer, Blutbad, Hilseflehende, Wehrlose, brennende Tempel, Häuser, die über ihren Vewohrrern zufammenstürzen, endlich nach einer weiten, wilden Verheerung hereinströmende Flüsse, nicht um Felder zu bewässern, oder Menschen und Heerden zu tränken, sondern um den allgemeinen Brand zu löschen. Dies Alles, erzählten die Juden, hätten sie im Kriege erduldet, die prächtige Ausführung stellte es selbst dem Unkundigen, wie gegenwärtig har. Bei jedem der Baldachine standen die feindlichen Befehlshaber in der Haltung, wie sie gefangen wurden. Nun folgten eine Menge 37 des Israelit).

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