Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 36 (4.9.1861)
- Date
- 1861-09-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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MrrttKv verloren;es.wnd derJüdm keine sogenannte Findelhausnummer gegeben, n^ dars ihr Kindnim- 7ner-sehen,^anf.dessen Erzielung keine» Einfluß nehmen, ja wenn sie auch nachforschen wollte, es find ihr die Mittel, hiefür genonmren, denn' es fehlen ihr hiezu alle Behelfe. DaS Kind ist als eltenttos eingetragen, namenlos ausgenommen, hinausgestoßen,, hoffnungslos, je ein treues Elternherz zu finden, ein Findling in des Wortes schlechtester-, aber auch schrecklichster Bedeutung." Dazu bemerkt das genannte Organ: ^Vergebens forschen wir nach einer dieses Verfahren rechtfertigenden Vorschrift, vergebens nach den Gesetzen, welche eine solche Unmenschlichkeit begründen. Der. erhabene Stifter des Gebär- und Findelhauses konnte keine Intention haben, welche eine Klasse der Menschen so lies kränkte; er wollte Menschlichkeit üben, nicht aber anf einer Seite human sein,^izm auf .der andern das heiligste Gefühl zu verletzen. Man möge die gefallene Jüdin aus dem Hause jagen, wenn mau es mit dem heutigen Zeitgeiste noch, immer unvereinbar findet, daß man der Mutter ihr .Kind läßt, aber man möge ihr nicht eine Wohlthat voripiegeln, die sie aufs tiefste verletzt. : Selbst das wilde Thier empört sich, wenn man ihm sein Junges entreißt, und mau suprouirt beim Menschen eine Gleichgiltigkeit, ja eine Gefühllosigkeit, welcher der Natur des Weibes am allerwenigsten entspricht. Der große Menschenfreund Kaiser Joseph hat in keinem seiner Actenjurcke, durch welche er die großen Humanitäts-Anstalten gegründet und dotnt, von „Glaubenseinheit" gesprochen; nach seinem Sinne stehen allen Unglücklichen die Psmieu seiner Heil- und Humanitätsanstalten offen und es ist nur ein Mißbrauch, wenn gegen die edlen Intentionen des Stifters Intoleranz und Inhumanität .ln ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, keß n eN..JDrayl iten-zur Ahvokatenpxüfuns zuzulafsen;: ferner d?n bereits bestehenden Advokaten jüd, Glaubens, deren. Ernennung unt^r dem früher» Regime erfolgte, die fernere Ausübung der Advokatur nicht zu gestatten." — Der P. Lfügt hinzu: „Wie -ms aber von kompetenter Seite berichtet wird, ist die Frage noch nicht definitiv.erledigt und wir sind dahev noch zur Hoffnung berechtigt, ihre Lösung werde im Geiste der Zeit erfolgen." Zieht..man in Erwägung, daß weder in den 16-tZer Gesetzen, noch unter dem zu Grabe getragenen Systeme den iSr. Juristen bezüglich der Ausübung der Advokatur irgend ein Hinderniß entgegen gestände.,;: so ist ch wahrhaftig fraglich, ob bei erwähntem Beschluß der königl. ungar. Tafel die, in demselben waltende Ungerechtigkeit oder die in die Augen springende Taktlosigkeit die meiste Bewunderung verdiene. Der Beschluß ist ungerecht, da jeder Nationalität wiederhokentlich Gleichberechtigung verheißen wurde,, warum also die Juden allein vom Genüsse dieser himmlischen Wohlthat ausschließefi? — Der Beschluß ist taktlos, da dis Ungarn hierdurch die ewigen, unverjährbaren Menschenrechte in einem Augenblicke ignoriren, wo. sie alle möglichen Mittel in Anwendung bringen, um ihren verbrieften Privilegien und Freiheiten Kraft und Geltung zu verschaffen. Wahrlich, auf eine unglücklichere Idee hätte die königl. ung. Tafel zu dieser Stunde nicht gerathen können! Wie glauben daher mit ^dcm wackern P. L. hoffen zu dürfen, daß die endgiltige Lösung dieser Angelegenheit im Geiste der Zeit, der Humanität, der Gerechtigkeit und Billigkeit erfolge» werde. Könnte ja ein ähnliches Gesetz für -die Ungarn nie heilgeübt werden," bringend, wohl aber für lange Zeit ftigmati- Ties'die zu beherzigenden Worten der geschätzten i sirend seifi!.. „Medicinischru Wochenschrift" unter Nedaction unse- Der upheilfamen Spaltung und Zerklüftung res. Glaubensgenossen vr. Wittelshöser. Mögen im Schooße der Großwardesner »Kr^ Knttusge.'- dieselbeu bci:den höheren Behörden « würdigen Anmeinde ist ^endlich eine vollgiltige Sanktion zu Theil Lang finden. - . M. S. geworden. Der unter, dein, marktschreierischen Auch- Vvn devTona«, Ende Angnst. Im Abend- Hängeschild „vng.-jhr. Me mein delosgerisiene blatte des „Pester Lloyd", vom 1». l, M, lesen prir Gemeindebr.nchL.heii. haf eine Lokalität in-Mische folgende.uuerquickliche Nachricht. L: . gensnuuen, ,um:>in.-Zukiufft seine Andacht, dort . M -^'Jn der heutigen „Ung. Correjp." begegnen wsr : verrichten. Die, feierlicheEmweihung W'eS ^Tkotzdex Mtthesiung: „Dis königl.. u.ng. Taftz^h,L.t! .H'otWhg«ie4".nMWche»<M:^ dWch.:hen. größLen (Hierbei eine Beilage.)