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Der Israelit · 1861-08-28 · Heft 35 (28.8.1861) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 35 (28.8.1861)
Date
1861-08-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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426 Luferrs noch schwachen Vereins verwenden zu wolle». —? Ein schönes Beispiel edlen Sinnes erhielten wir kürzlich aus einer kleinen Stadt. Herr Simon Fürst aus Schmiegel sandte mir ohne irgend eine Bedingung 50 Thlr. als Fonds der Ackerbau- Colonie in Palästina, nachdem er meinen Aufruf zur . Beisteuer in Ihrem geschätzten Blatte gelesen, und sagt, wäre er's im Stande, so gebe er für jeden Tbaler Tausende. Außerdem erbot sich jener wackere Manu zu einer Gabe von 20 Thlr. zu Druckkosten. Das ist einer jener vertrauensvollen Israeliten,; welche dem Göttlichen gegenüber erst sagen! Md daun pMl Möge sein schönes Beispiel auch andere Herzen! erwecken.' Mögen besonders die Geistlichen und an-! gesehenen Männer die hierzu sehr geeignete Zeit deS! Monats Elul und der benutzen, damit nicht etwa harter aber gerechter Tadel sie treffe, npxx ex nin ('- .^,-,2r) Die Gelder können, sowohl dem Unterzeichneten Gründer des Vereins, als auch dem Herrn M. Mende (Banquier Hierselbst) oder dem Vorsteher der hiesigen Gemeinde, Herrn Lewy> oder dem geehrten Hrn. Redakteur zugesandt werden. Für strenge Controlle und öffentliche Nechnnngslegung ist in den Statuten gesorgt, ebenso ist die Verwendung bedeutender Summen ohne Genehmigung der Generalversammlung unzulässig. pVpv .np-.L2 xv '2» 1)r. H. Lorje. Wrescken (im Großherzogthum Posen), 16. August. In der Nacht zum 14. d.,^ sind in dem Städtchen Zerkow 00 Wohngebäude und 24 mit Getreide angeMtc Scheunen ein Raub der Flammen geworden. Besonders arg hat das Unglück unsere jüdische Bevölkerung getroffen, die (mit Ausnahme weniger Familien) saft insgesammt ihre Wohnstätten, ihr Had und Gut verloren haben. Auch die Synagoge nebst Zubehör ist in Asche gelegt worden. Oesterreichischer Kaiserstaat. Prag, 13. August. Me die „Präger Morgen^ postmeldet, wird die Mehrzahl der bei den Excessen gegen die hiesige Zudenfiadt Verhafteten wegen des Verbrechens der öffentlichen GewMhättgkeit den gewöhnlichen Gerichten zur weitern Untersuchung und Verurtheilung übergeben werden. NicolSburg, im August. Der 25. Aw, der Tag, an dem Hr. Vr. Feuchtwanger feine» Einzug als Rabbiner in unserer Gemeinde hielt, war für uns ein Tag wahrer Freude und Wonne, der in den Annalen der NicokSburger iSr. Gemeinde denkwürdig bleiben wird. Eine umständliche Beschreibung der bei dieser Gelegenheit stattgehabten Feier zn geben, wäre für die Spalten einer Zeitung zn umfangreich, und würden selbst die Blätter einer ganzen Nummer nicht hinreichen, auch nur ein skizzenhaftes Bild von dieser imposanten Empfangsfeierlichkeit zu entwerfen; ich erlaube mir daher in gedrängter Kürze nur das hervor zu heben, was für die geschätzten Leser das meiste Interesse haben dürste. Um ein Uhr Nachmittags traf Herr vr. F., begleitet von einer langen Wagenreihe, in der JSraeliteustadt ein, wo er von der Jugend ehrfurchtsvoll begrüßt und empfangen wurde. Bon da bewegte sich der Zug in größter Ordnung, unter klingendem Spiele mit vier jungen Leuten als Vorreiter an der Spitze, bis zur Alt-Schule. In dem prächtig renovirteu und festlich illnminirten Tempel wurde der Herr Rabbiner von dem Vorbeter mit einem X2.i -p->2 unter Chor- Begleitung begrüßt, worauf von demselben ebenfalls unter Begleitung des Chores das >212 .-.v vorgetragen wurde, dem das Mincha-Gebet folgte. Nach beendetem Gebete bestieg der Herr Rabbiner die Kanzel und hielt eine dem Feste angemessene äußerst gelungene und gehaltvolle Rede, die des liefen Eindruckes auf das Gemüth der Zuhörer nicht nur nicht verfehlte, sondern ihm auch durch die Bescheidenheit und die Demuth, die sich in der ganzen Rede auSsprach, die nngetheikteste Bewunderung, Hochachtung und Liede Aller in hohem Grade erwarb. Nach der Predigt wurde die Bolkshymne unter Musikbegleitung angestinnut, hierauf von dem Vorbeter das ri2L^ 12'vp repitirt, und nach geschloffener Andacht der Herr Rabbiner unter einem Baldachine von der Jugend bis zu seiner Wohnung geleitet. Abends wurde bei allgemeiner Illumination ei» prächtiger Faäekzug veranstaltet und eine Serenade vor der Wohnung deS Herr» Rabbiners, bei welcher Gelegenheit ihm die Jugend eine» prächtig gearbeiteten silbernen Pokal überreichte, und eine Ansprache

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