Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 33 (14.8.1861)
- Date
- 1861-08-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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s. Jahrgang. M ZA. Der Israelit. E L u GeWtrsrZovgLM Ms öss sEodoZe ZMöenLhrrm. j Hrrauszezebn» vo» N*. Lehmann in Mainz. . --—-—- >. Mainz, den 14. August 5621. (1861.) Lrrie Zritvrrz erscheint wöchentlich einmal, Mittwoch-, in mindestens I V, Dogen. Preis de-Jahrgangs: 2 Lhlr. tz. 6. «ver p. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Lhlr. p. L. »der st. 1. 45 kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr. ». L. oder 53 kr. rh.; etwaige SLemprlgrdübr -c. ü-gerrchnet. Inserate werden mit 1 Sgr. für die Petltzeile oder deren Kaum berechnet. Alle Buchhandlungen nnr Postämter nebenen Bestellungen an. Orsterreichische Bankvoten laut Cvurs. Sollte direkte Frankozuscndung unter Streifband ze nLnfLt «erde», jo stad an die Expedition pro Jahrgang 3 Lhlr. P. L. od«r 5 st. 15 kr. rh. oder 6 fi. österr. franco einzusenden. In Archiaud abonuirt man bei allen Buchhandlungen und bci unferm Agenten I. S. Askanazy in i-tallupvnen um 2 Rubel 30 Kopeken in Silber. Herr 3. S. Askanazy inSlallnpönen hat für unscr Blatt Aguitur iibmwiumeii. I kh a) t. - ' Vrrdeade Artikel: tis möge im Judeuthume bald Lesfcr werden. - Orthodor-iär. Dibclanstalt. — Bau jüdischer Armen» und Pllgcrwobnuugen in Jerusalem. — ZertuvgSnacstrichte« und Correspondenren: Deutfck. lavd: Würzburq. (yemmivgcn s Baden). Frankfurt a. M. > t Fortsetzung). Preußen: Berlin, Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien.! Prag. Prag. Wien. Wien. Wien. Jenta. Amerika: Baltimore. z Herrikieton: Lebensbilder aus der Vergangenheit Israels, t. Abraham. (Fortsetzung.) Leitende Artikel. Mainz, den 5. August Es möge im Iuäenlkume drilä bEer weräen, ist der Titel einer Broschüre, die uns soeben zukömmt und als deren ungenannten Verfasser wir einen der hervorragendsten Rabbiner Mährens erkennen. Der Verfasser hat einige Wochen im Curorle Noznan in Mahren zugcbracht und hat daselbst beim Zusammenflromen verschiedenartiger Glaubensgenossen „den religiösen Verfall in seiner ganzen schrecklichen Größe jzv sehen und'iE wahrznnehmen" Gelegenheit gehabt. Der Rabbiner/ namentlich in kleineren Orten, der den gryßten ZHeil seiner Zeit in Studirzimmer und Synagoge zubringt, macht sich oft über die rel. Zustände her Gegenwart Illusionen. Seine ständige Gesellschaft bilden die großen Geister vergangener Jahrhunderte, was er von der Gegenwart sieht nnd -hört/ist in der Regel nur das Gute, die die an ihn kommen, bezeugen den religiösen Sinn der Fragenden.— da kömmt er. hinaus mitten in das gesellige Leben nnd Treiben; an einem Badeorte, wo die Heilung oder Vergnügen suchende Welt znsammenströmt, da ist er ein ungekanntcr und deßhalb um so treuerer Beobachter, da nimmt Niemand'Rücksicht auf ihn, und Alle machen ihn ungestört und unbekümmert zum Zeugen von religiösen Pflichtverletzungen, von deren Möglichkeit er daheim keine Ahnung gehabt hat. Der gesinnungstüchtige, thatkrästige Mann begnügt sich aber nicht damit, zu seufzen und zu klagen — er sucht womöglich zur Besserung das Seinige beizutragen. Aus diesen Gedanken ist die vorliegende Broschüre hervorgegangen: „Soll man, ruft der Verfasser ans, in der heiligsten Sache