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Der Israelit · 1861-08-07 · Heft 32 (7.8.1861) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 32 (7.8.1861)
Date
1861-08-07
Page
– (sequence 11)
Language
German
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3öb wach. — Endlich um 4 Uhr Morgens-kamen wir m Paris an, nahmen unser Gepäck in Empfang, und fuhrest durch die noch ziemlich Men Straßender Stadt nach einem nahcgelcgenen Hotel wo wir, Herr B. und ich, Lei einer guten Taffe Kaffee und einer echten Havannah-Cigarre den Morgen erwarteten. — .. (Fortsetzung folgt.) F e rr r l! e t o rr^ JeLensdiläer aus cker Vergangenheit Ismels. (Rach Talmud, Midrasch und andern (hagadischen) Schriften.) I. Abraham. (Fortsetzung.) : Allsogleich ließ der König den Abram herbeiholen. Nimrod saß auf seinem Throne, umgeben von seinen NLLHen und Fürsten; unter ihnen hatte Therach den ersten Sitz. „Was hast du gethan?" herrschte der König den Abram an, als dieser vor ihm erschien. Abram erzählte den Hergang so wie er ihn seinem Vater erzählt hatte und Nimrod gab dieselbe Antwort. Da beseelte der Geist Gottes den Abram und mit glühenden, begeisterten Worten schilderte er dem Könige der Götzen Ohnmacht und Eitelkeit, schilderte die Weisheit und Allmacht des Meinen, Unsichtbaren. „Wohl, sprach Pimrod , du magst Recht habest; die Götzen konnten die Schläge deiner Axt nicht ertragen; aber von einem unsichtbaren Gotte weiß ich nichts. Ich diene nur dem Starken, von dessen Kraft mein Auge sich überzeugt. Wir wollen. den: Eisen dielten, das Holz und Stein zerschmettert," ' „Acht doch, mein König, sprach Abram da, ich kenne noch etwas Stärkeres als das Eisen; es ist das Feuer, vor dessen Kraft das Eisen schmilzt." „So wollen wir dem Feuer dienen." „Mächtiger aber noch isi das Wasser, vor dem das Feuer erlischt." „So wollen »vir dem Waffer dienen." „Aber stärker noch sind die Wolken, die das Basier tragen, ehe cs als Negen zur Erde heruiedcrströmt." „Co wollen wir d-n Wolken dienen." „Aber, mein Herr und König, hast du noch nicht «riehen, daß der Sturm die Wolken vor »» M v sich hertreibt, zersirestt, wie der rn die Heerde einbrechende Wolf die Schafe?" '" ' „So sei denn der Sturm unser Gott. - „Aber auch der Sturm ^ist nicht der mächtigste; schon oft übersiel er mich auf meinem Wege,' und ich beugte ihm nicht das Knie.'" , i „So sollen wir wohl dir dienen! rlef>M der König im heftigsten Zorne; ich sehe, du spottest nur mein. Ergreift ihn und werft ihn in den glühende« Kalkofen!" Da ward Abram von den Dienern des Königs ergriffen und in den glühenden Kalkosen geschleudert. Die Engel weinten, als sie das erblickten und Gabriel sprach: „Allmächtiger Gott, laß mich hinnntereilen und den Abram retten." Mer Gott sprach : „Ich bin einzig, und Abrain,,mein Knecht, ist einzig auf Erden, der Einzige, welcher meinen Namen heiligt im Weltall; ich selbst will ihn errettest. ' Du aber, mein treuer Bote, magst zum Lohne, daß du dich heute zur Rettung erboten, dereinst Abrams Enkel, Ehananja, stllischael, Asarja, ,von einem ähnliche« Tode befreien." > Und der Allmächtige rettete seinen mnthvolle« Bekenner, und drei Tage und drei Nächte wandelte Abram undersehrtim Feuer nmh^r, und der König und! aste seine! Diener sahen es und staunten. Der König befahl endlich, Abram herauszuführen, aber Keiner konnte sich der Gluthitze des Ofens nahen. Als das der König sah, rief er mit lauter Stimme: „Komm heraus, Abram, du Diener des allmächtige» Gottes, komm heraus aus dem Feuer!" Da gehorchte Abram dem Befehle des Königs unst trat hervor aus dem glühenden Ofen, und alle Anwesenden würfen sich vor ihm nieder und wollten ihn anbeten. Er aber sprach: „Nicht vor mir bücket euch, sondern vor dem Gotte des Welt»rllS, denn Er ift's, der mich errettet hat aus dem Feuer; Ihm dienet und wandelt in Seinen Wegen. Er ist's, der den Menschen geschaffen , ihm den Geist verliehen, Er wird erretten Jeden, der auf Iün vertrauet!" — Der König und seine Fürsten beschenkten de« Abram reichlich mit Gold, Silber und Edelsteinen, und viele Leute schlossen sich dem Abram an. Abram diente dem Ewigen > seinem Gotte, alle seine Tage, er wandelte in Gottes Wegen und neigte die Herze« der Menschen zum Gottesdienste. (Fortsetzung folgt.)

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