Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 30 (24.7.1861)
- Date
- 1861-07-24
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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36S sichtbaren, doch wo Ihn finden, wo Aufschluß, wo lehrung. Ein? lange Reihe von Jahren verweilt Gewißheit erlangen? Abram im Hause seiner ehrwürdigen Lehrer, bis aus Noch war nicht alle Erkenntniß von der Erde dem geistvollen, nach Erkenntnis dürstendem Kinde verschwunden; noch lebte ein Mann, mit dem Gott ein gefinnungstüchtiger, charaktcrstarker Mann geselbst verkehrt hatte. Zu Noah, dem greisen Vater worden. Und Abram erkannte den Ewigen und aller lebenden Menschen, wandert Abram, bei ihm seine Wege und Abram diente dem Ewigen alle Tage And seinem Sohne Schem findet er Ausschluß, Beseines Lebens. (Fortsetzung folgt) n z e i tz e n. Mit Beschwerden wegen unregelmäßiger Zusendung wolle man sich an das betreffende Postamt odrr an die betr. Buchhandlung wenden! . Die löblichen Buchhandlungen M. (ktlinger in Preß» bürg, Dt« Poppetauer i» Berlin, neue FriedriLSstraße, Nr. 6l und Lnöpflmacher Sk Söhne in Wien, die Herren M. S. Ifaac S» Sohn, Herausgeber des Jewish Messenger in Nrw-Aork, laben für unser Blatt Agentur über» Die Expedition des Israelit.! ten Talmudisten, wenige der neu aufkommenden Rabbinrn Litt« umsoweniger hierfür Ersah, als. sie den profanen Wissenschaft« ergeben, mit seichtem Wissen derden Rabbinerstukl t>etrtten. Mit dem Heimgänge der jüdisch« Srelenlnrtm alten, ebrwürdigra Wissens können wir mit Recht rin Zeitalter betrauern, das solche Lücken massenhaft zeugt. : 'S. Baruch, Lehrer. Deutsch-throne, kn Wesipreußen, den 8. Jnli. Kaum verhallten die Trauerstimmen unserer Schwesterstadt Eck'önlanke um «ihren Heimgegangenen großen z Rabbi L. Blaschki i i vernahm auch schon! meine Gemeinde, wiewohl ahnend;' jedoch momentan unerwartet, die Traurrkunde von dem Vericheidesi unseres verehrten Rabbiners und Predigers Herrn Joseph Neustadt.! Er ging gestern Morgen 9 Uhr in Breslau zur Ewigkeit über.! Zur Badereise nach Salzbrunn unterwegs mußte er Wirtin nach Breslau zurück, um!bei seinem Schwager 1)r. Joel > der Pürge -u warten. Der Tod fordert, da früh sein Opfer; djena drr Verewigte hat nock nickt das U». Iabr erreicht. -Schorf feit einem Jahre! kränkelte es an einem Herzübrl; das in Folge ideffen permanent! gewordene! Sieckthum zeigte an ihns EHmdtome, die uns leider! sein > nagendes Enke ahnen ließen.!, Dis ausx^kgr^ Gemürber machten sich Lust durch; Thronen aufrichtiger Trauer, die sich heute beim kund gab, als der älteste 15jährige Sohn des Verewigten, ohne alle Ahnung von der Klasse kommend, zum Gebete aufgefordert wurde,, nun untrr starkem Tbräaenstrom unser» Schicksalolcnkrr in dem üblichen Kadischgcbrte Lobte. Alle Anwesenden weinten. — De» in seinem schönsten Lebensalter Verewigten bewein« seine ebenfalls noch junge Gattin mit 6 Massen, wovon die zwei Jüngst«—ein Zwillingspaar — noch nicht 2 Jahre alt sind. Tie Gemeinde verliert in dem Frühentscklafcnrn einen OÜN ->'2dN, welcher der orthodoxen Richtung angebörte. Der um sich greifenden neu« Richtung nicht hold, wußte er der Zeitrichtung im streng conservativen Sinne bescheidene Rechnung zu tragen. Mir großer Leutseligkeit verband er eine Demutb, die ihn zum Manne der Verträglichkeit stempelte. Durch sein merkwürdiges rbrto» risches Talent gewann er viele j Verehrer ohne Unterschieb des Glaubens, und besonders, wenn er, ganz abgesehen von den ge» wohnlich« Easualpredigten, auf homiletischem oder midraschischem Gebiete sich bewegte. Immer lichter werden die Reihen der eck-!!! Ga laut ha, in^Prrßburger Comitat, 7, i Juki. Die hiesige Gemeinde, eine wahrhaft religiöse im besten üpd strengsten Sinne deöf Wortes, verdankt >il>rr Alüthe, ihrBrharx« auf orthodoxem Standpunkte ibrem eMvürdigrn Rabbiner, Hrn. E. A. Paschkes, der feit 5 fahren hier mit ernstem Pflichteifer fungirt und stets für '^'sl und für Religion und! Humanität ch die Schranken tritt. Derselbe vereinigt mit bedeutendem talmudtsch« Wissxy pröfachviffensrl.astliche Bildung und besitzt ein hersorragea» de8 "oratorifchrs Talent; es ist ihm gelungen, die trüber« Wohlthätigkeits-l und Talmud-Thora »Vereine zu erhalten und zu för*!de^r und auch neue ins Leben Hu rufen, so ein« Veräa zur Vertheilung von Brennmaterial an Arme, einen Talmudveret» ' - (pfV /sfiN) re. Sogar der verderbliche Luxus ist durch das eindringlich» Wort dieses, von der Wichtigkeit sind Heiligkeit fei« nies Berufes ' ganz durchdrungenen Mannes ugroßentbrils aus unsrer Gemeinde verbannt. — Daß j.doch der ichürdize Rabbiner von mancher Seire verkannt wird, ist nicht zu verwundern, denn alles Edie thrilt dieses Schicksal. Wir aber, die wir das Edle nichts verkennen und mcht Licht Jinsterniß nennen wollen, wünschen nur, daß dieser Mann lange, lange noch in unsrer Ge« meinde segensreich wirken möge. I. Aalifrh. Die kiesige Synagogen »Gemeinde sucht zum 1. Oktober e. einen Lehrer, der den höheren Unterricht an der birstgen Ge» mrindkschulk ertheilen soll, auch befähigt sein muß; öffentliche Vorträge in der Synagoge zu halten. Als festes Gebolt sind drei Hundert Thaler festgesetzt und kann sich das Einkomm« durch Privatunterricht erhrblich vergrößern. Oualinclrte Beyer« der wollen sich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse a« den Vorsitzenden der Rrpräsentanten-Versammlung Her« S» E» JacobtlS bis zum 1. August c. melden. Schivelbein, d« 26. Juni 1861. Pcilsioilärc fk"