Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 30 (24.7.1861)
- Date
- 1861-07-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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364 Anklang finden, damit die ersehnte Hilfe ihren wohl- ' thucnden Einfluß recht bald fühlbar mache. Der Hauptzweck dieser Zeilen ist nun, die Leiter und Lenker erwähnten Unternehmens auf einen Bor-; schlag aufmerksam zu machen, auf welche Weife etwa die noch fehlenden enormen Geldsummen (nach Nro. 11 d. Bl. circa Gulden 60,000) aufgebracht! werden könnten, ohne den sonstigen Gaben und i Spenden für Palästina zu schaden, ohne den dorti-! gen Armen Abbruch zu thun, und ohne Jemandem! eine Last auszubürden: Das Comirö für Erbauung fraglicher Häuser , erlasse Ausrufe in Zeitungen und Circularen an die Rabbiner, Lehrer, Borsänger, Cultns- und Gemeinde- . Dorssände Deutschlands,! Hollands, Frankreichs rc. re., je in ihrer Lardeösprache, ihnen die Wichtigkeit; und Nothwenhigkit erwähntet; Hisg'erßauLe»?Äar M den Tag legend, unh fordere sie zu folgender Einrichtung in ihren rcsp.' Synagogen ans^Jeder zur h. Thora Gerufene, sei eS an Fest-, Sabbat- oder Wochentagen,! solle ohne Unterschied ausi Stand unk Vermögen hicsür eine kleine Scheidemünze^ etwa; kr., zu obigem Zwecke entrichten. Wiewohl nur so! klein die Wabe;, würden doch große , RefiÜtate! erzielt werden. — Durchschnittlich^ finden in jedem f Monat — Ausnahmen wie Feier- und Halbseiertage ungerechnet — 70 statt, r dies Ätrigt! nach obigem Maaßsiabe zwei Thaler als Minimum. Wenn uun^ miß mit Gewißheit anznüehmchl, befWOO? Synagogen oder diese Efimchtung Eingang fände, so wäre eine jährliche Beisteuer zu obigem ' Zwecke von 4 000 Thalern gesichert, ohne irgend- , wie den Gebern beschwerlich gewesen zu sein. In jeder beitretcnden Stadt und in jedem Dorfe würde , sich Jemand finden, der die Einkasfirung und lieber- , Mittelung dieser Beitrage übernehmen würde, und ' diese verehelichen Blätter würden gewiß mit Freude i ihre Spalten zur Veröffentlichung der Beigetretenen öffnen, um so die Saat des Guten immer mehr zu fördern suchen. : Bis hierher nun der Vorschlag und nun die Bitte: „Halte keine Sache für unmöglich.* Wenn das Gesagte Manchem nicht einleuchtet, Manchem gar! lächerlich scheint, so möge nicht so schnell der Stab darüber gebrochen, vielmehr bedacht werden, daß es sich um nichts Geringes handelt, und daß durch solche kleine Beitrage schon manches Große zu Lage gefördert wurde und wird, und wenn schon oft bei weltlichen Zwecken, geschweige bei so hochheiligen. Eine Spekulation in diesem Sinne rechtfertigt sich selbst, darum wünsche ich meinem Vorschläge gute Aufnahme und schöne Bethätignng. L Preuße«. Berlin, 16. Juli. Wie aus Köln berichtet wird, hat der geh. Commcrzienrath Abraham Oppenheim, der älteste Chef deS großen Bankhauses Sal. Oppenheim jr. u. Comp., ans Veranlassung.-der glücklichen Errettung des Königs aus LcbeMgefahr dem Vorstaude des Naironaldankcs 5000 Nthlr. als eine Stiftung zu dem Dehuse überwiesen, daß jedes Jahr am N. Juli eine Speimng von Invaliden für den Betrag der Zinsen siattsinde. Es ist das derselbe Herr Oppenheim, der die mmmchr ihrer Vollendung cutgegeugehende! prachtvolle Kehrer Synagoge, aus eignen Mitteln hat erbauen kaffen. KörrgsherH, 12. Juli. Unser Nohlthätiges Königsberg besitzt nun zwei neue Institute, rvelche segensreich wirken können, wenn sie iw wahre» jüdischen Sinne vermaltet werden. Wir meinen daS Stift für! verarmte Kaufleute und das Waisenhaus. Aber beide Allstakten ersetzen noch lange nicht den Mangel eines eigenen Kraukcsbaußes, das wir so viele Jahrzehnte hindurch besessen haben und das in außerordentlicher Verblendung im Revolutionsjahre 1843 eingegangen ist. Der Kranke ist doppelt elend, und während Berlin zwei KrankenhäLfer besitzt, Hst unsere Gemeinde zur Zeit sicht eraeS asfzuweifes. Akowni. Kvn';;cbcrg,!5. Juli. Die neu« coustituirie Repräsentanten-Versammlung der hiesigen Synagoge:! - Gemeinde hat bereits die dem orthodoxer Judenthum günstige Ersatzwahl von drei neuen Vorstandsmitgliedern vollzogen. Nnter den Gewählten befindet sich der Sohn des verstorbene« gelehrten und frommen OberrabbinerS Lipschütz zn Danzig v'rr. Der zweite neue Vorstcher, Hr. L. Bornstein, Stiefbmder des ehenraligen Kömgsberger Rabbiners Hrn. Laseron, zeichnet sich durch Religiosität und Wohlthätigkeit auS; der dritte, G. W. Wiener, ist der Mitbegründer des israelitischen