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Der Israelit · 1861-07-24 · Heft 30 (24.7.1861) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 30 (24.7.1861)
Date
1861-07-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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2. Jahrgasg. .N sv. Der Israelit! Ei u GesteslsVMsr Me das orthodoxe ZUhesthum. HerarrSgegebm do» Vre. Lehmann in Mainz. i ------P-—-—— Mainz, den 24. Juli 5621. (1861.) Diese Zcltrmz erscheint wschmtttch einmal, Mittwochs, in mindestens 1'/, Dogen. Preis des Jahrgänge: 2 TLlr. p. E. sder fl. 3 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. C. oder st. 1. 45 kr. rh. vicneljShrig 15 Sgr. p. L. oder 53 kr. rd.; etwaige Stempelgebühr re. ungerechnet. Inserate werden mit 1 Sgr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen «nd Popsmter nehmen Bestellungen an. Oesterrrichtsche Banknoten laut CourL. Sollte direkte Frankozuscndunz unter Streifband gewünscht! »erden, so sind die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. L. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 fl. österr. franco einzusenden. Leitende Artikel: Versuch einer Parallele zwischen jüdischer und altklaMcher Moral. Don Joseph Nobl. — Orthodoxisr. Bibrlanstält. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Zernfalem.— , j ZeitllNgsnsil^richtcM ttud Correspondenzen: Deutschland: Hrarckfurt a. M. AuS Ünterfranken. Preußen; Berlin. Lönigederg. SSuig^erz. Tborn. Oesterreichif schier Katserstaat: Wien. Peikh. Papa. Von der Donän. — - z . . l Feuilleton: Lebensbilder ans der! Vergangenheit Israels.! I. Abraham. (Fortsegung.) — i l. Verbuch e'mer DNÄÜeke MiMen jüLiMer unä ÄLkWßcker Mors!. Bon Joseph Nobl. ES Ml Lin schöneres, erhabeneres Gefühl im edel fühlenden Menschen, als das Gefühl eines reinen klm-en SelbstbersußHems, des Bewußtseins eines sichern Standpunktes in einem großen Allgemeinen, das uns mit so natürlichen, von Gott selbst geschlungenen Banden an sich zieht und liebevoll umfaßt, AM nnS mit unaussprechlicher Kraft hineinzuziehen M die Mitte der großen Menschheit, die das historische Leben in großen Zügen zeigt und lebt, deren Ent- «ickelungsgang durch Freude und Trauer, durch Sonnenhöhen und 5Lr^en hindurch den erhabenen Gedanken des Schöpfers^, deninnern Faden des '> Lebens auSspmnt ohne Bruch, ohne Kluft in -- Zeiten und Geschlechtern!, zu j jenem leuchtenden ^Lebens - Mittelpunkte zu jener göttlichen Lebenskraft I'hin,!!)ie gleich der inncrn Naturkraft in der verborgenen Werkstätte der Natur alle Zonen ' durchzuckt, alle Völker und Staaten zu ihrem eigen- I thümlichen Menschen- und Völkerleben kräftigt und belebt. — Vor diesem j erhabenen Punkte, den tvir den Standpunkt einer großartigen welthistorischen Anschauung neunen, por dieser großen Mitte im Reiche der Geschichte, sieht der echte Historiker und empfängt den so notwendigen Eindruck der Totalität, empfängt die Weihe seiner subjektiven Betrachtung öder Beobachtung, (welche letztere doch immer, selbst wenn man objektiv betrachtet, subjektiv bleibt) empfangt das Mittel, das allein, ihn über einseitige Einzelbetrachtung erheben, der scharf trennenden Einsicht, dem scharf trennenden Einzelurtheile den Werth und die Würde einer historisch wahren Charakteristik geben kann, so wie dieses Mittel allein die einzelnen scharf getrennten Striche in den verschiedenen Völker- und Staaten - Charakteren, die zahlreichen Licht- und Schattenseiten in der individuellen Entwickelung der einzelnen Menschen und Völker zu einem großen Charakterbilde verbindet, zu einem Bilde, auf dem die Völker alle , als eine

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