Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 29 (17.7.1861)
- Date
- 1861-07-17
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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35S Kind, welches in dieser Nacht dem Therach geboren worden; dasselbe wird groß und mächtig werden; es und seine Nachkommen werden erobern das ganze Land und werden erschlagen große und mächtige Könige." Die Weisen begaben sich ein Jeder in seine Wohnung; aber sie fanden keine Ruhe. In aller Frühe versammelten sie sich wieder und herrschen, ob sie von der Erscheinung dem Könige berichten sollten. „Die Deutung wird eintreffen, sprachen sie, und wenn dann der König erfährt, daß wir ihm die Erscheinung und ihre Deutung verheimlicht haben, so wird er uns Alle tobten lasten." Und sie gingen zum Könige und erzählten ihm die Erscheinung und deren Deutung. „Mögest du, o König, fügten sie hinzu, dem Therach sein Kind abkaufen und es tobten lasten, bevor es heranwächst und dir und uns Verderben bringt." — Ihre Worte gefielen dem Könige; er schickte hin, ließ Therach rufen, und Therach kam. Der König erzählte dem Therach Alles, was dis Weisen ihm gesagt hatten: „Gib mir dein Kind, sprach er, ich will dir ein Haus voll Silber und Gold dafür geben." „Der Wille meines Herrn und Königs geschehe, antwortete Therach, zuvörderst möchte ich mir jedoch einen Nach von dir erbitten, dann werde ich aus dein Anerbieten antworten." Und der König sprach: „Rede." „Siehe, sagte Therach, gestern kam Lion Len Mored;u mir und sprach zu mir: „„Gib mir jenes wundervolle Pferd, welches dir neulich der König geschenkt hat; ich will cs dir gut bezahlen; will dir dafür geben ein Haus voll Silber und Gold und ein HauS voll Stroh und Futter."" Ich aber sprach: ich werde es dir nicht eher geben, bis ich meinen Herrn und König darüber befragt habe, und nun, mein König, soll ich es ihm verkaufen?" Da entbrannte der Zsrn des Königs; „du Thor, schrie er den Therach an; fehlt eS dir etwa an Vernunft, oder an Gold, oder an Futter, daß du das beste Pferd, deßgleiche» sich nicht findet ans dem ganzen Erdboden, verkaufe« willst für Silber und Gold oder Stroh und Futter?" „Und doch verlangt mein Herr und König, entgegnete Therach, Aehnliches von mir. Meine» Sohn soll ich dir geben um Silber und Gold, damit du ihn lobtest, nnd wenn du meinen Sohn umbringst , was nützen mir da alle Schätze der Welt? Als Therach so sprach, steigerte sich noch der Zorn des Königs; je mehr er selbst fühlte, wie sehr sein Heerführer im Rechte war, desto mehr erzürnte er sich. Um dem ZorneSausbruch zuvorzukommen, sprach Therach schnell: „Alles, waS ich besitze, gehört meinem Könige und Herrn. Nimm meinen Sohn und feine zwei älteren Brüder ohne Kaufpreis und verfahre mit ihnen nach deinem Willen." „Nein, sprach der König, deinen jüngsten Sohn will ich dir abkaufen." „Nun gut, erwiderte Therach, er gehört dir; aber gönne mir eine Frist von drei Tagen, damit ich mich noch kurze Zeit des KindeS erfreue und auch meine Gattin und meine übrigen Hausleute vorbereiten kann auf die Ausführung des königlichen Befehles." Der König gewährte die Frist und mit betrübtem Herze» kehrte Therach in seine Wohnung zurück. (Fortsetzung folgt.) A n z e r g e n. Mit Beschwerden wegen unregelmäßiger Zusendung wolle man sich an das betreffende Postamt oder an die bctr. Buchhandlung wenden! Die lödUrüen Buchband'.ungen Dt. ENinaer in Preßj bürg, M. ipoppelaüer in Berlin, neue Friedrichsstraße,! Nr. 61 und Änöpflmächer L» Söhne ln Wien, dir Herren r , M. S. Ifaac s5 Sohn, Herausgeber des Zewksh Meffenger i »in surner Mensch, der seit einigen Jahren »ine Handelsin New-Ä)vrk, haben für unser Blaet Ägerztur über- , lehranstalt besucht bat und mit allen Äorkeuntnisse» ausgestattet nvRmen. . Die Expedition des Israelit. s ist, auch gute Zeugnisse zur Seite bat, wünscht nunmehr als ------Kaufmann, am liebsten in einem hiesige» Geschäfte feine Lehrzeit br ^4 des hebräischen Satzes kundig, aber auch anzutreten. Besonders wird darauf restretirt, daß er an Sabbat nur solche, finden lohnende und dauernde Ge. und Feiertagen frei fein muß. — Näbere Auskunft ert heilt sckästigung bei I. Sittenfelln Berlin, Ziezelftraße Rr. 22.; David Goldschnridt in Mainz.