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Der Israelit · 1861-07-17 · Heft 29 (17.7.1861) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 29 (17.7.1861)
Date
1861-07-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
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2. Jahrgavg. ZS. Der Israelit. Ei»-- GewLxslsrgrM für das osthodsZe ZWHe«LhrZM. HrrauSgegrbra vsa D». Lehmann m Mainz. Mainz, den 17. Ju^li 5621. (1Ü61.) Diese Zritunx rrscheint wöchmtliw einmal, Mittwochs, ia mindestens 1'/, Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Lölr. p. L. »der st. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. L. oder st. 1. LS kr. rh. vierteljährig tS Sgr. p. C. oder 53 kr. rh.; etwaige Stempelgebühr -c. ungerechnet. Inserate werden mit 1 Sgr. für die Petttjeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Ochrrreikblschr Banknoten laut Tours. Sollte direkte Frankozusrndung unter Streifband gewünscht werden, so find an die T^pediLioa pro Jahrgang Phlr. p. T. oder 5 st. 15 kr. rh. oder st fl. österr. franco einzufende». ' i 3 »4 « l t. ' Leit«dt! Artikel.- Lrostll Orthodox-isr. Bibelanstalt. - Pa« Mischer Armen- ^d Pilgerwohnungen in Jerusalem. —- ZeitiungSnac!,richten und borrespondenzen! Deutsch-' , la n Hr.Frankfurt a.M. > Frqnkststt. o.'M^ Freudentbal (Würtrmbtrg). st>reoßr»:-2jus W^tphalsn^ Königsberg. Königs Lerg. Rakel. ^akL Desteerrichischei-'KLiserstant: Preßburg. Rieolsburg. Eotiendvrf. Frankreich: Poris.— Feuilleton: Lebensbilder aus der Dcrzangenhett Israels. I. Abraham, L»it«,»de Mrtikel. ' -?!-!> .Ä ' --?. Trost!!!. N '-1, ' Es smd erst wenige Stunden verflossen, daß wir aus der Erde saßen und trauerten; noch tönt der Nachhall der Klagelieder der Propheten und der Dichter unsres Voltes in unfern Ohren — aber unsre Stimmung ist bereits eine andere, eine festliche geworden; nach.de» vielen Tagen der Trauer näht der Sabbat des Trostes. Das schmerzliche Bewußtsein namenlos tiefen Elends ist bereits gewichen, und hoffend schauen wir zu unserm Vater im Himmel empor. —- Seht dort jenen Mann, der seines Hebens Liebling verloren; sein Blick ist umflort, in seinem Herze» ift's Nacht; dumpf vor sich hinbrütend senkt er das Auge zu Boden. TheilnahjnloS für die Gegenwart, hoffnungslos einer dunklür Zukunft gegen- , über/hat er fü^ Nichts SinF!als sstr das vergangene i.Mück,j,empfiWt et Mchtß s alS die -Äröße seines is^Zerlußes:. Äs sitzt er auf,der Erhe , und vondem Atuge vermag! sich noch, nicht die siindemde Lhräne zu lösen. Jetzt kommen di^ Verwandten und Freunde mit liebevollem!, tröstendem Zuspruch; wer vermag Trost ) zu bringen dem trauernde» , umnachtetem H-rr->i? .->!!!>' i j .Wljhl löst sich endlich die lindernde Thräne, wohs! gewinnt wieder Leben das fast erstarrte Herz, wohl richtet sich wieder auf der fast gebrochene Muth — aber das Glück von ehedem, wer vermag es wieder herzustellen? — Es fächelt die Zeit. mit ihren besänftigenden Schwingen, der bittere Schmerz wandelt sich bald in sanfte Wehmuth, bis das Andenken an das Verlorene immer blasser und blasser wird und endlich da-Menschenherz gleichgiltig läßt. Es ist ein eigenthümliches Ding, dieses Menschenhe^ — die Höchste Freude, der tiefste Schmer-, sie verschwinden beide, und oftmals auch ohne eine Spur zürückzulaffen. Die Religion Israels sorgt dafür, daß wenigstens die Spur nicht verschwinde, die Freuden- und

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