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Der Israelit · 1861-07-10 · Heft 28 (10.7.1861) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 28 (10.7.1861)
Date
1861-07-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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33b 7-^ Israels unseres zersireu'e /.Kinder zweiten eit 8er OnäschHm lng .dienste, das Enlferneir so "umnähen Gebotes vor» Tempels ihrerseits eine rühmliche Küche und Hans diese uns hervorgerusen, so be- Vergarigenheit in dem Kanrpse für Glauben und gehen wir hierdurch nicht nur einen Berrath an dem Wahrheit heldeumüthig zurückgelegt, daß sie sich ihrer Höchsten und Heiligsten, sondern zeigen «ns dadurch Ausgabe gewußt geworden und dieser gemäß gelebt noch höchst undankbar gegen unsere glaubensfesten Bor- und gehandelt Haben , um die durch Israel so großführen, deren Lugenden und Gott und Menschen wohlartig einst hervorbrcchende Zukunft anzubahnen und gefälligen Handlungen, ohne daß wir es ahnen, die heranzunähern. Indessen hat die Neuzeit in Sachen besten Fürsprecher für uns am Throne Gottes sind. deS Glaubens wieder bedeutende Rückschritte gemacht Gerade im Gegentheil rächt sich, wie die Geschichte und dadurch die von unfern Vorder» mit ihrem unseres Volkes deutlich lehrt, das Aufgeben deS Blut bezeichnten felsenfesten Religionsseulen gemalteigenen, in unserem Gesetze begründeten zeremonialen sam eiuzureißen sich bemüht, um aus deren Ruinen Lebens und das Ausirehmen fremdartiger Stoffe in einen, der Mode und dem ZeitgWe paffendern unsere Religionsanschauung und Gottesverehrung, Glaubenötempel auszurichten, der aber, weil ihm echte wenn auch nicht gleich, doch später, aber dann auch Gottesfurcht und Neligionskunde fehlt, auf keinem um so empfindlicher an uns, und wir haben diesersichern Grund und Boden basirt. Man hat feit halb auch jetzt noch gegründete Ursache zur weheinigen Decennien seitdem die Morgenröthe der müthigen Trauer über unfern politischen Fall, in Freiheit die harte Eisrinde der Unduldsamkeit ge- Folge dessen wir die emgetretene Kälte und Lauheit sprengt und ihre belebenden und erwärmenden in der Verehrung Gottes, die Gleichgiltigkeit in Strahlen der Humanität ausgeschickt hat, an dem Sachen des Glaubens und Reformsucht und Reuealten, ehrwürdigen Religionsgebäude vielfach gerät-! rungen jetzt mehr denn sonst zu beklagen haben, telt und viele Steine aus demselben, als waren sie Wie sollten mir in der Gegenwart nicht bittre ThrLmorsch und unbrauchbar geworden/ gerissen und cs nen vergießen, über die Mßkeunung unsererheilis-, der/GeHhr ' ausgesetzt, /daß'e-?kachZ.,Lnd nachm gen Aufgabe, über die in Schrift und Wort sich sich selbst zerfalle und Zusammenstürze, um auf diese! kundgebende Eniievrigung alles Heiligen und Höhe- Weise die politische Gleichstellung der Juden zu eri ren, über das Ueberwuchern vollwüchßgen Unkranmöglichen. Aenn mün^ sah;in - dem sich selbst H'ethötes im Lsteinberge Gottes» über das Brachliegen der renden Wahne die nur langsam tagende Morgen-! Erkenntnißgärteu unserer NeligionskDtde, so wie röth'e schon als die Sonne der Freiheit selbst! an, j über den Höhn mid Spott, der von unfern eigene» und vön ihren, wenn auch matten, doch ungewöhnten; Brüdern von Kanzeln j und Kathedern mit einem Strahlen geblendet,'hat die resormsüchtige Zeit die! süßlich mundende» Geiser über/so manche unserer uns selbst erhaltenden,' unfern wahren Fortbestand ' ehrwürdigen Ceremomen ausgegoffen wird? Kan» begründenden Neligionsgebräuche, als hätten sie ihren! es uns wohl verargt werden, wenn wir in diesen Zweck bereits erfüllt und sich schon überlebt, zum j Ermnerungstagen an die Zerstörung Jerusalems großen Theil beseitigt und abgeschafft, ohne zu dei wehmüthig gestimmt werde» über die sunendlich denken, daß, wenn wir uns in der Jetztzeit eines lange Dauer unserer noch immer uuerfüllt gebliebeangenehmern Looses in politischer wie in socialer nen Hoffnung in Betreff des Weltenzweckes, der unt Stellung als unsere hart gedrückten Vorfahren zu j dem Anbruch der messianische» Zeit zur Vollendung erfreuen haben, wir nur die Früchte jener Religionss kommen soll', über die noch nicht geschehene VerwirkbHen genießen, deren thranenbefeuchtete Glaubens-l lichung der Wciffagmrgeu füMmtlicher Propheten, saaten nun uns, ihren Nachkommen, auf fruchtbarem j zufolge deren die ganze Menschheit, von dem Boden üüsschreßen und als die herrlichste» Pssanzuns Bande der Bruderliebe und der Harmonie umgcn der Menschenliebe heranreifen. Die Errungenschlungen, die Einheit Gottes anerkennen und das Hasten, deren wir uns jetzt erfreuen, sind daher i GotteSreich als Ziehpunkt alles Ringens und Streicht unser, sondern' ihr Werk, und wenn wir beuS in feiner ganzer: Glorie und Würde hergesteüt glauben, daß die Neuerungen in unserem Gottesj werden wird! —

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