Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 24 (12.6.1861)
- Date
- 1861-06-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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2. Jahrga-g. _ MZ4. Der Hsrselit. E i u GeWSeMSVgSW Ws HM VVGoHWS ZWölSNÄMM.! D^. Lehmann in Mainz. Mainz, den 12. Juni 5621. (1861.) Diese Zeitunz erscheint wLchmtlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1'/, Dogen. Preis drS Jahrgangs: 2 Thlr. p. L. oder fl. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. T. oder fl. 1. 4L kr. rh. vierteljährig IS Sgr. p. C. oder S3 kr. rb.; etwaige Stempelgebübr x. »»gerechnet. Inserate werde» mit; 1 Sgr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen «ch Postämter nehmen Bestellungen an. Oesterrcikbtsche Banknoten laut Eours. Sollte direkte Frankozusendung unter Streifband gewünscht werden, so find an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. C. oder ü fl. 15 kr. rh. oder k fl. Lsterr. franco einzusenden L Da mit dem ersten Jnli ein neues Quartal beginnt, so ersuchen wir um gefällige frnhzeilige Abonnemeutsemeueruttg, damit die Zusendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt. Leitende Artikel r Die Abdankung des Rabbiners Stein in Frankfurt a. M. — Ortbodor-iSr. Pibrlauflalt. — Bau jüdischer Armenuud Pilgerwobmmaen in Jerusalem. — ZeitttNgvaLckricktenr Deutschland: Aschaffrnburg. AuS Sachsen. Wiesbaden. Oesterreichlscher Kaiserstaat: Pesth. Wien. NickolSburg. Belgien: Brüssel. — Leitende ArtiLek. Die AdäsnLung äes Andbiners Stein in «LrsMurl r. M. Wir haben bereits in der vorigen Nummer er-, j wähnt, daß Herr R. L. Stein in Frankfurt a. M. die Gründe feiner Abdankung in einer Broschüre zu veröffentlichen gedenke. Das ist nun unterdeß geschehen, und das betreffende Elaborat liegt uns jetzt vor. Es ist dies ein köstliches Merkchen, vollkommen geeignet, die Leerheit und Hohlheit der sogenamtten Reform und das ganze geistige Elend derselben in das gehörige Licht zu stellen, zugleich auch, die wesen- und zukunstlose Gestaltung jener modernen Richtung dem Auge vorzuführen. Herr NMmer Leopold Stein ist ein ganz ejgenthüm- Ücher Märtyrer dieser Richtung und wenn man das betreffende Schristchen liest, so fühlt man sich von haltlosen Phrasen so überschüttet, von 1000 Widersprüchen so verwirrt, daß man an der Zurechnungsfähigkeit des Vf. zu zweifeln geneigt sein würde, wenn nicht die ganze sogenannte Reform überhaupt zum größten Theile in einer krankhaften Verirrung des Geistes ihren Ursprung hätte: «brr «vin ou« prr NN 13 V131N Herr Rabbiner Leopold Stein wurde im Jahre 1843 zweiter Rabbiner der isr. Gemeinde zu Frankfurt a. M., zweiter, weil damals der ehrwürdige und greise Rabbi Salomon Trier noch lebte. Die Richtung, die damals in Frankfurt herrschte, war die extremste; es hatte sich ein Verein zur Abschaffung der Beschneidung gebildet^ der Gememdevorstand lebte im offenen Conflicte mit dem ehrwürdigen ersten Rabbiner, die Orthodoxen wurden verfolgt, die Talmudjünger wurden'ausgewiesen. Diesem Vorstande und dieser Richtung erschien Stein, damals einer der thätigsten Reformatoren der Geiger'schen Richtung als das passendste Werkzeug seiner ausilärerischen Tendenzen; um ihn jedoch ganz in Händen zu haben, fertigte man ihm eine Instruction aus, durch die der Rabbiner zu einem