Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 22 (29.5.1861)
- Date
- 1861-05-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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2. Jahrgang. .N 22 er Israelit. Ei» GeWLrrUvrgaM für das sE-shsxe ImdeWlhrrm. Heravsgegebea vo» * vr. Lehmann in Mainz. Mainz, den 29. Mai 5621. (1861.) Diese Zkitunx ersLriat wökkenUiä' einmal, Mittwochs, in mindestens 1'/, Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Tblr. p. 8. oder fl. 3. j30 kr. rh. Halbjährig t Thlr. p. C. oder fi. 1. 45 kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr. p. L. oder 53 kr. rh.; eNvaige Lrempelgebübr :e. ungerechnet. Inserat« werden mit 1 Sgr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle.Buchhandlunzc, i-d Postämter nehmen BesteLungen an. Orsterreichiscbe Banknoten laut ssourS. Sollte direkte Zrankozmendung unter Streifband grwünjck-t werden, so sind an die Ex-rdition pro Jahrgang 3 Thlr. p. C. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 fl. österr. sranro einzusendrn. Inhalt. Leitende Artikel: Heber die Stellung der isr. Voltsschullrdrcr. — Denkwürdige Aeußcruvgen rabbinisli'rr Autoritäten verschiedener Jahrhunderte. Bon Emanurl Vasch, Bezirksrabbiner zu Apostag. — Urbcr Dcnkfreiheit innerhalb der Religion. (Fortsetzung aub Ar. 27 v. I.) — Orthodoxrör. Pidäanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pitgcrwch» > nuvgea m Jerusalem. — Zeitungsnachrichtenr Deutschland: AuS dem Nassaulschen. Preußen: Birnbaum. Oesterreichlscher Laiserstaat: Bonvhad. Comorn. B. Gharmath. Schweiz: Den der Limmar. Asien: Jerusalem. Amerika: Nrw- Icrk ^Baltimore. Leitende Artikel. Arber äre Stellung ärr isir. VolkLMuUebrer. Herr Nathan Fischer, Hauptschuloberlehrer in Lovasböreny in Ungarn, hat bei Gelegenheit einer Lehrerconferenz in einem ausführlichen Vortrage, den uns einzusenden er die Gewogenheit hatte, sich bemüht die Frage zu beantworten : woher kommt eS, daß viele Lolksschnllehrer noch immer nicht genug geehrt und geachtet werden. Da diese Arbeit für de» Raum dieser Zeitung zu umfangreich ist, so müssen wir uns begnügen aus derselben einen Auszug zu geben. Wir thun dieses mit um so größerem Vergnügen, da wir die ganze, große Bedeutung des Mischen Lehrerstandes in höchstem Grade zu schätzen wissen, und darum uns nichts mehr am Herzen liegt, als so viel nur irgend möglich dahin zu wirken , das; zum Heile der Zukunft ein tüchtiger - gediegener Lehrerstand in Israel erstehe, und daß dem entsprechend die äußere Stellung des Lehrers eine solche werde, wie sie dem Selbstgefühle eines im erbebenden Bewußtsein vollbrachter Pflichterfüllung lebenden Mannes geziemt. In unserer Welt der Gegenseitigkeit beruht natürlich Alles auf Wechselwirkung. Der Hervorragende, bernsstreue, tüchtige Lehrer wird sich niemals über Mangel an Achtung zu beklagen haben. Eine in kleinlichen. Verhältnissen versirende, durch Zank, Hader und Eifersüchteleien zerrissenen Gemeinde wird keinen tüchtigen Lehrer erlangen oder doch wenigstens behalten. Von Beiden reden wir hier nicht. Die meisten Menschen wandeln die große, breitgetretcne Straße der Mittelmäßigkeit; es ist daher auch nicht an jeden Lehrer die Förderung zu stellen, daß er in jeder Beziehung tadellos sei, daß er ein Muster von Gelehrsamkeit, Methode, Pünktlichkeit und Unparteilichkeit sei; wie gesagt, einem solchen Lehrer wird bei guter, auskömmlicher Stellung die allgemeine Ächtung nicht ausbleiben. Da aber kein Mensch fehlerfrei, warum soll man da nicht auch dem Lehrer einen oder den andern kleinen Fehler im Hinblicke auf seine überwiegenden guten Eigenschas