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Der Israelit · 1861-05-22 · Heft 21 (22.5.1861) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 21 (22.5.1861)
Date
1861-05-22
Page
– (sequence 10)
Language
German
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258 rechte, unbestechliche aber auch mildversöhnende Richter, und besonders strenge und gerecht war er bei Ertheilung von mm an RabbinatS-Candidaten, die sich bei ihm einer strengen Prüfung unterziehen mußten, wovon ich mich als Prüfungsbeisttzer zu überzeugen Gelegenheit hatte. Herr Rabbiner Hirsch verdiente sonach in jeder Beziehung die ihm hier in Nicolsburg, wie von allen Gemeinden Mährens gezollte Liebe und Hochachtung, und erregte darum sein Entschluß, einem Ruse nach Frankfurt a. M. zu folgen, so große Bestürzung, daß alle Gemeinden Mährens Deputirte zn ihm hierher sandten, um ihn von seinem Entschlüsse zurnckzubringen, und wurde es allgemein schmerzlich bedauert, daß er diesen nicht ändern konnte, und ftine hiesige Nabbinats-Stelle verlassen mußte. Und nun zu dem Factum, auf welches im besagten Blatte,! „Ben Chananja" Nro. 7 vom 15. Februar d. I., Jagd gemacht wird, zu jenen! Factum Nämlich, daß Herr Rabbiner Hirsch au einem 22V zur LDSV2 2V->S — vier wxiip anordnete, und sich somit eine sonst nicht zu billigende nson erlaubte, weßhalb Herr Rabbiner Hirsch ohne alle Scheu cv2i2! und nicht einmal ->n'2 zuerkannt wird! Wenn aber jene Lästerzungen ein größeres Wissen als ein ->N'O besäßen, den -7.1z? besser kenneten, und den fraglichen Fall dort an gehöriger Stelle nachzusehen wüßten, so würden sie nicht so leichtfertig in ihrem Urtheil gewesen sein; eS sei denn, daß das Resultat der Verleumdung und Verkleinerung, wie es wirtlich scheint, schon vor dem Nachschlagen fertig war.! Das angeführte Citat '5 -ppo i'b? n'se beweist Nichts für das in Rede stehende Factum. Dort nämlich ist von einem Falle die Rede, wo den ersten 3 Aufgerufenen bereits 10 wp-.2s vvrgelesen wurden, und der übergangene pios folget erst nach den 10 2'pivs, so lautet ausdrücklich die Quelle dieses f'-r im xnr i:re*); da aber der Vers V-r 222 zwischen - *) Anm. der Ned. Wir begreifen nicht, warum der geehrte sorrespoadent den als Quelle anführt und nickt O'^212 '22, welches di« ursprünglich« Quelle dieses s'2 ist 11. Hat. S ü. 6.); wir begreifen ferner nicht, wie Herr K. der allerdings etwas duuNru Stelle deS O"2 eine solche Deutung geben kann, den 10 O'pios ist, so beweist jener »ppo Nichts wider den fraglichen Fall, wo die «122 sogar für die Entscheidung — sprechen würde. — Herr Rabbiner Hirsch kann seinen Verleumdern die Worte deS Psalmisten zurufen: «'2'M rS ^2212212x2 2^ 2'2!." Moses Löd Kohn, Rabb.-Asfessor. Tyr»,au (Ungarn) im Mai. Ist nach der Definition des Weisen zu Königsberg das Lächerliche nichts Anderes als die Auflösung der gespannten Erwartung in Nichts, so werden diejenigen, die von der „isr. Landeskommission" in Pesth hohe Erwartungen hegten, nun um eine Bezeichnung für dieselbe nicht verlegen sein. Nach einer stattgehabten Conferenz mit dem Grafen Georg Karoly, Obergespann von Pesth, zufolge welcher dieselbe einige Garantiepunkte ausarbeiten sollte, unter andern auch den, daß sämmtliche Juden Ungarns binnen einer bestimmten Frist mit ihren mchtjüdischen Brüdern «aus einer Schüssel" essen werden, und nachdem gegen die Beschlüsse dieser Conferenz von beide» Seiten energisch protestirt wurde — faßte besagte Commission den heroischen Entschluß ruhig abzuwarten, was der Landtag bezüglich der Juden beschließen werde. — Ach, welch' schöne Gelegenheit ist nun jenen Herren entschlüpft, der Menge zu beweisen, wie wir es einzig und allein dem „Iudenthume unserer Zeit" zu danken habe», wen» wir n.cht «noch immer als Bettler vor den Palästen der Gesetzgeber bestehen." Im Vorbeigehen können wir nicht umhin unser Erstaunen darüber auszudrücken, wie Leute, die sich überlebt haben, von unserer Zeit sprechen können. In der Zeit des Dampfes und der Electricität wiegt ein Jahrzent so viel als früher ein Jahrhundert. Was wissen nun die Männer von anno 30, was unsere Zeit beseelt? Die da ja aus '2 p"2 Sckv St. erhellt, daß bei "P22 «t nicht mtt 0 Versen grnügt, sondern deren 10 außer dem übergeganzenrn fein müssen, durch welche Unterscheidung der Sinn des betr. 2"2 genügend aufgehellt ist. Wir glauben kaum, daß im vorliegenden Falle, wo es sich um 2b22^ »2222 bandelt, irgend ein 2*2 und Herr K selbst nicht entscheiden würde, eine» Vierten auszurufraübrigentrifft Herrn R. Hirsch nicht der geringste Vorwurf, da nach Mitthrilunzen deSHerru Rapp, der Vierte gegen seine« Willen und gegen feine Entscheidung ausgttufrn wurde; was fick sicherlich auch auf die Rach-! Derachah erstreckt. Liehe LeKeph Mifchn. zu Hikch. Berach.! e. 11 16.

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